Ab jetzt funkt die Polizei total digital

Diese Dateien sind nix für iPod oder Raubkopierer: Hamburgs Polizei funkt ab jetzt flächendeckend digital. Mit „Michel 3“ ist heute der letzte Funkverkehrskreis der Polizeieinsatzzentrale auf Digitalfunk umgeschaltet worden.

Mit „Michel 3“ hat heute der letzte Funkverkehrskreis der Polizeieinsatzzentrale (PEZ) Hamburg auf den Digitalfunk für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) umgeschaltet. Damit funken auch die Polizistinnen und Polizisten nordöstlich der Alster (Uhlenhorst, Barmbek, Langenhorn, Bramfeld und Poppenbüttel) ab sofort digital. Der Digitalfunk ist bei der Polizei jetzt flächendeckend eingeführt, Hamburg damit bundesweites Vorbild.

Vor fast einem Jahr nahmen als erstes die Einsatzkräfte südlich der Elbe am 17. April 2011 den digitalen Funkbetrieb auf. Sie gaben aus dem Umgang mit der neuen Technik wertvolle Hinweise für die weitere Optimierung. Dieser Prozess wird seitdem kontinuierlich fortgeführt.

Neben Verbesserungen wie der Kapazitätssteigerung und der Möglichkeit flexiblerer Einsatzformen erhöht der Digitalfunk durch die Verschlüsselung zusätzlich die erforderliche Vertraulichkeit der persönlichen Daten der Bürgerinnen und Bürger.

Mit dem heutigen Schritt ist der Wechsel der Polizei Hamburg auf digitale Funktechnik im Wesentlichen abgeschlossen. Nach Abschluss der Ausrüstung der Fahrzeuge der Feuerwehr Hamburg und der Einheiten des Katastrophenschutzes der Hilfsorganisationen erfolgt dann voraussichtlich Ende dieses Jahres in Hamburg der endgültige Schritt in die digitale Funktechnik.

Insbesondere für auswärtige und nicht mit Digitalfunk ausgerüstete Kräfte werden die Einsatzzentralen von Feuerwehr und Polizei aber auch weiterhin über analogen BOS-Funk erreichbar sein.

Die Einführung des bundesweit einheitlichen digitalen Funksystems für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (Digitalfunk BOS) erfordert bundesweit noch erhebliche Abstimmungs- und Anpassungsprozesse. Hamburg wird diesen komplizierten Einführungsprozess weiter aktiv mitgestalten.

Hamburgs Innensenator Michael Neumann: „Deutschlandweit wird hier erfolgreich an einem Großprojekt im Bereich der Inneren Sicherheit gearbeitet. Mich freut insbesondere, dass damit neben der Steigerung der Leistungsfähigkeit auch die Unterstützung unserer Einsatzkräfte in Bedrohungslagen beschleunigt wird.“

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