Ägypten – Revolution… and no end?

Tahrir-Platz-Aktivisten in Hamburg

Freitag, 16. September 2011, 20.00 Uhr

Im Januar haben sie Geschichte geschrieben: die jungen Ägypter_innen, die in 18 Tagen Revolution das Regime von Präsident Mubarak stürzten und so nicht nur Ägypten, sondern den gesamten Nahen Osten aufwühlten. Die Rede von der „Facebook-Generation“ verschleiert, dass es sich nicht mehrheitlich um Kinder der Mittel- und Oberschicht, sondern es sich vor allem um junge Menschen aus einfachen Verhältnissen handelt, die unter enormer Prekarität und Perspektivlosigkeit litten wie Teile der jungen Generation in zahlreichen anderen Ländern, in Ägypten zusätzlich unter einem extrem repressiven Staat und dem alltäglichen Rassismus.

Die Revolution hat nicht nur das Leben dieser jungen Menschen vollkommen verändert, mit der Revolution sind die jungen „Revolutionäre“ auch über Nacht zu einem politischen Akteur geworden, der die Richtung der Politik in Ägypten momentan wesentlich bestimmt.

Der Großteil der Protestierenden ist weiterhin „unorganisiert“ oder in kleinen, neu gegründeten Gruppen aktiv und agiert im Wesentlichen auf der Straße. In den europäischen Medien mit ihrem Konzentration auf Parteien und organisierte Kräfte wird dieser Kern der Protestbewegung häufig vernachlässigt. Dabei ist gerade für linke Bewegungen in Europa ein Austausch mit ägyptischen Aktivist_innen höchst spannend ? Worin lag der Erfolg der Bewegung? Wie ist der Brückenschlag mit anderen Teilen der Gesellschaft – von den Liberalen über die Arbeiter_innen bis hin zu religiösen Kräften gelungen? Was können wir von den Ägypter_innen lernen, was sie von uns? Wie ist die Situation in Ägypten ein halbes Jahr nach der Revolution, haben sich die Hoffnungen erfüllt oder nicht?

In den letzten Monaten sind wiederholt deutsche und europäische Aktivist_innen nach Ägypten gereist und haben von ihren Eindrücken berichtet. Nun sind zwei junge ägyptische Aktivisten in Deutschland, um selbst von ihren Erfahrungen auf dem Tahrir-Platz und den Monaten danach zu berichten und sich mit Aktvist_innen aus Deutschland auszutauschen.

Ort
Centro Sociale, Sternstr. 2, U-Feldstraße

Preis
Eintritt frei! Spenden erwünscht

Veranstalter
Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) in Kooperation mit Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.

Weitere Informationen
www.buko.info und www.ewnw.de

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