Airbus: Belegschaften verlieren die Geduld

Das Airbus-Management hält an seinen Planungen fest, der sozialer Dialog bei Airbus blieb bisher ohne Entgegenkommen. Langsam verlieren die Belegschaften die Geduld, heißt es in einer Stellungnahme der deutschen Arbeitnehmervertreter nach der heutigen Sitzung des Europäischen Ausschusses für Airbus.

Für die Gewerkschaften und Betriebsräte bei Airbus steht nach der heutigen Sitzung des Europäischen Ausschusses für Airbus mit den Unternehmensspitzen Louis Gallois und Fabrice Bregier fest: Der „soziale Dialog“ auf europäischer Ebene hat für die Beschäftigten bisher nichts gebracht!

Das Airbus-Management trägt seine Planungen und Ziele vor und ist nicht bereit, auf die Bedenken, Vorschläge und Hinweise der Arbeitnehmervertreter einzugehen. Insbesondere für die vom Verkauf bedrohten Standorte ist weder eine weitere Erklärung und Erhärtung der Planungen erfolgt (Wirtschaftlichkeitsberechnung der Maßnahmen etc.) noch sind die angekündigten Maßnahmen zur Zukunftsgestaltung durch die Beteiligung an den Programmen A350XWB und Nachfolger der A320-Familie konkret dargestellt worden.

In der heutigen Sitzung ging es insbesondere um die neue Organisation und darum, wie Airbus in Zukunft zusammenarbeiten will. Horst Niehus, Co-Vorsitzender des Europäischen Ausschusses für Airbus stellt fest: „Die Notwendigkeit, die Organisation von Airbus zu optimieren ist unbestritten. Für uns ist aber weiterhin nicht erkennbar, dass Ausgliederungen von Standorten notwendig sind!“

Im weiteren Teil der Sitzung ging es aber auch um den Stand der geplanten Verkäufe der Standorte. Die Arbeitnehmervertreter haben in der Sitzung dem Airbus-Management sehr deutlich gemacht, dass sie umgehend die Darstellung der Konzepte für die Zukunftsperspektiven der Standorte erwarten – insbesondere im Zusammenhang mit dem geplanten Workshare für die A350XWB. Bis zum heutigen Tage sind vom Airbus-Management die wirtschaftlichen Vorteile der geplanten Verkäufe der Standorte nicht nachgewiesen worden!

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