15.000 fordern Ende der Atomenergie

Die Verlängerung der Laufzeiten von Atommeilern wird keine Chance haben. Das macht die Demonstration für die Stilllegung aller Atomanlagen am heutigen Samstag in Gorleben nach Ansicht von „Robin Wood“ klar.

Über 15.000 Menschen folgten dem Aufruf der örtlichen Bürgerinitiativen und zahlreicher Umweltverbände, darunter ROBIN WOOD. „Mit dieser Demonstration aus Anlass des erneuten Atommülltransportes in das Zwischenlager Gorleben hat die Anti-Atom-Bewegung eindrucksvoll
unterstrichen, dass die Atomenergie keine Zukunft hat“, sagte Dirk Seifert, Energiereferent von ROBIN WOOD in Gorleben.

„Das Desaster bei der Atommülllagerung im Salzbergwerk ASSE 2, die faktische Aufkündigung des Atomkosensvertrages und der Castortransport: All das hat viele Menschen wieder auf die Straße gebracht, um der Atomwirtschaft und den Stromkonzernen deutlich zu sagen: Atomkraft? Nein
Danke.“

„Das Gerede von sicheren Atommeilern und einer vermeintlich sicheren Atommülllagerung bleibt haltlos. Schrottreaktoren mit mehrjährigen Stillständen und Reparaturen sowie einstürzende Salzstöcke sind Alarmzeichen einer Atomtechnologie, die endgültig abgeschafft gehört. Dafür haben die über 15.000 TeilnehmerInnen heute in Gorleben bunt und phantasievoll demonstriert“, so Seifert weiter.

Während in Gorleben die Menschen gegen den Castortransport auf die Straße gegangen sind, demonstrieren in Braunschweig ca. 20 Menschen vor der Justizvollzugsanstalt, wo die Umweltaktivistin Cecile L. in Vorbeugehaft sitzt. Per Gerichtsbeschluss wurde Cecile wegen der
Vermutung, sie könnte Ordnungswidrigkeiten gegen den Castortransport planen, vorgestern inhaftiert.

„Wenn der Castor kommt, geht die Demokratie“ heißt eine Erfahrung der Bevölkerung im Wendland. Massive Einschränkungen wie flächendeckende Demonstrationsverbote sind an der Tagesordnung, wenn die Interessen der Atomwirtschaft auf dem Spiel stehen“, so Dirk Seifert.

Vor der JVA Braunschweig entrollten die DemonstrantInnen Transparent und forderten lautstark: „Freiheit für Cecile.“ ROBIN WOOD fordert alle Menschen auf, Cecile zu unterstützen und die Polizeigewahrsamsstelle anzurufen: 0531-476-3048 oder 0531-476-1212. Die Anwälte haben Beschwerde gegen die Inhaftierung beim Oberlandesgericht in Celle eingelegt.

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