Psychiatrie: Beschäftigte am Limit, Versorgung unzureichend

Die Ergebnisse sind alarmierend. Mehr als 2.300 Beschäftigte aus 168 psychiatrischen Krankenhäusern in Deutschland haben sich an einem „Versorgungsbarometer Psychiatrie“ der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) beteiligt. Ihre Antworten zeigen überdeutlich: Aufgrund der mangelnden Personalausstattung können viele Aufgaben nur noch zum Teil oder gar nicht mehr erfüllt werden. Mehr als drei Viertel der befragten Beschäftigten können sich zudem nicht vorstellen bei der derzeitigen Personalsituation bis zur Rente in der Psychiatrie zu arbeiten. Das ist auch in Hamburg so.

Mit einem bundesweiten Aktionstag am 10. September macht ver.di auf die prekäre Personalsituation in diesem Bereich aufmerksam. Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) stellen Beschäftigte ihren Kolleg*innen die Ergebnisse des Versorgungsbarometers vor. Beginn ist am 

Dienstag, 10. September
um 14 Uhr
vor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
UKE Hamburg
Martinistraße 52/20251 Hamburg

„Die aktuelle personelle Unterausstattung bringt die Beschäftigten ans Limit. Das hat Konsequenzen für die Patientenversorgung. Viele Aufgaben können nur noch zum Teil oder gar nicht mehr erfüllt werden. Wir brauchen ein wirklich bedarfsgerechtes System der Personalbemessung in den Psychiatrien“, so Dr. Arnold Rekittke von ver.di Hamburg.

Hintergrund: Am 19. September soll im Gemeinsamen Bundesausschuss die Richtlinie zur Personalausstattung in den Psychiatrischen und Psychosomatischen Krankenhäusern (PPP-RL) beschlossen werden.

Rekittke: „Die Pläne für neue Personalmindeststandards gehen in die falsche Richtung. Wir fordern eine am Bedarf der Patient*innen orientierte Personal- bemessung.“

Die Ergebnisse des Versorgungsbarometers: https://psychiatrie.verdi.de

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