Ab heute Streiks im Hamburger Einzelhandel

Ab dem heutigen Freitag ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ab Arbeitsbeginn die Beschäftigten in diversen Einzelhandelsketten und -filialen zum Streik auf.

Betroffen sind im Hamburger Stadtgebiet die Rewe- und Penny-Märkte im Stadtgebiet und des Rewe-Center Osdorf, Real Berliner Tor, Marktkauf Harburg, Kaufhof im Alstereinkaufszentrum, etliche ZARA-Filialen, Hermes Fulfilment, 7 Filialen von H&M sowie die H&M Logistik und die Beschäftigten von Thalia.

Hintergrund ist, dass die erste Tarifverhandlung für die rund 70.000 Beschäftigten im Hamburger Einzelhandel am 21. Mai ergebnislos abgebrochen wurde.

Arno Peukes, ver.di Verhandlungsführer: „In der ersten Verhandlungsrunde ist deutlich geworden, worum es den Hamburger Arbeitgebern wirklich geht, wenn sie von einer Modernisierung der Tarifverträge sprechen, nämlich um drastische Einkommenseinschnitte bei den Beschäftigten. Würden sich die Arbeitgeber mit ihrer Vorstellung durchsetzen, bekämen bestimmte Beschäftigtengruppen demnächst monatlich zwischen € 320 und € 1.035 weniger. Und das bei Beschäftigten, die heute schon kaum mit ihrem Einkommen auskommen.“

ver.di fordert demgegenüber für die Beschäftigten € 150 mehr im Monat, € 90 mehr für Auszubildende und eine Vorteilsregelung für ver.di Mitglieder.
„Die Kolleginnen und Kollegen im Einzelhandel leisten jeden Tag gute Arbeit“, so Peukes weiter. „Deshalb haben sie auch ein Recht auf gute Arbeitsbedingungen und faire Einkommen. Bis jetzt müssen wir aber feststellen, dass der Hamburger Handel für die Beschäftigten nicht fair ist. Hier werden wir gebraucht, damit sich etwas ändern. Unser heutiger Streik ist ein erster Schritt hierfür. Weitere können folgen.“

Die nächste Tarifverhandlung findet statt am 10. Juni.

Hinweis für die Redaktionen:
Die Streikenden treffen sich heute ab 8 Uhr im Gewerkschaftshaus. Von dort demonstrieren sie ab 12.15 Uhr zu Saturn / Kaufhof in der Mönckebergstraße. Auf der dort um ca. 12.30 Uhr beginnenden Kundgebung sprechen u.a. der Verhandlungsführer Arno Peukes und die stellv. Landesleiterin Agnes Schreieder.

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