Alkoholverbot: FDP-Junioren wollen gegenantrinken

Gewiss, die FDP ist in Not. Aber Alkohol ist auch keine Lösung:

Gegenantrinken – das neues Konzept einer 1,8-Prozent-Partei? Gegen das morgen endgültig in Kraft tretende Alkoholverbot in Bahnen und Bussen des HVV will die FDP-Nachwuchsorganisation „Junge Liberale“ heute mit einer demonstrativen Alkoholfahrt vom feinen Wellingsbüttel zum Hauptbahnhof protestieren. Man müsste „wohl schon von Buxtehude bis nach Norderstedt fahren, um einen Alkoholpegel zu erreichen, bei dem es zu ungewünschten Übersprungshandlungen kommt“, argumentiert JuLi-Geschäftsführer und Landesvorstandsmitglied Nikola Ilic:

„Das Alkoholverbot in Bus und Bahn ist im Wesentlichen eine
aktionistische und symbolische Beruhigungspille. Zum einen fehlt das
notwendige Personal zum Kontrollieren. Zum anderen fragen wir uns, wie man einen Verstoß gegen das Alkoholverbot überhaupt gerichtsfest ahnden will. Man kann hin und wieder beobachten, dass Alkohol beispielsweise augenscheinlich aus umgefüllten Limonadenflaschen getrunken wird. Wie soll da der HVV-Kontrolleur zweifelsfrei feststellen, ob es sich tatsächlich um Alkohol handelt? Und gilt es schon als Verstoß, wenn jemand mit einem leichten Schwips eine Flasche Wein mit sich führt? Im Übrigen müsste man wohl schon von Buxtehude bis nach Norderstedt fahren, um einen Alkoholpegel zu erreichen, bei dem es zu ungewünschten Übersprungshandlungen kommt. Einerseits wird gepredigt, das Auto stehen zu lassen, wenn es auf den Kiez geht. Auf der anderen Seite wird nun versucht, auch hier die allgemeine Verbotspolitik durchzudrücken. Von wilden Facebook-Protestaktionen distanzieren sich die Jungen Liberalen Hamburg jedoch ausdrücklich. Wir werden vor diesem Hintergrund heute eine friedliche und betont distinguierte Fahrt in Abendgarderobe und mit Sekt im ÖPNV unternehmen, um gegen das Verbot zu mobilisieren.“

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