WM: Fanfest doch auf dem Heiligengeistfeld

Nachdem der Veranstalter sein Angebot nachgebessert und weitere Sponsoren gefunden hat, kann zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 nun doch auf dem Heiligengeistfeld ein Fanfest samt Public Viewing stattfinden. Die Parteien begrüßten die Entscheidung einhellig.

Horst Becker, sportpolitischer Sprecher der GAL-Fraktion, sagt: „Ich freue mich sehr über die Nachricht, dass nun doch ein Fanfest auf dem Heiligengeistfeld steigen kann. Bei der WM 2006 und bei der EM 2008 haben die Fans dort ausgelassen und friedlich die Spiele verfolgt und gefeiert. Nun können wir uns auf ein hoffentlich ebenso friedliches und fröhliches Fußballfest im kommenden Sommer in der City freuen. So bringt Fußball noch mehr Spaß. Wir würden es auch begrüßen, wenn sich das Sponsoring für die Veranstaltung auf einer noch breiteren Basis organisieren ließe.“

Dr. Joachim Bischoff, sportpolitischer Sprecher der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE: „Ich begrüße es sehr, dass die Fans nicht aus der Innenstadt zu verdrängt werden, sondern ihnen auch weiterhin das Heiligengeistfeld für das Public Viewing zur Verfügung steht. Für mich ist klar: Der Fußballsommer, die Fußballweltmeisterschaft 2010 gehört auf das Heiligengeistfeld! Ob der schwarz-grüne Senat wirklich in der Lage sein wird die Kosten noch zu senken, ist zu bezweifeln. Bislang hat sich der Senat bei fast allen Projekten durch dramatische Kostensteigerungen ausgezeichnet.“

Bischoff weiter: „In den letzten Jahren wurde die Großbild-Übertragung auf dem Heiligengeistfeld von teilweise bis zu 60.000 Fußballfans besucht, zur WM 2006 und zur EM 2008 sollen auf diesen Veranstaltungen rund zwei Millionen begeisterte Menschen mit den Teams mitgefiebert haben. Begründet wurde die Ver¬legung von der Behörde mit zu hohen Kosten und angeblichen Sicherheitsproblemen. Tatsächlich waren der Stadt anlässlich der EM-Übertragungen 2008 rund 1,3 Mio. Euro Kosten entstanden. Laut Presseberichten konnte das Geld allerdings weitgehend durch Sponsorenzuwendungen und Stand¬mieten eingespielt werden.

Eine Million Euro gab der Senat im vergangenen Jahr für die gescheiterte Bewerbung um die Schwimm-Weltmeisterschaft 2013 aus, für die ebenfalls negativ ausgegangene Bewerbung um die StudentenInnen-Universiade 2015 mussten sogar 2,25 Mio. Euro berappt werden. Zwei Ereignisse, bei denen das öffentliche Interesse und vor allem die Zahl der ZuschauerInnen überschaubar geblie¬ben wären.“

Für die SPD begrüßte Fraktionschef Neumann die Entscheidung.

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