1962 war das Risikobewusstsein für eine extreme Sturmflut kaum vorhanden. Heute verfügen die Bewohner Hamburgs über bessere Informationen. Aber ist die Stadt für die nächste Sturmflut auch gewappnet? Wie hat sich die Gefährdung verändert durch den Klimawandel und den steigenden Meeresspiegel? Diesen Themen geht die Ausstellung „Die große Flut – Katastrophe, Herausforderung, Perspektiven“ nach, die vom 24. Februar bis 2. September 2012 im Museum für Hamburgische Geschichte präsentiert wird.
Die Besucher der umfassenden Sonderausstellung werden im Eingang vom aktuellen Pegelstand in St. Pauli samt Vorhersage des Wasserstands begrüßt. Ein erster Höhepunkt der Ausstellung ist die „Bilderflut“, eine aufwendige Videoinstallation mit collagenhaft inszenierten Aufnahmen der Flut. Nach dem eindrucksvollen historischen Rückblick zieht die Ausstellung den Bogen über den Hochwasserschutz in Hamburg vom Mittelalter bis heute zu den Perspektiven für die Zukunft. Das Raumbild der Ausstellung wird durch ein begehbares Deichmodell im Maßstab 1:1 geprägt, das die Technik des Deichbaus und des Hochwasserschutzes vermittelt. Eine Simulation am Großbildschirm ermöglicht es den Ausstellungsbesuchern, in Hamburgs Hochwassersituation selbst einzugreifen und die Macht der Sturmfluten zu begreifen.
Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen der Stiftung Historische Museen Hamburg und dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer, beauftragt von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Sie wurde konzipiert und umgesetzt vom Museumsdienst Hamburg.