Jo Müller hat seine Kandidatur für das Amt des Bezirksamtsleiters in Altona zurückgezogen, nachdem sich gestern Abend bei einer GAL-Mitgliederversammlung zwei Drittel der anwesenden Altonaer gegen ihn ausgesprochen hatten. Die für heute angesetzte Bezirksamtsleiterwahl wurde von der Tagesordnung genommen.
Die Altonaer SPD-Fraktion reagierte in einer Pressemitteilung mit Erleichterung auf die Ankündigung des schwarz-grünen Bezirksamtsleiterkandidaten Dr. Joachim Müller, nicht mehr zu kandidieren. Sie erneuerte den Vorschlag an die Fraktionen von CDU und GAL in der Bezirksversammlung Altona, sich gemeinsam auf ein offenes und transparentes Verfahren zu verständigen, um nach der nächsten Wahl am 24.2.2008 einen Altonaer Bezirksamtsleiter zu wählen.
Dazu Thomas Adrian, SPD-Fraktionsvorsitzender: „Wir bieten CDU und GAL erneut an, ein ordentliches Ausschreibungsverfahren zu planen, um tatsächlich den Besten oder die Beste für das wichtige Amt des Bezirksamtsleiters zu bekommen.“ Dazu gehört nach Auffassung der SPD eine bundesweite Ausschreibung, mit der bereits in diesem Herbst begonnen werden könnte.
„Unser gemeinsames Ziel muss es sein, nach den kommenden Wahlen einen qualifizierten Bezirksbürgermeister zu bekommen, der von einer breiten Mehrheit der Bezirksversammlung verlässlich über die gesamte Wahlperiode gestützt wird. Eine erneute Hängepartie durch schwarz-grüne Hinterzimmerdebatten kann sich Altona nicht leisten, schon jetzt schüttelt die halbe Stadt nur noch mit dem Kopf. Auch die Mitarbeiter des Bezirksamtes brauchen jetzt eine klare Perspektive, wie es weitergeht“, so Adrian weiter. Auch menschlich sei eine Fortsetzung der permanenten schwarz-grünen Drohungen gegen den Amtsinhaber Hinnerk Fock nicht mehr zu verantworten.
„Die Koalition hat ihre Unfähigkeit bei dieser für den Bezirk so wichtigen Frage zur Genüge unter Beweis gestellt. Entweder sie lässt jetzt bis Ende der Wahlperiode die Finger von diesem Thema oder sie kapituliert und löst sich auf, das sind die Alternativen“, so Thomas Adrian.