6846 neue Plätze in Folgeunterkünften

In Hamburg wurden im vergangenen Monat 843 Flüchtlinge in das bundesweite Verteilungsverfahren aufgenommen, davon verblieben 415 Schutzsuchende in der Hansestadt. Viele davon haben mittel- und längerfristigen Unterbringungsbedarf. Die Stadt schafft daher seit Winter letzten Jahres durchschnittlich über 800 Plätze monatlich in Folgeeinrichtungen.

428 Personen wurden nach dem Königsteiner Schlüssel in andere Bundesländer verteilt. Von den 415 Hamburg zugewiesenen Personen machten 308 einen Unterbringungsbedarf geltend. Erfassungsrückstände gibt es nicht. 6.402 Schutzsuchende waren in diesem Jahr bislang auf eine öffentliche Unterkunft angewiesen.

Aktuelle Kapazitäten der Erstaufnahmen und Folgeunterkünfte
An den 37 Standorten der Erstaufnahme gab es Ende August ca. 13.800 Plätze. Außerdem standen in den Folgeunterkünften rd. 24.000 Plätze zur Verfügung; es wurden zwei neue Erstaufnahmeeinrichtungen (Schmiedekoppel und die ehem. Kaserne „Schleswig-Holstein“ in Bad Segeberg) sowie eine neue öffentlich-rechtliche Folgeunterbringung (Sieker Landstraße) eröffnet bzw. in Betrieb genommen. Darüber hinaus wurden an zwei Folgeunterkünften (August-Kirch-Straße und Grunewaldstraße) die Kapazitäten erweitert.

Seit Jahresbeginn wurden 6.846 Plätze in Folgeunterkünften geschaffen. Dies führte u. a dazu, dass die Zahl der Überresidenten, d. h. der Menschen, die einen Anspruch auf einen Platz in einer Folgeeinrichtung haben, aber aufgrund von fehlenden Plätzen noch in einer Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht sind, erstmals wieder gesunken ist. Anfang September gab es knapp 8.000 Überresidente, Ende Juni waren es noch rd. 10.000.

Anselm Sprandel: „Wir sind sehr froh über diese Entwicklung, wissen aber auch, dass wir nach wie vor weitere Plätze schaffen müssen, um unseren humanitären und gesetzlichen Verpflichtungen gegenüber den schutzsuchenden Menschen nachzukommen.“

Die Zelte am Ohlstedter Platz sind geräumt und werden in den nächsten Wochen abgebaut werden. Damit gibt es in Hamburg keine Unterbringung mehr in Zelten. Auch die Plätze in Hallen und anderen Großraumunterkünften sollen sukzessive bis Ende 2017 abgebaut werden.

Alle Informationen rund um das Thema Aufnahme, Versorgung, Gesundheitsversorgung und Integration von Flüchtlingen, sowie die Standorte zur Unterbringung finden Sie transparent auf www.hamburg.de/fluechtlinge.

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