1250 Personalräte treffen sich im Curio-Haus

Das hat Hamburg so noch nicht erlebt: Am kommenden Mittwoch treffen sich die Personalräte von rund 400 Hamburger Schulen auf Einladung von GEW und ver.di zu einer gemeinsamen Konferenz im Curio-Haus. Kämpferisch und kritisch soll es dabei zugehen.

Eine „kämpferische Aufbruchsstimmung“ erwartet die GEW Hamburg bei der ersten gemeinsamen Konferenz der schulischen Personalräte am kommenden Mittwoch (am 20. Juni ab 16 Uhr im Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15). Zu der Versammlung hat die GEW gemeinsam mit ver.di die rund 1250 Personalratsmitglieder an Hamburger Schulen – SekretärInnen, HausmeisterInnen, SozialpädagogInnen, ErzieherInnen und Lehrkräfte – eingeladen, die sich in den mehr als 400 Personalräten engagieren. Auf der Tagesordnung stehen vor allem Arbeitszeit und –belastung als Topthema der Personalratsarbeit. Gegen 18 Uhr werden die Personalräte in einer Demonstration über den Universitäts-Campus zur Moorweide ziehen, um dort mit einer Kundgebung auf den Zusammenhang von Arbeitsbedingungen und Bildungsqualität aufmerksam zu machen.

Klaus Bullan, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft / GEW Hamburg: „Die Arbeitszeit und die Belastungen an den Schulen sind das Thema Nummer eins für die Personalräte. Ganz gleich, ob Hausmeister, Sekretärin, Lehrerin oder Personalrat – den Kolleginnen sowohl im pädagogischen als auch im nichtpädagogischen Bereich brennt auf den Nägeln, wie sie trotz stetig anwachsender Mehrbelastung gute Arbeit, gute Schule gewährleisten sollen. Die Behörde häuft immer mehr Aufgaben auf die Schulen ohne für die entsprechenden Mittel zu sorgen. Die Beschäftigten vor Ort sollen es dann irgendwie richten. So geht das nicht!“

Am Mittwoch werde deshalb ein erstes Resümee aus den vergangenen Monaten gezogen. „Wir wollen uns auf eine gemeinsame Strategie darüber verständigen, wie eine Verminderung der Arbeitslast erreichbar ist,“ so Bullan. Dabei würden weder juristische, noch politische Mittel ausgeschlossen. „Am wichtigsten ist es, den Widerstand der Kolleginnen und Kollegen an den Schulen zu unterstützen.“

Zum Hintergrund:

Im Herbst 2006 änderte die Stadt Hamburg das Personalvertretungsgesetz, jetzt gibt es an jeder Schule einen eigenen Personalrat: „Wir haben es geschafft, dass an nahezu jeder der mehr als 400 staatlichen Schulen in Hamburg Personalräte gewählt wurden,“ so Klaus Bullan.

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