„Wohnen in Hamburg macht arm“

Der PARITÄTISCHE Hamburg fordert angesichts der gestiegenen Mieten den Ausbau des sozialen Wohnungsbaus. Für Menschen mit geringem Einkommen stehe nicht genügend Wohnraum zur Verfügung, kritisiert der Wohlfahrtsverband.

„Wohnen in Hamburg macht arm“, sagt Joachim Speicher, Geschäftsführer des PARITÄTISCHEN Hamburg, „gerade für Menschen mit geringem Einkommen und Unterstützungsbedarf wird es immer schwieriger, bezahlbaren Wohnraum zu finden.“

Während es 1990 noch rund 265.000 Sozialwohnungen mit einer Mietpreisbindung gab, existieren heute nur noch rund 116.500 Sozialwohnungen. Die Situation werde sich noch weiter verschärfen, so der PARITÄTISCHE, da jedes Jahr Tausende Wohnungen aus der Preisbindung fallen. Danach sind die Wohnungsgesellschaften berechtigt, die Miete innerhalb von drei Jahren um bis zu 20 Prozent zu erhöhen.

„Der soziale Wohnungsbau wurde zwar von 650 auf 1.000 Wohnungen aufgestockt, aber das ist viel zu wenig“, kritisiert Speicher, „immer mehr Menschen werden aus ihrem Stadtteil verdrängt, weil sie sich die Miete nicht mehr leisten können.“ Es sei Aufgabe der Stadt Hamburg, einkommensschwache und benachteiligte Menschen aktiv zu unterstützen und für ein entsprechendes Angebot zu sorgen. Dementsprechend müsse das preisgünstige Mietwohnungsangebot auf mindestens 250.000 Wohnungen ausgebaut werden.

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