Ärztepfusch als Folge der Privatisierung?

Wie die die Hamburger Morgenpost heute berichtet, wurden 2006 in der Asklepios-Klinik Altona hausinterne Hinweise auf Lungenkrebs-Verdacht ignoriert und dem betroffenen Patienten Peter R. auch nicht mitgeteilt. Erst 17 Monate später wurde die mittlerweile unheilbare Krankheit erneut diagnostiziert. Ist dieses Versäumnis des Krankenhauses ein zufälliges Einzelschicksal? Oder ist es die Spitzes eines Eisberges – bedingt durch zu hohe Arbeitsbelastung und finanziellen Druck seit der Privatisierung des LBK?

Katja Husen, Sprecherin für Gesundheits- und Drogenpolitik der GAL-Bürgerschaftsfraktion: „Wir fordern die CDU auf, die herrschenden Arbeitsbedingungen zu überprüfen und dem Verdacht nachzugehen, ob es in den Krankenhäusern seit dem Verkauf des LBK zu Mängeln in der medizinischen Versorgung gekommen ist. Solange dieser Verdacht besteht, sollten Ärzte sich überlegen, ob sie ihre Patienten weiterhin guten Gewissens in Asklepios-Kliniken schicken können.“

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