250 Post-Betriebsräte kritisieren Personalpolitik

Am Dienstag, 03.06.2014, kommen 250 Betriebsratsmitglieder der Deutschen Post AG aus allen norddeutschen Bundesländern im Wilhelmsburger Bürgerhaus (Hamburg) zusammen, um einerseits neun Mitglieder aus ihrer Mitte heraus in den Gesamtbetriebsrat zu entsenden und andererseits dem Arbeitgeber Post die gelb-rote Karte wegen unsozialer Beschäftigtenpraktiken per Luftpostlogistik abzusenden.

Andrea Kocsis, stellvertretende ver.di- Bundesvorsitzende und Bundesfachbereichsleiterin Postdienste, Speditionen und Logistik wird während der Entsendeversammlung in ihrem Referat auch auf die Personalpolitik des DAX 30-Unternehmens eingehen.

Rund 13.300 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden bundesweit bei der Deutschen Post AG u.a. in der Brief- und Paketzustellung mit befristeten Arbeitsverträgen (Zeitverträgen) beschäftigt.

So auch Anja Helffenstein aus Wittenburg in Mecklenburg-Vorpommern, die in den letzten 17 Jahren mit insgesamt 88 Zeitverträgen beschäftigt wurde und nun nach einer zweiwöchigen Krankheit keine Weiterbeschäftigung erhält.

„Dies ist keine Ausnahme, sondern gängige Praxis. Die Deutsche Post AG übt massiven Druck auf befristet beschäftigte Kollegen aus, da sie um eine Weiterbeschäftigung von Mal zu Mal bangen müssen. Regelrecht erpressbar ist diese Beschäftigtengruppe, was die Post zu ihrem Vorteil bewusst ausnutzt.“, so Lars-Uwe Rieck ver.di-Landesfachbereichsleiter Postdienste, Speditionen und Logistik Nord/HH.

Die Entsendeversammlung wird für die Luftpostlogistikaktion und einer anschließenden Pressekonferenz am 03.06.2014 gegen 11:40 Uhr unterbrochen. An der Pressekonferenz nehmen Andrea Kocsis, Anja Helffenstein und Lars-Uwe Rieck teil. Interessierte Medienvertreter sind dazu herzlich im

Bürgerhaus Hamburg- Wilhelmsburg
Mengestraße 20
21107 Hamburg

ab 11:30 Uhr eingeladen.

Die Praktiken der Deutschen Post AG waren auch Thema in der Sendung „Stern TV“ am 28.05.14.

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