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	<title>hh-heute :: nachrichtenblog für hamburg &#187; Hamburg</title>
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	<description>Aktuelle Informationen für Hamburg aus Politik, Kultur, Gewerkschaften, Vereinen und Verbänden. Links - dort wo das Herz schlägt</description>
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		<title>Carstensen auf den Spuren von Albig und Scholz</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 12:59:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G Beling</dc:creator>
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Gerade erst haben B&#252;rgermeister Olaf Scholz und Torsten Albig, SPD-Kandidat f&#252;r das Amt des Ministerpr&#228;sienten in Schleswig-Holstein, ihren Willen zu einer besseren Zusammenarbeit im Norden bekundet. Schon vor einem halben Jahr machten sie sich gemeinsam f&#252;r den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals sowie eine moderne Verkehrsinfrastruktur stark. Jetzt kommt auf den letzten Dr&#252;cker auch noch der scheidende [...]]]></description>
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<p>Gerade erst haben B&#252;rgermeister Olaf Scholz und Torsten Albig, SPD-Kandidat f&#252;r das Amt des Ministerpr&#228;sienten in Schleswig-Holstein, ihren Willen zu einer besseren Zusammenarbeit im Norden bekundet. Schon vor einem halben Jahr machten sie sich gemeinsam f&#252;r den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals sowie eine moderne Verkehrsinfrastruktur stark. Jetzt kommt auf den letzten Dr&#252;cker auch noch der scheidende Amtsinhaber aus Kiel und macht Hamburg Komplimente:<span id="more-22630"></span></p>
<p>Beim traditionellen Schifffahrtsessen des Nautischen Vereins zu Hamburg hat Ministerpr&#228;sident Peter Harry Carstensen (CDU) auf die Bedeutung eines verbesserten Miteinanders von Hamburg und Schleswig-Holstein hingewiesen. &#8220;Wir brauchen einander! Wir alle hier im Norden &#8211; ob Hamburger oder Schleswig-Holsteiner &#8211; leben vom und mit dem Wasser.&#8221; Der Hamburger Hafen sei nicht nur f&#252;r die Hansest&#228;dter &#8220;das Tor zur Welt&#8221;. Er ist auch f&#252;r die Wirtschaft in Schleswig-Holstein ein wichtiges &#8220;Exportfenster&#8221;. Der Nord-Ostsee-Kanal und die Infrastruktur in Schleswig-Holstein spielen dabei eine wichtige Rolle. &#8220;Denn f&#252;r Hamburg sind das die Verbindungen nach Skandinavien und in den Ostseeraum.&#8221;</p>
<p>Der Hamburger Hafen ist der gr&#246;&#223;te Arbeitgeber f&#252;r Schleswig-Holstein. F&#252;r die Schleswig-Holsteinische Landesregierung sei es deshalb ein zentrales Anliegen, die Wettbewerbsf&#228;higkeit des Hamburger Hafens zu erhalten. So wurde im Januar im Landtag der Elbvertiefung zugestimmt. Die Verkehrsprognosen erwarten bis 2025 den dreifachen Hafenumschlag. Damit dieser auch zuk&#252;nftig reibungslos abgewickelt werden kann, muss auch in Schleswig-Holstein die Verkehrsinfrastruktur stimmen. &#8220;Daf&#252;r brauchen wir den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals und die feste Fehmarnbelt-Querung&#8221;, sagte der Ministerpr&#228;sident. </p>
<p>Zum anhaltenden Streit um die Windenergiemesse war der Pressemitteilung des Ministerpr&#228;sienten nichts zu entnehmen.</p>
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		<title>Neue Chancen: B&#246;senberg leitet Inklusionsb&#252;ro</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 15:06:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G Beling</dc:creator>
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Thomas B&#246;senberg, Ex-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer von team.arbeit.hamburg, hat einen neuen Job: Er leitet das neue Hamburger Inklusionsb&#252;ro. „Hamburg setzt ein deutliches Zeichen zur Umsetzung der UN Konvention &#252;ber die Rechte behinderter Menschen“, so Ingrid K&#246;rner, Senatskoordinatorin f&#252;r die Gleichstellung behinderter Menschen. 
 Mit der Ratifizierung durch Bundestag und Bundesrat ist in Deutschland die UN-Konvention &#252;ber die Rechte [...]]]></description>
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<p>Thomas B&#246;senberg, Ex-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer von team.arbeit.hamburg, hat einen neuen Job: Er leitet das neue Hamburger Inklusionsb&#252;ro. „Hamburg setzt ein deutliches Zeichen zur Umsetzung der UN Konvention &#252;ber die Rechte behinderter Menschen“, so Ingrid K&#246;rner, Senatskoordinatorin f&#252;r die Gleichstellung behinderter Menschen.<span id="more-22519"></span></p>
<p> Mit der Ratifizierung durch Bundestag und Bundesrat ist in Deutschland die UN-Konvention &#252;ber die Rechte behinderter Menschen Teil des nationalen Rechts in allen Lebensbereichen geworden. Auch der Stadtstaat Hamburg muss in den kommenden Jahren engagiert an der Umsetzung der Konvention arbeiten. „Senat und B&#252;rgerschaft haben sich zur Umsetzung verpflichtet und bereits entsprechende Beschl&#252;sse gefasst“, so K&#246;rner. </p>
