Schule für Alle jetzt auch als Verein

Die Volksinitiative „Eine Schule für Alle“, die im Herbst mit ihrer Unterschriftensammlung beginnen will, sorgt vor allem innerhalb der SPD für Aufregung. Jetzt hat sich auch ein gemeinnütziger Verein gegründet, der die Initiative stützt.

Hier die erste Pressemitteilung des Vereins:

Am 28. Juni 2007 hat sich der Verein „Eine Schule für Alle“ e.V. als gemeinnütziger Verein konstituiert. Zur 1.Vorsitzenden wurde Karen Medrow-Struss, zur 2. Vorsitzenden wurde Elke Andresen gewählt.

Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt die Selektion im Hamburger Schulwesen zu beseitigen und einen gemeinsamen Schulbesuch aller Kinder in einer Schule anzustreben. Wir nehmen die Mahnung des Sonderbotschafters der Uno, der Unicef und der OECD ernst, dass in Deutschland das Menschenrecht auf Bildung verletzt wird, da hierzulande nicht die Leistungsfähigkeit eines Menschen sondern seine soziale Herkunft über seine Bildungschancen entscheiden.

Das gegliederte Schulwesen des 19. Jahrhunderts entspricht der Klassengesellschaft des 19. Jahrhunderts. Eine demokratische Gesellschaft, in der alle Staatsbürger gleichberechtigt sind, braucht eine moderne demokratische Schule.. Das geplante Zwei-Säulenmodell in Gymnasium und Stadtteilschule entspricht einer Spaltung der Gesellschaft, die wir nicht wollen.

Deshalb setzt sich der Verein für eine Schule für Alle ein, in der alle Kinder gemeinsam unterrichtet werden. Die Erfahrungen aus dem Ausland zeigen, dass eine solche Schule möglich ist, dass sie leistungsfähig ist und dass sie Bildungschancen gerecht verteilt.

Der Verein wird die Volksinitiative „Eine Schule für Alle“ unterstützen. Am 30. Oktober 2007 wird es zum Start der Volksinitiative eine Auftaktveranstaltung geben, die vom Verein zusammen mit den Bündnispartnern ausgerichtet wird. Aufgrund der umfangreichen Unterstützung, die wir bereits schon erfahren haben, sind wir sicher, dass wir mit unserer Initiative Erfolg haben werden.

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