Warnstreik am Hamburger Flughafen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten des Sicherheitspersonals am Hamburger Flughafen zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Er beginnt in der Nacht von Montag (14. Januar) auf Dienstag um Mitternacht. Es ist mit starken Einschränkungen im Luftverkehr zu rechnen.

„Uns liegt immer noch kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeberseite vor. Also müssen wir den Druck erhöhen, damit endlich etwas passiert“, so Verhandlungsführer Peter Bremme von ver.di Hamburg.

Ver.di fordert eine Erhöhung des Stundenlohns im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle auf 20 Euro brutto. Das betrifft in Hamburg rund 1.000 Beschäftigte. Bundesweit sind es etwa 16.000. Der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) hatte aber in der letzten Verhandlungsrunde Mitte Dezember 2018 das Angebot für eine Entgelterhöhung lediglich von 1,8 auf 2,0 Prozent pro Jahr bei einer zweijährigen Vertragslaufzeit erhöht. Das würde nur rund 40 Cent mehr bedeuten.

Bremme: „Sicherheit beim Fliegen ist allen Menschen wichtig. Wer dafür sorgt, sollte für diese verantwortungsvolle und schwierige Arbeit auch fair bezahlt werden.“ Gerade vor dem Hintergrund immer weiter steigender Passagierzahlen am Hamburger Flughafen und den Ausbauplänen sei eine deutliche Erhöhung des Stundenlohns mehr als verdient, so Bremme weiter.

Neben Hamburg finden Warnstreiks auch an den Flughäfen in Bremen, Frankfurt a.M, Hannover, Erfurt, Leipzig, Halle, Dresden und München statt. Zuvor waren bereits auf den Flughäfen in Berlin-Tegel, Schönefeld, Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart gestreikt worden.

Die Tarifverhandlungen werden am 23. Januar 2019 in Berlin fortgesetzt. ;\lsdprior

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