<p>So nutzen seit &#196;nderung des Schulgesetzes zum Schuljahr 2010 viele Eltern von Kindern mit sonderp&#228;dagogischem F&#246;rderbedarf ihr neues Wahlrecht und melden ihre Kinder nicht mehr an Sonderschulen, sondern an allgemeinen Schulen an. In einem ersten Schritt hatte der Scholz-Senat zum Schuljahr 2011/12 bereits &#252;ber 120 zus&#228;tzliche Stellen f&#252;r Erzieher und Sozialp&#228;dagogen bereitgestellt, um die F&#246;rderung zu verbessern.</p>
<p>„Inklusion ist aber noch nicht im Alltag bei allen Menschen in unserer Stadt angekommen. Erst eigene Erfahrungen und praktische Bespiele &#252;ber Wohnen in der Nachbarschaft, gemeinsames Erleben von Menschen mit und ohne Behinderung bei Sport, Kultur und am Arbeitsplatz f&#252;hren zu wirklicher Akzeptanz“, unterstreicht die Senatskoordinatorin. „Die Umsetzung der UN Konvention ist eine Riesenaufgabe!“ Dazu soll das neue Hamburger Inklusionsb&#252;ro einen Beitrag leisten. Es wird Projekte und Initiativen zur Inklusion in Hamburg ansto&#223;en, Bewusstseinsbildung in der Zivilgesellschaft f&#246;rdern und L&#246;sungsbeispiele bekannt machen. Die vielf&#228;ltigen Aktivit&#228;ten in Hamburg sollen noch st&#228;rker vernetzt werden. Organisatorisch ist das B&#252;ro als Projekt f&#252;r drei Jahre beim Stab der Senatskoordinatorin angesiedelt.</p>
<p>Sozialsenator Detlef Scheele unterst&#252;tzt ausdr&#252;cklich die Initiative der Senatskoordinatorin. „Das Hamburger Inklusionsb&#252;ro wird ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und des Hamburger Aktionsplans sein“, betont er.</p>
<p>Ingrid K&#246;rner: „Bewusstseinsbildung im Sinne der UN-BRK ist das zentrale Thema des Hamburger Inklusionsb&#252;ros. Ich freue mich, dass wir mit Thomas B&#246;senberg als neuen Leiter des Inklusionsb&#252;ros einen Experten gewinnen konnten, der sich in den letzten Jahren stark f&#252;r Menschen mit Behinderungen in Hamburg eingesetzt hat.“</p>
<p>Thomas B&#246;senberg erkl&#228;rte zu seiner Berufung: „Die UN-Konvention &#252;ber die Rechte behinderter Menschen hat einen Perspektivwechsel hin zur umfassenden und uneingeschr&#228;nkten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben jedes Einzelnen eingeleitet. Zur Umsetzung in Hamburg werde ich gern einen Beitrag leisten.“</p>
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		<title>Milder Winter, aber steigende Arbeitslosigkeit</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 12:09:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G Beling</dc:creator>
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Die Arbeitslosenquote in Hamburg ist innerhalb eines Monats und trotz eines milden Winters von 7,3 Prozent auf 7,8 Prozent gestiegen &#8211; fast 73.000 Menschen sind hier im Januar 2012 ohne Arbeit. Und unter den Besch&#228;ftigten gibt es immer mehr mit Minijobs, Zeitarbeitsvertr&#228;gen und Niedrigl&#246;hnen. 
Wie schon in den Vormonaten bleibt es bei einer alarmierenden Tendenz: [...]]]></description>
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<p>Die Arbeitslosenquote in Hamburg ist innerhalb eines Monats und trotz eines milden Winters von 7,3 Prozent auf 7,8 Prozent gestiegen &#8211; fast 73.000 Menschen sind hier im Januar 2012 ohne Arbeit. Und unter den Besch&#228;ftigten gibt es immer mehr mit Minijobs, Zeitarbeitsvertr&#228;gen und Niedrigl&#246;hnen.<span id="more-22486"></span></p>
<p>Wie schon in den Vormonaten bleibt es bei einer alarmierenden Tendenz: Die drastischen Sparma&#223;nahmen im Bund bewirken, dass im Januar die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegen&#252;ber dem Vorjahresmonat um rund zehn Prozent gestiegen sind. „Der stetige Anstieg zeigt, wie dringend hier gegengesteuert werden muss“, so Hamburgs DGB-Vorsitzender Uwe Grund, „auch bei den arbeitslosen Menschen mit Behinderung brauchen wir rasch Ma&#223;nahmen, die die Negativ-Entwicklung stoppen.“</p>
<p>In Hinblick auf die sich ausweitende Zahl der arbeitslosen &#228;lteren Menschen sagt der DGB-Vorsitzende: „Hier zeigt sich doch eindeutig, wie unsinnig die Einf&#252;hrung der Rente mit 67 ist. Wer diese bef&#252;rwortet sollte erst einmal sehen, die &#252;ber 55-J&#228;hrigen in Arbeit zu bringen.“ In diesem Bereich ist gegen&#252;ber dem Vormonat ein Anstieg um 6,7 Prozent zu verzeichnen.</p>
<p>TV-Tipp:</p>
<p>PHOENIX-Programmhinweis &#8211; PHOENIX RUNDE:<br />
Zukunft Arbeitsmarkt &#8211; Viel Arbeit, wenig Geld?<br />
Mittwoch, 01. Februar 2012, 22.15 Uhr</p>
<p>Alexander K&#228;hler diskutiert in der PHOENIX RUNDE u.a. mit<br />
 -	Elke Hannack, Bundesvorstand Verdi -	Prof. Friedhelm Hengsbach SJ, Sozialethiker -	Eric Thode, Bertelsmann Stiftung<br />
 Wiederholung um 24.00 Uhr und am Donnerstag, 02. Februar, um 15.15 Uhr. </p>
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		<title>Olaf Scholz will f&#252;r faire L&#246;hne sorgen</title>
		<link>http://www.hh-heute.de/olaf-scholz-will-fur-faire-lohne-sorgen/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 09:27:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G Beling</dc:creator>
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Der Hamburger Senat will Lohndumping und den Missbrauch von Leiharbeit in Hamburg unterbinden und f&#252;r faire L&#246;hne sorgen: &#8220;Deutschland darf nicht zum Billiglohnland werden&#8221;, sagte B&#252;rgermeister Olaf Scholz beim Neujahrsempfang der IG BAU. 
