Ab morgen 4 Tage Streik in der Postbank

Ackermann macht`s möglich: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft hat die Beschäftigten der Postbank und ihrer Tochterunternehmen zu bundesweiten Streiks am 1. Dezember aufgerufen – also auch in Hamburg.

In Hamburg treffen sich die Streikenden am 1. Dezember zu einer Kundgebung vor dem Postbankgebäude in der City Nord. Für Montag ist ab 10 Uhr ein Demonstrationszug durch die Hamburger Innenstadt geplant.

Um bis zu 30 Prozent will die Deutsche Bank die Kosten in ihrem Tochterunternehmen senken – im Gespräch sind längere Arbeitszeiten, weniger Urlaub, Lohnsenkungen und Streichung des Weihnachtsgeldes. Die Deutsche Bank hatte die Postbank Ende 2010 übernommen.

Der Hamburger ver.di-Fachbereichsleiter Berthold Bose: „Erstmalig in der Geschichte der Finanzdienstleistung in Hamburg müssen wir zu dem drastischen Mittel eines viertägigen Streiks greifen. Diese Eskalation haben die Arbeitgeber herbeigeführt, und nur sie können sie beenden.“

Auch die fünfte Verhandlungsrunde am 25. November habe deutlich gezeigt, dass die Arbeitgeber nicht einlenken wollten.

Die Streiks richten sich gegen die Pläne des Postbank-Vorstands, im Rahmen der Integration in den Konzern der Deutschen Bank Bereiche der Postbank in neue Gesellschaften zu wesentlich schlechteren Bedingungen auszugliedern. Diese Pläne wurden zunächst für den Bereich der Kreditabwicklung vorgestellt, sollen jedoch auf zahlreiche weitere Bereiche ausgedehnt werden. Dabei sind drastische Einschnitte wie die Ausweitung der Arbeitszeit, die Kürzung des Jahresurlaubs und eine massive Absenkung der Gehälter vorgesehen.

ver.di fordert in den zurzeit laufenden Tarifverhandlungen einen Überleitungstarifvertrag für alle betroffenen Beschäftigten der Postbank AG und ihrer Töchter. So sollen die bisher bestehenden Tarifverträge in der jeweiligen Fassung weitergelten. Eine weitere ver.di-Forderung sind zehn Arbeitszeitverkürzungstage wegen der stetig zunehmenden Arbeitsbelastung; die Arbeitgeber haben eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit gefordert.

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