Warnstreik für faire Gehälter bei Axel-Springer-Tochter „Computer Bild“

„Faire Tarife – nicht nur für unsere Smartphones“ – dies ist das Motto des heutigen Warnstreiks bei der Computer Bild Digital GmbH in der Hamburger Hafencity. Die Beschäftigten der bekannten Zeitschrift aus dem Springer-Konzern fordern einen Haustarifvertrag und wollen so bezahlt werden wie ihre Kollegen in den tarifgebundenen Verlagen. Die Verhandlungen werden vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV) und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) geführt.

Der Warnstreik bei Computer Bild ist der erste Streik bei den mittlerweile zahlreichen tariflosen Tochterunternehmen von Axel Springer. Nach drei Verhandlungsrunden war kein wesentliches Entgegenkommen seitens des Konzerns erkennbar geworden.

„Es wird Zeit, dass die Springer-Verantwortlichen ihre Mitarbeiter ernst nehmen“, sagte ver.di Fachbereichsleiter Martin Dieckmann. „Über ein Angebot, das bis zu 40 Prozent unter den Flächentarifen liegt, kann man nicht ernsthaft verhandeln“, führte Dieckman fort und wies damit das bislang unterbreitete Gehaltsangebot der Konzernleitung zurück.

„Springer meldet Jahr für Jahr neue Gewinnsteigerungen. Der Konzertüberschuss allein in 2017 beträgt ca. 378 Millionen Euro. Wer wirtschaftlich so erfolgreich und so ertragsstark ist, kann seinen Mitarbeitern nicht erklären, warum er ihnen eine angemessene Bezahlung verweigert“, sagte DJV-Landesgeschäftsführer Stefan Endter.

Die Beschäftigten forderten Axel Springer auf, zeitnah ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. „Wir wollen eine Lösung am Verhandlungstisch, aber dazu braucht es auf der Springer-Seite die Bereitschaft, für angemessene Rahmenbedingungen zu sorgen“, betonten die Verhandlungsführer Endter und Dieckmann.

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