&#8220;Gute Arbeit muss auch fair entlohnt werden. Das Jahr 2012 ist gut geeignet, das endlich durchzusetzen&#8221;, sagte Scholz zu den Gewerkschaftern. Der [...]]]></description>
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<p>Der Hamburger Senat will Lohndumping und den Missbrauch von Leiharbeit in Hamburg unterbinden und f&#252;r faire L&#246;hne sorgen: &#8220;Deutschland darf nicht zum Billiglohnland werden&#8221;, sagte B&#252;rgermeister Olaf Scholz beim Neujahrsempfang der IG BAU.<span id="more-22421"></span></p>
<p>&#8220;Gute Arbeit muss auch fair entlohnt werden. Das Jahr 2012 ist gut geeignet, das endlich durchzusetzen&#8221;, sagte Scholz zu den Gewerkschaftern. Der Senat sorge in Hamburg f&#252;r Tariftreue und eine klare Vergabepraxis, in Berlin streite er f&#252;r den allgemeinen Mindestlohn. Das Instrument der Leiharbeit werde immer h&#228;ufiger dazu genutzt, Tarifflucht und Lohndumping zu organisieren: &#8220;Das ist nicht in Ordnung. Und Leiharbeitern wird viel zu selten die Chance geboten, in ein regul&#228;res Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnis zu wechseln. Deshalb muss das, was da schief l&#228;uft, korrigiert werden.&#8221; Scholz weiter:</p>
<p>&#8220;Was auf dem Lohnzettel steht, handeln die Gewerkschaften mit den Arbeitgebern aus. Aber wir wissen, dass es mittlerweile gro&#223;e Bereiche unserer Wirtschaft gibt, in denen Wildwest gespielt wird, weil die Renditeerwartungen immer h&#246;her geschraubt werden, weil Tarifpartner geschw&#228;cht und Fl&#228;chentarifvertr&#228;ge unterlaufen werden. Der Niedriglohnsektor w&#228;chst, und auch auf dem Bau gibt es immer wieder Versuche, sich durch Dumpingl&#246;hne und Schwarzarbeit unter den Tarif zu mogeln. </p>
<p>Ich werde es nicht akzeptieren, dass in einer Stadt wie Hamburg fast 9.000 Vollzeit-Arbeitnehmer t&#228;tig sind, die mit 76 Millionen Euro vom Staat unterst&#252;tzt werden m&#252;ssen, weil ihr Lohn nicht zum Leben reicht. Der Bund muss Milliarden aufwenden, um Geringverdienern mit einem Vollzeitjob das Existenzminimum zu sichern. Das ist etwas, was sich dieses arbeitsreiche und wohlhabende Land nicht bieten lassen darf.</p>
<p>F&#252;r den Senat hei&#223;t das: Zum einen sorgen wir hier in Hamburg f&#252;r Tariftreue und eine klare Vergabepraxis. Zum anderen streiten wir in Berlin f&#252;r den allgemeinen Mindestlohn. </p>
<p>Gewiss, wir als Bauherr wollen gute und auch g&#252;nstige Preise f&#252;r st&#228;dtische Auftr&#228;ge – aber wir wollen keinen Dumpingwettbewerb, keine Schn&#228;ppchenwirtschaft, keine Ausbeutung, denn das w&#252;rde immer weitere Teile der Branche in die Tiefe ziehen, mit schlimmen Folgen f&#252;r Arbeitspl&#228;tze und Wohlstand, auch f&#252;r die sozialen Sicherungssysteme und die Staatsfinanzen &#252;brigens.</p>
<p>Es geh&#246;rt zum Alltag in den Betrieben, dass Gewerkschafter und Arbeitgeber auch mal streiten m&#252;ssen, nicht selten um die Entlohnung. Ich habe es aber nie f&#252;r klug gehalten, in einem Land, das nicht durch Lohndumping gro&#223; geworden ist, so einen Druck auf die Einkommen zu erzeugen. Denn gro&#223; geworden sind unsere Unternehmen durch die Qualifikation und das Engagement der Solidarpartner, der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, durch Produkte, auf denen „Made in Germany“ steht. Niedrigl&#246;hne sind t&#246;richt.</p>
<p>Dass die Verhandlungen der Solidarpartner auf der Grundlage des Tarifvertragsgesetzes f&#252;r sozialen Frieden sorgen, dieses Modell hat uns stark gemacht. Kreativit&#228;t bei der Bew&#228;ltigung auch schwierigerer Zeiten und die Flexibilit&#228;t des Systems sind riesige Vorteile im Wettbewerb. Das hat sich auch in der Krise ausgezahlt.</p>
<p>Der Senat wird unter Ber&#252;cksichtigung der aktuellen Rechtsprechung &#252;berpr&#252;fen, ob mit der Tariftreueerkl&#228;rung im Hamburger Vergabegesetz der rechtliche Rahmen voll ausgesch&#246;pft wird, um Mindestl&#246;hne und Tariftreue der beauftragten Unternehmen sicherzustellen. Wir gucken uns auch sehr genau an, was andere Bundesl&#228;nder tun.&#8221; </p>
<p>Kleine und mittelst&#228;ndische Unternehmen in Hamburg m&#252;ssten vor Wettbewerbsnachteilen gesch&#252;tzt werden, denn diese Unternehmen seien eine tragende S&#228;ule der Hamburger Wirtschaft, so der B&#252;rgermeister: &#8220;Unsere Auftragsvergabe bleibt mittelstandsfreundlich.&#8221;</p>
<p>Ebenso engagiert setze sich der Senat auf bundespolitischer Ebene f&#252;r einen gesetzlichen Mindestlohn und gegen den Missbrauch von Leiharbeit ein: &#8220;Gedacht waren Leih- und Zeitarbeit als Mittel, Produktionsspitzen abzudecken. Tats&#228;chlich aber wird dieses Instrument immer h&#228;ufiger dazu genutzt, Tarifflucht und Lohndumping zu organisieren. Das ist nicht in Ordnung. Und Leiharbeitern wird viel zu selten die Chance geboten, in ein regul&#228;res Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnis zu wechseln. Deshalb muss das, was da schief l&#228;uft, korrigiert werden. Politik muss sich am Alltag orientieren, auch an dem der Arbeitswelt.</p>
<p>Deshalb sind wir f&#252;r Equal Pay, f&#252;r gleiche Bezahlung von Stammbelegschaft, Leih- und Zeitarbeitern. Wir sind &#252;brigens auch f&#252;r die gleiche Bezahlung von Mann und Frau, auch da ist noch viel zu tun. </p>
<p>Das Spiel auf Zeit nach unklaren Regeln, das die Bundesregierung spielt, muss aufh&#246;ren. Deutschland darf nicht zum Billiglohnland werden. Es wird h&#246;chste Zeit, dass es den Mindestlohn endlich gibt. Er schafft ein St&#252;ck mehr Anstand und W&#252;rde in den Arbeitsbeziehungen.&#8221; </p>
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		<title>Scholz bittet Barroso zu Tisch</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 23:12:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G Beling</dc:creator>
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Die Matthiae-Mahlzeit, das &#228;lteste Festmahl der Welt, findet in diesem Jahr am Freitag, dem 24. Februar 2012, statt. Ehreng&#228;ste am Tisch von B&#252;rgermeister Scholz sind José Manuel Barroso, Pr&#228;sident der Europ&#228;ischen Kommission, und J&#252;rgen Fitschen, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank AG. 
