Abzocke im Internet stoppen!

Mit einer bundesweiten Umfrage sammeln die Verbraucherzentralen Erkenntnisse über die Abzocke im Internet. Häufig verleiten vermeintliche Gratisseiten mit Gewinnspielen oder Umfragen die Internetnutzer, ohne dass klar auf die Kosten hingewiesen wird.

„Über das Internet zielen Gauner immer häufiger direkt auf den Geldbeutel der Nutzer“, stellt Günter Hörmann, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Hamburg, fest. Er fordert Betroffene auf, unberechtigte Rechnungen nicht zu bezahlen. Mit der Beteiligung an der Umfrage unter www.vzhh.de können Verbraucher die Forderung nach einem besseren Schutz an den Gesetzgeber unterstützen.

Täglich beschweren sich Verbraucher bei der Verbraucherzentrale Hamburg über unberechtigte Internetrechnungen. Die Besucher vermeintlicher Gratisseiten erhalten Rechungen. Häufig halten sie die mit Online-Tests, SMS, Gewinnspielen oder Gratisgeschenken attraktiv beworbenen Seiten für ein kostenloses Angebot. Erst bei genauem Hinsehen entpuppen sie sich als Vertragsfalle. Das erkennen die meisten Surfer aber erst, wenn die Rechnung kommt. Hier wird regelmäßig behauptet, sie hätten einen Vertrag abgeschlossen. Nach Erkenntnissen der Verbraucherzentrale trifft das meist nicht zu. Dennoch lassen unseriöse Anbieter nichts unversucht, um die – oft jungen – Besucher ihrer Seiten zur Zahlung zu bewegen. Häufig wird dann nach Erfahrungen der Verbraucherzentrale auch gezahlt, weil man keinen Ärger haben will.

„Meist werden die Kosten im Kleingedruckten oder weit unter dem Bestätigungsbutton versteckt oder es wird gar keine Leistung geboten – dann sollten Verbraucher nicht zahlen“, rät Edda Castelló von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Die Umfrage läuft bis zum 26. Oktober. Die Verbraucherschützer wollen erfassen, welche Erfahrungen Verbraucher konkret gemacht haben, wie viele von ihnen tatsächlich bezahlen und wie groß der Anteil minderjähriger Betroffener ist. Die Ergebnisse sollen die Defizite im Verbraucherschutz belegen, um den Forderungen der Verbraucherzentralen an den Gesetzgeber nach wirkungsvollen Gegenmaßnahmen Nachdruck zu verleihen. Sie werden Mitte November öffentlich ausgewertet.

Rechtsberatung für Internetopfer:

x per Telefon: Mo – Do 10 – 18 Uhr unter Tel. 0900 1 77 54 41 (1,50 € aus dem dt. Festnetz)Individuellen Rat erhalten Betroffene

x persönlich: Di 10 – 18 Uhr, Mi+Do 10-14 Uhr, Kirchenallee 22

x schriftlich: verbraucherrecht@vzhh.de oder Kirchenallee 22, 20099 Hamburg

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.