Waldowsky: „Peiner bleibt Schlüsselfigur“

Auch Andreas Waldowsky (GAL) sieht den Ex-Senator in der Verantwortung: „Peiner bleibt eine Schlüsselfigur im HSH-Skandal!“

Am Freitagabend hat der Parlamentarische Untersuchungssausschuss (PUA) zur HSH Nordbank getagt. Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende und Ex-Finanzsenator Dr. Wolfgang Peiner sagte rund fünf Stunden lang als Zeuge vor dem Gremium aus. Andreas Waldowsky, Obmann der GAL-Bürgerschaftsfraktion im PUA, erklärte dazu:

„Peiner hielt strikt an seiner Darstellung aus der ersten Zeugenvernehmung vor fünf Wochen fest: Der von ihm geführte Aufsichtsrat habe stets alles im Griff gehabt, Probleme seien von seinem Gremium schnell erkannt und energisch angegangen worden, und einzig die Lehman-Pleite habe zum Beinahekonkurs der HSH Nordbank geführt.

Von dieser Version ließ Peiner sich weder durch konkrete Widersprüche aus den Akten noch durch kritische Fragen der Abgeordneten abbringen. Er ignorierte zudem die massive Kritik der Wirtschaftsprüfer von KPMG in ihrem Sondergutachten. Peiner hat offenbar nicht begriffen, dass die von ihm kontrollierten Bankmanager häufig überfordert waren, dass sie unverantwortlich riskante Geschäfte tätigten und dass die interne Organisation oftmals chaotisch war.

Peiner wollte klarstellen, dass der Aufsichtsrat keine Verantwortung für die milliardenschweren Verlustgeschäfte der vergangenen Jahre trägt. Aber auch nach dieser Sitzung bleibt er für mich eine Schlüsselfigur im HSH-Skandal.“

Ein Gedanke zu „Waldowsky: „Peiner bleibt Schlüsselfigur““

  1. Etwas ungewöhnlich war am Freitag Abend die Tatsache das der Aufsichtsratsvorsitzende den größten Einzel Hedgefonds mit einem Milliardenverlust nicht kannte, schier endlose Monologe und Gedächtnisverluste zu von Beust Gesprächen sollte man von einem ehemaligen CDU Finanzsenator gerade zu erwarten!
    Das die HSH Verluste nicht von Bürgerschaftsabgeordneten verfolgt werden sollten wird bei den Fragen der PUA Mitglieder immer klarer. Keine Struktur, wildes durcheinander der Fragestellungen und ein gewiefter und leicht amüsierter Wirtschaftsprüfer der eine schier endlose Litanei über gewöhnliche Geschäftsvorgänge rezitiert werden kaum zur Klärung der HSH Verluste beitragen. Primo Alstria, Beiersdorf, Affi, Hapag Lloyd oder HGV Geschäfte mit der HSH, Millionen-Kredite an Aufsichtsräte, HSH Real Estate Deals mit Stuhlmann, Warburg, Conradi (Freshfields)Beteiligung/Begünstigung, ECE Kredite und Fonds, Warburg und Donner (Signal Iduna) wurden nicht mal Nebensächlich angesprochen, gerade diese würden die Schlüsselfigur Peiner ins rechte Licht rücken.

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