Die Matthiae-Mahlzeit ist seit 1356 historisch belegt und damit das &#228;lteste noch begangene [...]]]></description>
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<p>Die Matthiae-Mahlzeit, das &#228;lteste Festmahl der Welt, findet in diesem Jahr am Freitag, dem 24. Februar 2012, statt. Ehreng&#228;ste am Tisch von B&#252;rgermeister Scholz sind José Manuel Barroso, Pr&#228;sident der Europ&#228;ischen Kommission, und J&#252;rgen Fitschen, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank AG.<span id="more-22347"></span></p>
<p>Die Matthiae-Mahlzeit ist seit 1356 historisch belegt und damit das &#228;lteste noch begangene Festmahl der Welt. Der Senat l&#228;dt dazu jedes Jahr rund 400 Repr&#228;sentanten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur sowie das gesamte Konsularische Korps ein. Ehreng&#228;ste sind jeweils ein ausl&#228;ndischer und ein deutscher Gast, die neben dem Ersten B&#252;rgermeister eine Rede halten.</p>
<p>Der portugiesische Jurist und Politikwissenschaftler José Manuel Barroso ist seit 2004 Pr&#228;sident der Europ&#228;ischen Kommission. J&#252;rgen Fitschen ist seit 2002 Mitglied des Group Executive Committee und seit 2009 Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank und gemeinsam mit dem indischen Bankmanger Anshu Jain designierter Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank.</p>
<p>Der Name des historischen Ehrenmahls bezieht sich auf das Datum, an dem es traditionell begangen wird. Der Matthias-Tag am 24. Februar galt im Mittelalter als Fr&#252;hlingsbeginn und Auftakt des Gesch&#228;ftsjahres. Die Senatoren erhielten ihre neuen Aufgaben und w&#228;hlten den Ersten B&#252;rgermeister. Es entwickelte sich zu einem Brauch, „Vertreter der Hamburg freundlich gesonnenen M&#228;chte“ aus diesem Anlass zu einem gro&#223;en Festmahl einzuladen.</p>
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		<title>Ganzt&#228;gige Betreuung an Schulen gesichert</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 15:54:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G Beling</dc:creator>
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Das war eine schwere Geburt: Schul- und Sozialbeh&#246;rde haben sich mit den Verb&#228;nden und Tr&#228;gern &#252;ber die ganzt&#228;gige Bildung und Betreuung an Hamburgs Schulen (GBS) geeinigt. 
Am gestrigen Mittwochabend haben sich die Beh&#246;rde f&#252;r Schule und Berufsbildung (BSB) und die Beh&#246;rde f&#252;r Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) mit den Wohlfahrtsverb&#228;nden und Horttr&#228;gern &#252;ber den [...]]]></description>
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<p>Das war eine schwere Geburt: Schul- und Sozialbeh&#246;rde haben sich mit den Verb&#228;nden und Tr&#228;gern &#252;ber die ganzt&#228;gige Bildung und Betreuung an Hamburgs Schulen (GBS) geeinigt.<span id="more-22150"></span></p>
<p>Am gestrigen Mittwochabend haben sich die Beh&#246;rde f&#252;r Schule und Berufsbildung (BSB) und die Beh&#246;rde f&#252;r Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) mit den Wohlfahrtsverb&#228;nden und Horttr&#228;gern &#252;ber den Landesrahmenvertrag zur geplanten Ganzt&#228;gigen Bildung und Betreuung an Schulen (GBS) geeinigt. &#220;ber die konkreten Details vereinbarten alle Parteien Vertraulichkeit, da die Verb&#228;nde ihre Gremien informieren m&#252;ssen.</p>
<p>Schulsenator Ties Rabe (SPD) begr&#252;&#223;te die Einigung: „Beide Seiten haben sich aufeinander zubewegt und ein gutes Ergebnis erzielt. Ich freue mich, dass es jetzt eine klare Grundlage f&#252;r die Zusammenarbeit von Schulen und Horten gibt. Damit ist der Weg f&#252;r rund 10.000 zus&#228;tzliche Ganztagspl&#228;tze in Hamburg geebnet. Mit der Verbindung von Schule und Hort schaffen wir eine neue Qualit&#228;t im Ganztagsangebot. Schule und Hort k&#246;nnen gegenseitig viel voneinander lernen und werden einander bereichern. Gemeinsam mit der offenen Jugendhilfe sorgen sie f&#252;r ein Ganztagsangebot, in dem sich gute Bildung, liebevolle P&#228;dagogik und das soziale Miteinander im Mittelpunkt hervorragend zusammenf&#252;gen.“</p>
<p>Auch Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) freut sich &#252;ber die erfolgreichen Verhandlungen. „Hamburg betritt mit dieser wegweisenden Reform bundesweit Neuland. Die Einigung mit den Verb&#228;nden und den Horttr&#228;gern ist ein wichtiger Schritt, um allen Hamburger Kindern gleiche Startchancen zu erm&#246;glichen. Der Bildungserfolg eines Kindes darf nicht mehr von der sozialen Lage seines Elternhauses abh&#228;ngen.“</p>
<p>Die neue Ganztagsschule beginnt mit der Vorschule, steht allen Kindern offen und ist f&#252;r alle Schulkinder ab der ersten Klasse von 8 Uhr bis 16 Uhr kostenlos. F&#252;r die Nachmittagsbetreuung der Vorschule wird ein wettbewerbsneutrales Geb&#252;hrensystem analog zur Kita entwickelt. Die Teilnahme ist freiwillig &#8211; Eltern m&#252;ssen ihr Kind nur anmelden. Auch in den Ferien werden die Ganztagsschulen von 6 Uhr bzw. 7 Uhr bis 8 Uhr und von 16 Uhr bis 18 Uhr ge&#246;ffnet sein.</p>
<p>Durch die zahlreichen vereinbarten Qualit&#228;tsverbesserungen konnte der Betreuungsschl&#252;ssel sogar auf bis zu 15 Kinder unter die formale Gruppengr&#246;&#223;e gesenkt werden. Konkret h&#228;ngt dies davon ab, wie die unterschiedlichen zur Verf&#252;gung stehenden Mittel eingesetzt werden. Das gilt f&#252;r Vorschulklassenkinder und Kinder der Klassen 1 bis 4.</p>
<p>Zus&#228;tzliche Kooperationszeiten werden den regelm&#228;&#223;igen Austausch zwischen Lehrern und Erziehern sichern. F&#252;r besseres Mobiliar werden j&#228;hrlich etwa 2,5 Millionen. Euro und f&#252;r den Kantinenausbau etwa 100 Millionen Euro eingesetzt. F&#252;r die behinderten Kinder ist das Entgelt f&#252;r die Zeit von 13 bis 16 Uhr von 1.500 Euro auf 2.000 Euro angehoben worden. </p>
<p>Hintergrundinformationen<br />
Zum Schuljahresbeginn 2011/2012 sind bereits 21 Schulen in die Modellphase eingestiegen. Z&#228;hlt man die sieben Pilotschulen hinzu, die seit dem vergangenen Schuljahr GBS anbieten, nehmen in Hamburg &#252;ber 3.000 Grundschulkinder an der ganzt&#228;gigen Bildung und Betreuung teil. Schul- und Sozialbeh&#246;rde rechnen mit 40.000 Kindern, die k&#252;nftig am Nachmittag in den Grundschulen betreut werden.</p>
<p>Informationen zu Ganztagsschulen und GBS finden Sie im Internet unter: http://www.hamburg.de/ganztag </p>
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		<title>Scholz f&#246;rdert Azubis aus Einwandererfamilien</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 11:48:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G Beling</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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„Du bist dabei!“ hei&#223;t die Kampagne. Jetzt kommt der Erfolg: Die Zahl der Auszubildenden mit Migrationshintergrund in Hamburgs Verwaltung hat sich innerhalb von f&#252;nf Jahren verdreifacht. 
