Wird jetzt die Kultur versenkt?

Die Uni hat sie beinahe versenkt – droht jetzt Hamburgs Kultur der Untergang, wenn Herlind Gundelach tatsächlich Kultursenatorin wird? Die LINKE befürchtet Schlimmes.

Sollten sich die medialen Gerüchte über Herlind Gundelach als künftige Kultursenatorin bewahrheiten, muss sich Hamburgs Kulturlandschaft auf eine turbulente und ungewisse Zukunft vorbereiten.

„Gundelach war schon in der Wissenschaftsbehörde überfordert. Wie soll sie die vielfältigen Aufgaben in der Hamburger Kulturlandschaft bewältigen? Sie hat sich als Spezialistin für das Aussitzen von Entscheidungen und als völlig beratungsresistent erwiesen. Das kann für die Hamburger Kultur nichts Gutes bringen. Deshalb warm anziehen, Kulturschaffende der Stadt! Es könnten stürmische Zeiten kommen“, so Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher der Linksfraktion.

In den Medien geistern momentan zwei Szenarien über die Zukunft des Kulturressorts herum. Eines Besorgnis erregender als das andere. Entweder Herlind Gundelach wird neue Kultursenatorin, oder Kultur und Wissenschaft werden in einer Behörde zusammengelegt. Der letztere Fall würde der Stadt Hamburg, die sich bundesweit und international mit Nachdruck als Kulturmetropole positioniert, endgültig bescheinigen, dass Kultur hier bestenfalls die zweite Geige spielt – unabhängig davon, wer dann Senator dieser Doppel-Behörde sein würde.

Herlind Gundelach, die sich als Wissenschaftssenatorin keinen guten Namen gemacht hat, würde als Kultursenatorin einen Bereich übernehmen, der sich in einer schwierigen Situation befindet: Der geringe Hamburger Kulturhaushalt wird nicht ohne Sparmaßnahmen und fortgeschriebene Deckelungen von Fördermitteln auskommen. Der Unmut der Hamburger Kulturinstitutionen und Kulturschaffenden über Hamburgs Kulturpolitik ist unüberhörbar. Das Bild von der Kulturstadt Hamburg wackelt.

„Herlind Gundelach in diese stürmische See zu schicken, würde ihr und erst recht der Hamburger Kultur keinen Gefallen tun. Was Hamburgs Kultur jetzt braucht ist eine Senatorin oder ein Senator mit einem Gespür für die Kultur und Kulturschaffenden in dieser Stadt, mit Know-How, Glaubwürdigkeit, Visionen und Mut zu verantwortungsvollen Entscheidungen“, schließt Hackbusch.

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