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	<title>hh-heute :: nachrichtenblog für hamburg &#187; Bischoff</title>
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	<description>Aktuelle Informationen für Hamburg aus Politik, Kultur, Gewerkschaften, Vereinen und Verbänden. Links - dort wo das Herz schlägt</description>
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		<title>CDU und Finanzen: Gipfel der Unglaubw&#252;rdigkeit</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Apr 2011 19:14:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hartwig</dc:creator>
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Die SPD-B&#252;rgerschaftsfraktion hat die CDU-Opposition aufgefordert, wieder auf den Boden finanzpolitischer Tatsachen zur&#252;ckzukehren. „Die aktuellen Vorst&#246;&#223;e sind an Unglaubw&#252;rdigkeit nicht zu &#252;berbieten. Erst hinterl&#228;sst die abgew&#228;hlte CDU ihren Nachfolgern einen finanzpolitischen Tr&#252;mmerhaufen, und wenige Tage sp&#228;ter meldet sich die gleiche CDU mit gro&#223;en T&#246;nen zu Wort. Ex-Senator Wersich sollte lieber Vorschl&#228;ge machen, wie man die [...]]]></description>
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<p>Die SPD-B&#252;rgerschaftsfraktion hat die CDU-Opposition aufgefordert, wieder auf den Boden finanzpolitischer Tatsachen zur&#252;ckzukehren. „Die aktuellen Vorst&#246;&#223;e sind an Unglaubw&#252;rdigkeit nicht zu &#252;berbieten. Erst hinterl&#228;sst die abgew&#228;hlte CDU ihren Nachfolgern einen finanzpolitischen Tr&#252;mmerhaufen, und wenige Tage sp&#228;ter meldet sich die gleiche CDU mit gro&#223;en T&#246;nen zu Wort. Ex-Senator Wersich sollte lieber Vorschl&#228;ge machen, wie man die ungedeckten Schecks von &#252;ber 100 Millionen Euro in seiner ehemaligen Beh&#246;rde einl&#246;sen kann – das w&#228;re ein anst&#228;ndiger Beitrag zur finanzpolitischen Debatte“, so der SPD-Finanz-Experte V&#246;lsch mit Blick auf die Tatsache, dass allein im Einzelplan des ehemaligen Sozialsenators &#252;ber 100 Mio. Euro fehlten und die Fraktion unter seinem Vorsitz nun ein Vorziehen der Schuldenbremse fordere.<span id="more-19664"></span></p>
<p>V&#246;lsch weiter: „Der Rechnungshof hat in seinem Sonderbericht zur Haushaltslage festgestellt, dass die zuletzt von CDU und GAL gefassten Beschl&#252;sse das strukturelle Defizit nicht verbessern k&#246;nnen. Das ist eine Ohrfeige f&#252;r die abgew&#228;hlte Regierung. Herr Wersich und Herr Heintze sollten erst einmal die finanzpolitischen Tr&#252;mmer ihrer Finanzsenatoren Frigge und Freytag beiseite r&#228;umen, bevor sie gro&#223;e T&#246;ne riskieren.“</p>
<p>Der Rechnungshof hatte in seinem im M&#228;rz ver&#246;ffentlichten Sonderbericht bem&#228;ngelt, dass die Konsolidierungsbeschl&#252;sse der schwarz &#8211; gr&#252;nen Regierung neben nicht spezifizierten Konsolidierungsbeitr&#228;gen wie „globalen Minderausgaben“ vor allem nicht weiter konkretisierte „allgemeine Effizienzsteigerungen“, rechnerische Buchhaltungseffekte sowie von der Zustimmung Dritter abh&#228;ngige Faktoren enthielten.</p>