B&#252;rgermeister Olaf Scholz (SPD) freute sich &#252;ber das gute Ergebnis: &#8220;Mehrsprachigkeit und Erfahrungen im Umgang mit anderen sind Kompetenzen, die wir als moderner Dienstleister f&#252;r einen professionellen Umgang mit [...]]]></description>
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<p>„Du bist dabei!“ hei&#223;t die Kampagne. Jetzt kommt der Erfolg: Die Zahl der Auszubildenden mit Migrationshintergrund in Hamburgs Verwaltung hat sich innerhalb von f&#252;nf Jahren verdreifacht.<span id="more-22008"></span></p>
<p>B&#252;rgermeister Olaf Scholz (SPD) freute sich &#252;ber das gute Ergebnis: &#8220;Mehrsprachigkeit und Erfahrungen im Umgang mit anderen sind Kompetenzen, die wir als moderner Dienstleister f&#252;r einen professionellen Umgang mit unseren Kundinnen und Kunden dringend ben&#246;tigen.&#8221; </p>
<p>Seit 2006 f&#246;rdert der Senat mit der Dachkampagne „Wir sind Hamburg! Bist Du dabei?“ die Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund in die Berufsausbildungen und Studieng&#228;nge der hamburgischen Verwaltung. In 2011 konnte jeder sechste Ausbildungsplatz mit einer Nachwuchskraft mit Migrationshintergrund besetzt werden – damit ist es gelungen, den Ausgangswert aus 2006 von nur 5,2% auf inzwischen 16,5% mehr als zu verdreifachen.</p>
<p>Von den in 2011 neu eingestellten 550 Auszubildenden haben 91 Personen einen Migrationshintergrund, dies entspricht einem Einstellungsanteil von 16,5%. In den Laufbahnen Allgemeine Dienste und Steuerverwaltung liegen die Anteile bereits oberhalb von 20%.</p>
<p>W&#228;hrend der Projektlaufzeit 2006 bis 2011 haben sich die Beh&#246;rden und &#196;mter mit j&#228;hrlich rund 600 Ausbildungs- und Studienpl&#228;tzen der Allgemeinen Dienste, der Justiz und Steuerverwaltung sowie der Polizei und Feuerwehr beteiligt. Mit j&#228;hrlichen Steigerungsraten wurden insgesamt 385 Auszubildende mit Migrationshintergrund eingestellt. Sie haben famili&#228;re Wurzeln in nahezu 70 verschiedenen Herkunftsl&#228;ndern, am st&#228;rksten vertreten sind hierbei Polen, die T&#252;rkei, Russland und Kasachstan.</p>
<p>Olaf Scholz, Erster B&#252;rgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg: „Das ist ein gutes Ergebnis, &#252;ber das ich mich freue. Der &#246;ffentliche Dienst tr&#228;gt eine besondere Verantwortung, auch die jungen Leute st&#228;rker f&#252;r unsere Ausbildungen und damit perspektivisch f&#252;r eine Besch&#228;ftigung bei der Freien und Hansestadt Hamburg zu gewinnen, deren Familien ihre Wurzeln in anderen L&#228;ndern haben. Mehrsprachigkeit und Erfahrungen im Umgang mit anderen sind Kompetenzen, die wir als moderner Dienstleister f&#252;r einen professionellen Umgang mit unseren Kundinnen und Kunden dringend ben&#246;tigen. Und wir leisten damit auch am Arbeitsmarkt einen Beitrag im gesellschaftspolitisch so wichtigen Handlungsfeld der Integration.“</p>
<p>Zur&#252;ckzuf&#252;hren ist der bisherige Erfolg der Dachkampagne im Kern auf eine hohe Zahl von ineinander greifenden Ma&#223;nahmen und Aktivit&#228;ten, insbesondere einer intensiven &#214;ffentlichkeitsarbeit. Der Erste B&#252;rgermeister dankte in diesem Zusammenhang auch den vielen verschiedenen Organisationen, die sich f&#252;r Integration stark machen sowie den Qualifizierungstr&#228;gern: „Ohne Ihre kontinuierliche und engagierte Unterst&#252;tzung und Begleitung unserer Arbeit st&#252;nden wir sicherlich nicht so erfolgreich da!“</p>
<p>Die Kampagne „Wir sind Hamburg! Bist Du dabei?“ hat in den vergangenen Jahren in der &#214;ffentlichkeit und im politischen Raum vielfach Anerkennung erfahren. So war das Personalamt bereits in 2008 in einem von der Beauftragten der Bundesregierung f&#252;r Migration, Fl&#252;chtlinge und Integration ausgeschriebenen Wettbewerb ausgezeichnet worden. Der gewachsene Bekanntheitsgrad als „best practice“-Beispiel zeigt sich zudem in einer Vielzahl von Anfragen von Bund, L&#228;ndern und Kommunen, Wissenschaft und Medien – bundesweit und auch international. Erst k&#252;rzlich hatte sich die Kampagne in Wien auf der Internationalen Fachtagung „&#214;ffentlicher Dienst und Integration von Migranten in die Europ&#228;ische Union“ der Europ&#228;ischen Union unabh&#228;ngiger Gewerkschaften (CESI) sowie im Rahmen der Initiative „Cities of Migration“ der Maytree Foundation aus Toronto/ Kanada in einer Online-Konferenz einem internationalen Publikum pr&#228;sentiert.</p>
<p>Aufgrund der anhaltend hohen gesellschaftlichen Bedeutung der Thematik hat sich der Senat in seinem Arbeitssprogramm ausdr&#252;cklich daf&#252;r ausgesprochen, die interkulturelle &#214;ffnung der hamburgischen Verwaltung fortzusetzen. F&#252;r die Dachkampagne bedeutet dies, dass sie fortgef&#252;hrt wird. Die Verkn&#252;pfung mit den Aktivit&#228;ten der Beh&#246;rde f&#252;r Arbeit, Soziales, Familie und Integration im Zusammenhang mit der Fortschreibung des Handlungskonzeptes Zuwanderung soll dabei einen besonderen Stellenwert haben.</p>
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		<title>Big City &#8211; ein Konzept auch gegen die Armut</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 14:56:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G Beling</dc:creator>
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Wohlstandsmotor Stadt: Dicht besiedelte St&#228;dte haben das gr&#246;&#223;te Potenzial, Menschen aus ihrer Armut zu befreien. Gleichzeitig belastet das Leben in den St&#228;dten das Klima weniger als das Leben auf dem Land. Hamburg liegt im Trend der Welt. 
