Wie menschlich ist Hamburg?

NGOs wie Amnesty International zeigen jedes Jahr, dass in allen Staaten Menschenrechte verletzt werden — auch in Deutschland. Folter, Verfolgung von Minderheiten oder willkürliche Verhaftungen finden statt, obwohl alle Staaten die Menschenrechte prinzipiell anerkennen.

Aber nur wenige Staaten und Regionen unterwerfen sich einer wirkungsvollen Kontrolle, die bei Menschenrechtsverletzungen greift. Für alle anderen Staaten sind die Menschenrechte trotz offizieller Anerkennung rechtlich kaum bindend.

Als „Tor zur Welt“ und als Stadt, die sich als Mittlerin zwischen den Völkern der Welt im Geiste des Friedens versteht, spielt die Hansestadt Hamburg in der Frage der Menschenrechte eine besondere Rolle. Besonders mit Blick auf ihre Partnerstädte steht Hamburg in der Verantwortung, die Einhaltung der Menschenrechte kritisch zu begleiten und zu hinterfragen.

Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stehen die Fragen, ob Menschenrechte universell, also für alle Menschen auf der Welt, gültig sind, oder ob es sich nur um eine Erfindung des „Westens“ handelt, deren Schutz als Vorwand für militärisches Vorgehen in anderen Ländern dient? Zum anderen soll die aktuelle Menschenrechtssituation beleuchtet und die
Einflussmöglichkeiten der Hansestadt Hamburg diskutiert werden.

Teilnehmer/innen:

– Tom Koenigs, MdB, Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe im Deutschen Bundestag, Bündnis 90/ Die GRÜNEN,

– Manuel Sarrazin, MdB, Europapolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die GRÜNEN,

– Martina Bäurle, Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte,

– sowie eine Referentin von Peace Brigades International

Donnerstag, 23. September um 19 Uhr im Kulturhaus III&70 (Schulterblatt 73)

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