4.000 im Warnstreik

Mit kämpferischen Worten begrüßt Sieglinde Frieß, stellvertretende Landesbezirksvorsitzende von ver.di Hamburg, am Montag, 25.2.2019, gegen 10.00 Uhr die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst am Gänsemarkt. Aus den Bezirksämtern, Behörden, Landesbetrieben, den Senatsämtern und aus Feuerwehr, Schulen und Hochschulen waren rund 4.000 Kolleginnen und Kollegen dem Warnstreik – Aufruf von ver.di Hamburg gefolgt.

Sieglinde Frieß, stellvertretende Landesbezirksvorsitzende ver.di HH, auf der Auftaktkundgebung am Gänsemarkt:

„Im letzten Jahr haben die Länder insgesamt über 20 Milliarden Euro zusätzlich eingenommen. Hamburg hatte im letzten Jahr über eine Milliarde an Mehreinnahmen, in den letzten vier Jahren insgesamt über 3 Milliarden Euro. Und da ist für euch nichts drin? Da ist nichts für euch zu holen? Das glaube ich nicht!

Wenn Hamburg wettbewerbsfähig bleiben will, dann müssen sie auch was für euch tun! Dann müssen sie euch etwas von diesem Geldsegen geben, denn ‚warme Worte‘ reichen nicht!

Her mit dem Geld, lieber Senat! Herr Dr. Tschentscher, rücken Sie die Kohle raus! Wenn es zu keinem Ergebnis kommt, dann können wir noch mehr – lieber Senat. Das ist ein Versprechen.“

Unüberhörbar ihre Forderungen skandierend, zogen die Mitarbeiter_innen im Öffentlichen Dienst durch die Hamburger Innenstadt zur Abschluss – Kundgebung am Gewerkschaftshaus Besenbinderhof.

Berthold Bose, Landesbezirksvorsitzender ver.di Hamburg:

„Wir sind aktuell in Hamburg von den Gehältern in den Kommunen und dem Bund abgehängt. Es wird Zeit, dass diese Lücke geschlossen wird und auch in Hamburg für gute Arbeit ein fairer Lohn gezahlt wird. In diesen Tarifverhandlungen muss dafür gesorgt werden, dass die Beschäftigten in der Hamburger Verwaltung eine angemessene Tarifsteigerung erhalten.“

ver.di fordert: 

–    6% Erhöhung der Tabellenentgelte der Beschäftigten, mindestens aber um 200 Euro

  • Erhöhung der Auszubildendenvergütung und Praktikantenentgelte um 100 Euro
  • Zusätzliche Erhöhung der Pflegetabelle um 300 Euro
  • Wiederinkraftsetzung der Vorschrift zur Übernahme der Auszubildenden
  • Tarifierung der Ausbildungsbedingungen von Studierenden in ausbildungs- und praxisintegrierten Studiengängen
  • Laufzeit 12 Monate

In Hamburg sind etwa 30 000 Tarifbeschäftigte betroffen. Die nächsten Tarifverhandlungsrunden finden am Donnerstag, 28. Februar 2019, und Freitag, 1.März 2019, in Potsdam statt.

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