<p>„Der Rechnungshof hat v&#246;llig zu Recht eine langfristige Strategie eingefordert. Was wir nicht brauchen k&#246;nnen, ist finanzpolitisches Vodoo nach der Methode der CDU. Die von Ex-Senator Frigge mit viel Aufwand betriebene sogenannte Zukunfts¬sicherungskommission war nichts weiter als Zeitverschwendung. Brauchbare Vorschl&#228;ge sehen anders aus“, so V&#246;lsch weiter: „Wir haben uns sehr ehrgeizige Ziele gesetzt: wir wollen einen Haushalt ohne Neuverschuldung, wir wollen, dass die Ausgaben langsamer steigen als die Einnahmen, wir werden ein Finanzplanrahmengesetz einf&#252;hren und damit Verbindlichkeit und Verl&#228;sslichkeit f&#252;r alle Beteiligten schaffen. Die CDU ist herzlich eingeladen, daran konstruktiv mitzuarbeiten. Dazu geh&#246;ren dann aber auch die Bereitschaft zur Selbstkritik und der Verzicht auf aktionistische Papiere und populistische Forderungen wie ein Vorziehen der Schuldenbremse, an die die CDU ja schon selbst nicht mehr glaubt. Im Interesse unserer Stadt m&#252;ssen wir endlich ernst machen. Daf&#252;r brauchen wir aber eine langfristige Strategie und viel Ausdauer“ so V&#246;lsch.</p>
<p>Und der SPD-Fachsprecher f&#252;r Finanzen, Jan Quast: „Die CDU hat es vers&#228;umt, in den letzten Jahren Vorsorge f&#252;r die Einhaltung der Vorgaben der grundgesetzlichen Schuldenbremse zu treffen und stattdessen den Haushalt unanst&#228;ndig ausgeweitet – finanziert durch immer neue Schulden. Die SPD-Fraktion wird mit dem Senat daraufhin arbeiten, die Schuldenbremse zu erreichen“, so Quast weiter.</p>
<p><strong><em>Auch die LINKE kritisierte den Vorsto&#223;:</em></p>
<p>Mythos Schuldenbremse: Kurswechsel der CDU</strong></p>
<p>Mit deutlichen Worten wies Dr. Joachim Bischoff, Sprecher f&#252;r Finanz- und Haushaltspolitik der Linksfraktion, den CDU-Antrag zur Schuldenbremse zur&#252;ck. Er kritisierte den Kurswechsel der CDU und warf ihr eine unseri&#246;se Argumentation vor. Eine Schuldenbremse &#228;ndere zudem nichts an der &#220;berschuldung der &#214;ffentlichen Haushalte, sondern f&#252;hre nur zu massiven K&#252;rzungsprogrammen und damit zu einer Versch&#228;rfung der sozialen Spaltung.</p>
<p>Der CDU-Antrag fordert, dass Hamburg noch in diesem Jahr eine Schuldenbremse in seiner Verfassung verankert. Nach dem Willen der CDU-Fraktion soll Hamburg bereits von 2015 an keine Schulden mehr machen. Mit der Forderung gehen CDU und GAL-Fraktion weit &#252;ber die zwischen Bund und L&#228;ndern vereinbarte Schuldenbremse hinaus, die sp&#228;testens ab 2020 ausgeglichene Haushalte fordert. Schon jetzt steht in der Haushaltsordnung: Hamburg darf von 2013 an grunds&#228;tzlich keine neuen Schulden mehr machen. Das hat die CDU 2007 mit ihrer damaligen absoluten Mehrheit in der B&#252;rgerschaft festgelegt. Freilich hatte die CDU als Regierungspartei Ende 2009 vorgeschlagen, genau diese Begrenzung der Kreditaufnahme aufzuheben.</p>
<p>&#8220;Die politische Argumentation der CDU ist einigerma&#223;en unseri&#246;s. Wenn jetzt erneut ein Kurswechsel vollzogen wird und eine noch restriktivere Begrenzung der Kreditaufnahme durch eine Festlegung in der Verfassung vorgeschlagen wird, m&#252;ssten sich die Antragssteller zu der laufenden Konjunkturstabilisierung und der zu erwartenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung &#228;u&#223;ern. Der Antrag zu einer Verfassungs&#228;nderung wird von der Linksfraktion abgelehnt und zwar keineswegs nur wegen der offenkundigen M&#228;ngel in der Argumentation.&#8221;</p>
