Umweltbildung am Höltigbaum gerettet

Die Umweltbildung im Haus der Wilden Weiden im Naturschutzgebiet Höltigbaum in Rahlstedt kann im bisherigen Umfang mit zwei vor Ort tätigen Umweltpädagogen (zwei halbe Stellen) fortgeführt werden. Das teilte der Senat dem Rahlstedter SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Ole Thorben Buschhüter auf eine Kleine Anfrage mit.

Die Verträge seien ausgehandelt und unterschriftsreif. „Die monatelange Hängepartie nach dem Auslaufen der auf zwei Jahre befristeten Projektfinanzierung Ende August hat damit doch noch ein erfreuliches Ende gefunden. Ein Aus für die Umweltbildung vor Ort wäre ein schwerer Schlag für den Naturschutz gewesen“, sagt Buschhüter, der den Senat wiederholt nach der Zukunft der Umweltbildung im Naturschutzgebiet Höltigbaum befragt hatte.

Wie der Senat weiter mitteilt, betragen die Gesamtkosten 45.000 Euro und werden im Rahmen von Vereinbarungen mit dem Verein Weidelandschaften e.V. und der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein von Hamburg getragen.

Allerdings sollen die Mittel teilweise im Rahmen eines Projekts aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums
(ELER) von der Europäischen Union kofinanziert werden.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unklar sei, so der Senat, wie sich die Personalreduzierung auf dem benachbarten Landschaftspflegehof auswirkt. Der
Stellenanteil der dort tätigen wissenschaftlichen Kraft war zum 1. August 2009 aus stiftungsinternen Gründen um etwa die Hälfte reduziert worden. Das
Personal dort ist unter anderem tätig bei der Gebiets- und Tierbetreuung, naturschutzfachlichen Maßnahmen, der Betreuung des Hauses der Wilden Weiden, der Umweltbildung, der Betreuung des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ). Diese Aufgaben sollen auch künftig wahrgenommen werden.

Im September 2008 wurde im Hamburger Teil des Naturschutzgebiets Höltigbaum das 850.000 Euro teure Naturschutz-Informationshaus „Haus der Wilden Weiden“ von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein eröffnet. Umweltsenatorin Hajduk hatte damals erklärt, dass Umweltbildung gerade am Rande einer Großstadt eine ganz wichtige Sache sei. Auf 200 Quadratmetern werden dort das Naturschutzgebiet und seine Besonderheiten vorgestellt.

Vor allem aber ist es Stützpunkt für das bereits ein Jahr zuvor begonnene Umweltbildungsangebot für Kindertagesstätten, Schulen, Familien und
Erwachsenengruppen, das weit überwiegend von Hamburger Gruppen und Familien genutzt wird. So haben bislang jährlich 61 Kindertagesstätten das Angebot genutzt, davon kam aber nur eine aus Schleswig-Holstein. Ähnlich bei den Schulen: 90 kamen aus Hamburg, nur 20 aus dem Nachbarland. Bei den übrigen Nutzergruppen beträgt der Hamburger Anteil ca. 2/3. Trotzdem tat sich Hamburg zunächst schwer, nach dem Auslaufen der Finanzierung Ende August die Finanzierung der Umweltbildung zu übernehmen.

Die Öffnungszeiten des Hauses der Wilden Weiden sind zukünftig wie folgt vorgesehen: Ganzjährig an sechs Tagen in der Woche, dienstags bis freitags
von 14:00 bis 17:00 Uhr, sonnabends und sonntags sowie feiertags von 11:00 bis 17:00 Uhr.

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