Das Magazin NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND befasst sich in der Titelgeschichte &#8220;Zukunft Stadt&#8221; seiner Januar-Ausgabe auch mit dem von [...]]]></description>
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<p>Wohlstandsmotor Stadt: Dicht besiedelte St&#228;dte haben das gr&#246;&#223;te Potenzial, Menschen aus ihrer Armut zu befreien. Gleichzeitig belastet das Leben in den St&#228;dten das Klima weniger als das Leben auf dem Land. Hamburg liegt im Trend der Welt.<span id="more-21878"></span></p>
<p>Das Magazin NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND befasst sich in der Titelgeschichte &#8220;Zukunft Stadt&#8221; seiner Januar-Ausgabe auch mit dem von B&#252;rgermeister Olaf Scholz angeregten Verdichtung Hamburgs mit einer st&#228;dtischen Wohnungbauoffensive (&#8220;Big City&#8221;). Der Trend zum neuen urbanen Wohnen ist weltweit festzustellen.</p>
<p>Lange Zeit galt das Wohnen in St&#228;dten als besonders umweltbelastend, dabei machen es &#8211; bei einer Weltbev&#246;lkerung von mehr als sieben Milliarden &#8211; St&#228;dte &#252;berhaupt erst m&#246;glich, dass die H&#228;lfte der Menschheit auf rund vier Prozent der Fl&#228;che unsere Planeten lebt und dadurch der Natur mehr Raum l&#228;sst. &#220;berraschend: Stadtbewohner fahren weniger Auto, sie verbrauchen weniger Eneergie, gehen mehr zu Fu&#223; und machen als Fahrg&#228;ste den &#246;ffentlichen Nahverkehr profitabel. In St&#228;dten wie New York liegen CO2-Aussto&#223; und Energieverbrauch pro Kopf erheblich unter dem Landesdurchschnitt. Somit w&#228;re eine Zur&#252;ck-aufs-Land-Bewegung aus &#246;kologischer Sicht sehr bedenklich. </p>
<p>Seit kurzem lebt mehr als die H&#228;lfte der Weltbev&#246;lkerung in St&#228;dten, in den Industriel&#228;ndern und in Lateinamerika sind es bereits mehr als 70 Prozent. Metropolen wie Seoul zeigen, dass St&#228;dte zu Motoren des Wohlstands werden k&#246;nnen: Zwischen 1960 und 2000 wuchs dort die Bev&#246;lkerung von weniger als drei auf zehn Millionen Menschen. Von einem der &#228;rmsten L&#228;nder der Welt entwickelte sich S&#252;dkorea zu einem Land, das reicher ist als einige Staaten Europas. Das Leben der Koreaner hat sich deutlich verbessert, seit mehr von ihnen in St&#228;dten leben: waren es 1961 nur 28 Prozent, sind es heute 83 Prozent. Die Lebens-erwartung stieg von 51 auf 79 Jahre, das ist ein Jahr mehr als in den USA. </p>
<p>Wissenschaftler sehen den Vorteil moderner St&#228;dte vor allem darin, dass sie Menschen produktiv vernetzen, wie es keine Technologie &#8211; sei es Telefon oder Internet &#8211; leisten kann. Die Wege sind kurz und senken die Kosten f&#252;r den Transport von G&#252;tern, Menschen und Ideen. Mit Abstand einflussreichste Stadt der Welt ist New York, das zeigt die aktuelle Studie des Beratungsunternehmens A.T. Kearney*, die unter anderem den politischen Einfluss, das kulturelle Angebot, den Informationsaustausch, Arbeit und Bildung sowie Wirtschaftskraft bewertete. Wie schon zwei Jahre zuvor folgen London und Tokio auf den Pl&#228;tzen zwei und drei. Die h&#246;chstplatzierte deutsche Stadt, Berlin, hat sich auf Rang 16 vorgearbeitet. </p>
<p>Auch die Stadt Hamburg will weiter wachsen und 6000 neue Wohnungen pro Jahr bauen &#8211; allerdings ohne sich weiter auszudehnen. Und liegt damit im Trend, Fl&#228;chen in der Stadt neu zu nutzen, anstatt die Peripherie weiter zu bebauen. Neben den Planungen im neuen Stadtteil Hafen-City sollen auf dem Gel&#228;nde des Bahnhofs Altona, der stillgelegt wird, in den n&#228;chsten 15 Jahren bis zu 6000 neue Wohnungen entstehen. Und wenn die Autobahn A7 nach ihrer Sanierung auf anderthalb Kilometern mit einem &#8220;Deckel&#8221; &#252;berbaut wird, kann Altona noch mehr zentralen Wohnraum gewinnen. </p>
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		<title>Gurken-Alarm: Millionenklage gegen den Senat</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 08:27:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G Beling</dc:creator>
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EHEC und die Folgen: Die Firma Frunet S.L. (Spanien), die im Rahmen der Ursachenermittlungen der EHEC-Pandemie im Mai 2011 ins Blickfeld der Beh&#246;rden geraten war, fordert jetzt Schadenersatz von der Beh&#246;rde f&#252;r Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) in H&#246;he von knapp 2,3 Millionen Euro. 
