Albert-Schweitzer bleibt unangetastet

In den vergangenen Tagen gab es Gerüchte, die Albert-Schweitzer-Schule solle ihre Eigenständigkeit oder ihr besonderes pädagogisches Profil verlieren. Die schulpolitischen Sprecher der Koalitionsfraktionen, Michael Gwosdz (GAL) und Marino Freistedt (CDU), widersprechen diesen Mutmaßungen.

In einer gemeinsamen Erklärung stellen sie klar:

„Es gab und gibt keine Pläne, das Schulgesetz so zu verändern, dass das besondere pädagogische Profil oder die Eigenständigkeit der Albert-Schweitzer-Schule gefährdet wären. CDU und GAL sind in der Beratung über die nach dem Volksentscheid notwendigen Änderungen des Schulgesetzes übereingekommen, dass §117 über die Albert-Schweitzer-Schule im Schulgesetz unverändert erhalten bleibt. Das bedeutet, dass die Albert-Schweitzer-Schule als staatliche Versuchsschule fortbesteht. Der Paragraph wurde bereits 2009 aufgenommen, um die besondere Stellung der Schule zu würdigen. Unsere Wertschätzung für die Arbeit der Albert-Schweitzer-Schule gilt nach wie vor.“

Hintergrund

Die Albert-Schweitzer-Schule bietet als einzige staatliche Schule in Hamburg gemeinsames Lernen in einem Klassenverbund von Klasse 1 bis 10 mit Schwerpunkten in den Bereichen Musik und Fremdsprachen an. Alle Schülerinnen und Schüler lernen bereits ab Klasse 1 ein erstes Instrument und ab Klasse 3 ein zweites, so dass jede Klasse ein eigenständiges Klassenorchester hat.

Bis zur Änderung des Schulgesetzes auf Grund der Schulreform war die Grundlage für die Arbeit der Albert-Schweitzer-Schule der alte Paragraf 15 (5) über die „Gesamtschule besonderer Prägung“. Die Albert-Schweitzer-Schule war die einzige staatliche Schule dieser Ausprägung in Hamburg. Infolge der Einführung der Stadtteilschule, in der auch alle bisherigen Gesamtschulen aufgehen, wurde §15 (5) abgeschafft und für die Albert-Schweitzer-Schule der eigene §117 in das Schulgesetz eingeführt

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