Uni: Lenzen nimmt seine Wahl an

Jetzt ist es amtlich: Dieter Lenzen (61) hat die Wahl zum neuen Universitäts-Präsidenten angenommen. „Etliche Studenten fürchten nun einen «neoliberalen Kahlschlag» an der Uni“, berichtet die Deutsche Presse Agentur. Gleichwohl gratulierten ihm SPD und GAL zu seiner Wahl.

Die SPD-Fachsprecherin für Hochschulpolitik, Dorothee Stapelfeldt, hat dem neu gewählten Präsidenten der Universität Hamburg, Professor Dr. Dieter Lenzen, „im Interesse der Universität, ihrer Studierenden und Lehrenden sowie der Wissenschaftsmetropole Hamburg eine gute Hand und Erfolg bei seiner Arbeit“ gewünscht.

„Professor Lenzen weiß, dass er ein schweres Erbe antritt“, sagte Stapelfeldt. Die SPD-Bürgerschaftsfraktion werde ihn – wo möglich – konstruktiv unterstützen, betonte die Abgeordnete, zumal es in der Hochschulpolitik gemeinsame Positionen gebe. Stapelfeldt nannte beispielsweise Lenzens ablehnende Haltung Studiengebühren gegenüber.

Wichtig für die Universität ist insbesondere die Frage, ob der Senat an seinen Plänen zu einer Verlagerung auf den Kleinen Grasbrook festhält. „Hier gilt es, zügig eine Entscheidung zu treffen. Die Position der SPD ist klar: Wir lehnen einen Umzug der Universität in den Hafen ab und fordern Modernisierung und Neubauten am jetzigen Standort“, sagte Stapelfeldt. „Wir hoffen in dieser Frage auf eine Übereinstimmung mit dem neuen Präsidenten.“

Dr. Eva Gümbel, wissenschaftspolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion, wünscht Lenzen viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe: „Prof. Dr. Dieter Lenzen ist ein Mensch, der die Universität Hamburg nach vorne bringen kann. Ich gratuliere ihm zu seiner Entscheidung für Hamburg und wünsche ihm, dass er mit seinem Talent zur Kommunikation die aufgerissenen Gräben an der Uni überwindet und alle Beteiligten auf dem Weg zu einer modernen, gestärkten und geeinten Uni mitnimmt.

Ich bin zuversichtlich, dass es ihm gelingen wird, eine Kultur des Führens zu etablieren, die auf Transparenz und Teilhabe fußt – denn auch die Studierenden haben eine wichtige Rolle beim Neuanfang an der Hamburger Uni. In Berlin hat Dieter Lenzen insbesondere den Bereich der Geisteswissenschaften gefördert und hier Exzellenzcluster etabliert. Ich wünsche mir sehr, dass ihm ähnliches auch in Hamburg gelingt.“

Was der bisherige Chef der Freien Universität Berlin (FU) in Gesprächen mit Wissenschaftssenatorin Herlind Gundelach (CDU) konkret ausgehandelt hat, ist noch nicht bekannt. Nachdem der Hochschulrat und der Akademische Senat bereits am 20. November für Lenzen votiert hatten, hatte dieser sich jedoch Bedenkzeit erbeten. Jetzt sind die Bedenken offenbar ausgeräumt.

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