Eine entsprechende Klageschrift ist in dieser Woche in der BGV eingegangen. Der [...]]]></description>
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<p>EHEC und die Folgen: Die Firma Frunet S.L. (Spanien), die im Rahmen der Ursachenermittlungen der EHEC-Pandemie im Mai 2011 ins Blickfeld der Beh&#246;rden geraten war, fordert jetzt Schadenersatz von der Beh&#246;rde f&#252;r Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) in H&#246;he von knapp 2,3 Millionen Euro.<span id="more-21847"></span></p>
<p>Eine entsprechende Klageschrift ist in dieser Woche in der BGV eingegangen. Der Streitwert der Forderungen liegt bei knapp 2,3 Millionen Euro. Die BGV weist diese Forderungen zur&#252;ck, da die Warnung vor Gurken des Unternehmens notwendig und richtig war.</p>
<p>Im Mai 2011 wurden durch das Hamburger Institut f&#252;r Hygiene und Umwelt auf Gurken, die aus Spanien importiert wurden, Verunreinigungen festgestellt und durch Laboranalysen positive EHEC-Nachweise erbracht. In weiteren Untersuchungen wurde dann festgestellt, dass es sich dabei aber um einen anderen Serotypen als den Erreger handelte, der die Erkrankungswelle in Deutschland ausgel&#246;st hat.</p>
<p>Die BGV vertritt weiterhin die Position, dass vor Lebensmitteln, die offenbar Verunreinigungen aufweisen, die f&#252;r Verbraucherinnen und Verbraucher gesundheitsgef&#228;hrdend sein k&#246;nnen, &#246;ffentlich gewarnt werden muss. Der Schutz der Gesundheit geht dabei vor wirtschaftliche Interessen der Unternehmen. Die damalige Vorgehensweise der BGV war auch von der Bundesregierung und dem f&#252;r Verbraucherschutz zust&#228;ndigen EU-Kommissar John Dalli unterst&#252;tzt worden.</p>
<p>Im Rahmen der EHEC-Erkrankungswelle und aufgrund der folgenden Verzehrwarnungen des Robert-Koch-Institutes waren europaweit Landwirte von deutlichen Umsatzeinbu&#223;en betroffen. Die EU hatte deshalb f&#252;r diese Landwirte in einem Entsch&#228;digungsfond bereits 210 Millionen Euro zur Verf&#252;gung gestellt.</p>
<p>Die BGV, die von der Notwendigkeit und Rechtm&#228;&#223;igkeit ihres Handelns weiter &#252;berzeugt ist, wird sich aus Gr&#252;nden des laufenden Verfahrens vorerst nicht weiter &#246;ffentlich zu den Forderungen von Frunet &#228;u&#223;ern.</p>
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		<title>Bisch&#246;fin Fehrs: Armut ist kein Schicksal</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 13:42:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>G Beling</dc:creator>
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Die neue Bisch&#246;fin im Sprengel Hamburg und L&#252;beck, Kirsten Fehrs, warnt vor wachsendem Elend: &#8220;Gerade in Hamburg, der reichsten Stadt Deutschlands, steigt die Armut.&#8221; Diese zu bek&#228;mpfen, sei die gemeinsame Aufgabe von Kirche, Diakonie und Politik.  
Zum traditionellen Adventsempfang der Nordelbischen Kirche in der Jacobi-Kirche kamen mehrere hundert Menschen, darunter auch B&#252;rgermeister Olaf Scholz [...]]]></description>
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<p>Die neue Bisch&#246;fin im Sprengel Hamburg und L&#252;beck, Kirsten Fehrs, warnt vor wachsendem Elend: &#8220;Gerade in Hamburg, der reichsten Stadt Deutschlands, steigt die Armut.&#8221; Diese zu bek&#228;mpfen, sei die gemeinsame Aufgabe von Kirche, Diakonie und Politik. <span id="more-21659"></span></p>
<p>Zum traditionellen Adventsempfang der Nordelbischen Kirche in der Jacobi-Kirche kamen mehrere hundert Menschen, darunter auch B&#252;rgermeister Olaf Scholz (SPD). Fehrs ist das Oberhaupt von 226 Kirchengemeinden, in denen etwa 900 000 evangelischen Christen leben.</p>
<p>Fehrs rief dazu auf, der zunehmenden Gott- und damit Heilsvergessenheit in der Gesellschaft entgegenzutreten. Es gelte, von der weihnachtlichen Vision des kleinen Kindes, das die Welt ver&#228;ndere, zu erz&#228;hlen. Daraus sei auch ein Umkehrschluss zu ziehen. „Achtet nicht die W&#252;rde derer gering, die verletzt sind und beiseite geschwiegen, die erniedrigt wurden und klein gemacht. Achtet nicht eines der Kleinen gering, denn in ihnen ist Gottes Achtung f&#252;r jedes Gesch&#246;pf pr&#228;sent.“</p>
<p>Im weiteren Verlauf ihrer Rede skizzierte die Bisch&#246;fin das Programm f&#252;r ihre Amtszeit als „eine der Welt zugewandte Theologie mit ethischem Nachdenken &#252;ber Themen, die keine einfachen Antworten brauchen k&#246;nnen. Einem Handeln, wenn es an der Zeit ist und mit einem Eintritt in den Dialog dort, wo Stummheit droht.“ Sie hob hervor, dass dabei nicht alle Themen sofort und ersch&#246;pfend behandelt werden k&#246;nnten. So sei insbesondere bei dem Thema der sexualisierten Gewalt in der Kirche Sorgfalt und Geduld gefordert. „Weil es mit tiefer Verletzung verbunden ist und mit der Erfahrung st&#228;ndiger Dem&#252;tigung, verdient es in seiner Differenziertheit sensible Einf&#252;hlung und ruhige Gr&#252;ndlichkeit.“ In diesem Zusammenhang sagte sie weiter: „Die Erwartungen an die Bisch&#246;fin, die &#246;ffentlich ge&#228;u&#223;ert werden, zeugen von einem Druck, der sicherlich zum einen den Betroffenen geschuldet ist, die Aufkl&#228;rung und Eingest&#228;ndnisse fordern. Dazu haben sie unbedingtes Recht.“ Irritierend sei jedoch die hochemotional besetzten Erwartungen, die geradezu messianischen Charakter enthielten. Erleuchtend, l&#246;send, aufkl&#228;rend, alles erfassend, sofort handelnd m&#252;sse die Kirche jetzt sein. „Entt&#228;uschung ist vorprogrammiert, weil kein Mensch, auch ich nicht, leisten kann, was ich als Wunsch zutiefst verstehe: eine Form der Satisfaktion, die binnen k&#252;rzester Zeit die langj&#228;hrige, tiefe Verletzung von K&#246;rper und Seele, wenn schon nicht heilen, so doch wenigstens ausgleichen kann“, so Fehrs. Die Bisch&#246;fin betonte, dass sie dabei auch die Schuld der Kirche sehe: „Menschen in unserer Kirche haben so vielen grausames Leid zugef&#252;gt. Dass dies geschehen konnte, daf&#252;r bitte auch ich Sie in aller Form um Verzeihung.“</p>
<p>Zum weiteren Umgang mit den Geschehnissen aus den 1970er und 1980er Jahren in der Kirchengemeinde Ahrensburg sagte die Bisch&#246;fin: „Ich will die Vorg&#228;nge verstehen. Genau so wie etliche Betroffene und Gemeindemitglieder, wie die anderen Mitglieder der Kirchenleitung, wie die Pr&#228;ventionsgruppe des Kirchenkreises Hamburg-Ost. Das sind wir zuallererst den Betroffenen schuldig. Wie andere in unserer Kirche es seit Monaten tun, will ich nachfragen, meine Gespr&#228;chsbereitschaft anbieten und versuchen, aus meinem Verstehen Schlussfolgerungen zu ziehen, die wirksam sind.“</p>
<p>Auf diesem Weg seien zun&#228;chst drei Schritte angedacht: Zum einem werde die externe Hilfe von Fachpsychologen herangezogen, um neben der juristischen Aufarbeitung auch psychologisch aus den Vers&#228;umnissen und Fehlern der Institution Kirche zu lernen. Das brauche Zeit und Geduld, so die Bisch&#246;fin. „Zum anderen werde ich gemeinsam mit Bischof Ulrich am 1. April 2012 einen Gottesdienst in der Kirchengemeinde Ahrensburg feiern und uns anschlie&#223;end in einer Gemeindeversammlung den Fragen der Gemeindeglieder stellen“, so Fehrs weiter. Ein dritter Schritt werde nicht &#246;ffentlich sichtbar sein. „Ich habe denjenigen, die sexualisierte Gewalt in Ahrensburg erlebt haben, pers&#246;nliche und vertrauliche Gespr&#228;che angeboten und werde ein solches Gespr&#228;ch mit allen f&#252;hren, die das m&#246;chten“, sagte die Bisch&#246;fin.</p>
<p>Im weiteren Verlauf ihrer Rede ging Kirsten Fehrs auf die Themen Armut, Arbeitsmarktpolitik und religi&#246;se Armut ein. „Armut ist kein Schicksal.</p>
<p>Sie ist ein Thema der Kontraste und damit eine soziale Frage der Beziehung von Reichen zu den Armen. Gerade in Hamburg, der derzeit reichsten Stadt Deutschlands, steigt die Armut.“ Dabei gelte es auch hier die Lehre Jesu zu bedenken: „Gebt acht, dass ihr nicht eines der Kleinen gering sch&#228;tzt.“ Diese Ethik sei deshalb so klug, weil sie nicht in das Arm-Reich-Klischee einsteigt, nach der die Armen selig sein sollen und die Reichen verdammt. „Sondern es geht ums Achtgeben. Genau hinschauen. Die Armut benennen, ohne zu stigmatisieren“, so Fehrs. Sie sehe hier eine gemeinsame Aufgabe von Kirchen, Diakonie und Politik. Es gebe jeweils gute Ans&#228;tze, wirksame und vor allem viele Einzelprojekte.</p>
<p>Es w&#228;re hilfreich, hierbei zusammen zu wirken.</p>
<p>Zur aktuellen Diskussion um die Arbeitsmarktpolitik forderte Bisch&#246;fin Fehrs den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg auf, gemeinsam mit Kirche und Diakonie L&#246;sungen zu erarbeiten, die den Menschen in den Stadtteilen zugute kommen w&#252;rden. „Ohne stadtteilnahe und &#246;ffentlich gef&#246;rderte Besch&#228;ftigung in ausreichendem Ma&#223;e k&#246;nne dies nicht gelingen. „Mit den f&#252;r Hamburg in Aussicht gestellten zus&#228;tzlichen zehn Millionen Euro Arbeitslosenf&#246;rderung des Bundes k&#246;nnen Alternativen zu den 1-Euro-Jobs aufgebaut und Langzeiterwerbslosen sozialversicherungspflichtige Besch&#228;ftigung in Stadtteilprojekten angeboten werden. Lassen Sie uns gemeinsam nachdenken! Hier liegt eine Chance, dass die Schere zwischen Arm und Reich nicht noch weiter auseinander geht.“</p>
<p>Unter der &#220;berschrift „Religi&#246;se Armut macht krank“ ging Bisch&#246;fin Fehrs im letzen Teil ihrer Rede auf die Problematik der vermehrten Depressionserkrankungen in der Gesellschaft ein. „Es geh&#246;rt zu den Kehrseiten unserer Leistungsgesellschaft, dass die Volkskrankheit Nr. 1 Depression hei&#223;t.“ Es w&#228;re ein erster heilsamer Schritt, laut dar&#252;ber nachzudenken und zu reden, was denn in diesen Leistungssystemen – etwa des Sportes, der Medien und der Politik – krank mache. Doch das Problem reiche noch viel tiefer. Bisch&#246;fin Fehrs weiter: „Vielen fehlt der Kontakt zu einer Vision. Zu eben jener Verhei&#223;ung des Anfangs.</p>
<p>Etwas, das &#252;ber einen selbst hinaus weist und Sinn gibt, weil es gerade nicht aus einem selbst heraus kommt. Ich erlebe in unserer Gesellschaft eine Art metaphysische Obdachlosigkeit. Sie l&#228;sst uns da stumm werden, wo unser Leben als Ganzes auf dem Spiel steht: sein Sinn und sein Ziel, unser Vertrauen und unsere Gewissheiten.“ Religionen und Konfession m&#252;ssten verst&#228;rkt von ihren Visionen erz&#228;hlen. So sei es wichtig, den Menschen von klein auf religi&#246;s wieder Obdach zu geben, weil sonst Grund&#252;berzeugungen wie N&#228;chstenliebe und Toleranz verloren gingen.</p>
<p>„Die braucht es aber. Gerade jetzt, wo fremdenfeindliche, rassistische und rechtsradikale Gedanken wieder mehr Verbreitung finden“, so Bisch&#246;fin Fehrs.</p>
<p>„Blo&#223; die Kleinen nicht gering achten, es k&#246;nnte uns das Leben kosten“, sagte die Bisch&#246;fin am Ende ihrer Rede. „&#220;berraschend lie&#223; sich das j&#252;ngst auf einem Senatsempfang lernen. Da hat „Rosi und die Knallerbsen“, eine Band junger M&#228;nner und Frauen mit Behinderungen, innerhalb k&#252;rzester Zeit den Saal aufgemischt. Haben uns mit einer Lebensfreude &#252;berw&#228;ltigt, die jedes Protokoll nebens&#228;chlich machte.“ Auch in solch einem Erlebnis werde die Vision Gottes deutlich. „Der Allm&#228;chtige wird Mensch – klein zun&#228;chst, obdachlos und arm. Er schlie&#223;t alles Menschliche ein und liebt es. Mit seinen Versehrtheiten, Br&#252;chen, den Handicaps und dem Unvers&#246;hnlichen. Aber auch mit der Lebenslust. Weihnachten ist das inklusive Ereignis &#252;berhaupt“, so Fehrs.</p>
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