<p>Um die ausufernde Staatsverschuldung in Grenzen zu halten, hat eine Allparteienkoalition &#8211; au&#223;er der LINKEN &#8211; die Schuldenbremse eingef&#252;hrt, die Bund und L&#228;nder verpflichtet, ihre Nettokreditaufnahme bis 2020 fast auf Null herunterzufahren. Da Steuererh&#246;hungen von diesen Parteien weitgehend ausgeschlossen werden, bleibt nur der Weg der drastischen Beschneidung der Ausgaben. &#220;berall im Land werden deshalb rigide Sparprogramme aufgelegt.<br />
Die gesetzlichen Einschr&#228;nkungen f&#252;r den R&#252;ckgriff auf &#246;ffentliche Kredite tragen aber wenig zur L&#246;sung des Problems der Verschuldung bei. Bei der ausufernden Staatsverschuldung wird hier ausschlie&#223;lich die Ausgabenseite betrachtet. Mit der Schuldenbremse sollen Bund und L&#228;nder verpflichtet werden, ihre Nettokreditaufnahme bis 2020 fast auf Null herunterzufahren. Wenn diese Festlegung eine Debatte &#252;ber Art und Umfang von &#246;ffentlichen Leistungen sowie die Bereitstellung von Finanzen f&#252;r diese Aufgaben ausschlie&#223;t, soll damit eine drastische Beschneidung der Ausgaben erzwungen werden.</p>
<p>Die Konsequenz dieser Festlegung sind massive K&#252;rzungsprogramme und in vielen Bereichen wie &#246;ffentliche Infrastruktur, soziale Sicherheit, Bildung und Kultur f&#252;hrt die Unterfinanzierung zu einer Versch&#228;rfung der sozialen Spaltung.</p>
<p>&#8220;Es ist ein Mythos zu glauben, dass sich L&#228;nder durch rigide Konsolidierungsprogramme aus wirtschaftlichen oder Schuldenkrisen heraus sparen k&#246;nnen. Diese Fehlentwicklung werden allein durch langfristige, nachhaltig ausgerichtete Restrukturierungsprozesses der &#214;konomien aufgehoben werden k&#246;nnen&#8221;, sagte Dr. Bischoff. &#8220;Alle verfassungspolitischen Klimmz&#252;ge mit Schuldenbremsen und Schuldenverbot helfen den &#246;ffentlichen Haushalten nicht aus der Zwangslage. Es ist zwar wenig popul&#228;r, trotzdem gilt: F&#252;r die &#246;ffentlichen Aufgaben m&#252;ssen &#252;ber die Festsetzung von Steuern entsprechende Einnahmen aufgebracht werden. Der Schrei nach &#8220;Steuerbremsen&#8221; entbindet uns nicht zu pr&#252;fen, wie hoch die Steuerbelastung ist. Zahlen alle B&#252;rgerInnen entsprechend ihrer &#246;konomischen Situation einen angemessenen Beitrag und welche Aufgaben k&#246;nnen mit diesem Aufkommen finanziert werden?&#8221;</p>
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		<title>&#8230;und die Kritik daran</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 14:48:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hartwig</dc:creator>
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Die LINKE nennt das &#8220;Bildungspaket&#8221; ein &#8220;Bildungsp&#228;ckchen&#8221; uznd h&#228;lt es &#252;berdies f&#252;r ein Mogelpaket. 
Das „Bildungsp&#228;ckchen“ reicht vorn und hinten nicht aus und ist ein Mogelpaket, so die Kritik der Hamburger Linksfraktion. Kinder werden beim Schulessen an der Kasse blo&#223;gestellt und f&#252;r Sport und Musik gibt es &#8211; au&#223;er 10.- € &#8211; nichts f&#252;r Trikots, [...]]]></description>
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<p>Die LINKE nennt das &#8220;Bildungspaket&#8221; ein &#8220;Bildungsp&#228;ckchen&#8221; uznd h&#228;lt es &#252;berdies f&#252;r ein Mogelpaket.<span id="more-19597"></span></p>
<p>Das „Bildungsp&#228;ckchen“ reicht vorn und hinten nicht aus und ist ein Mogelpaket, so die Kritik der Hamburger Linksfraktion. Kinder werden beim Schulessen an der Kasse blo&#223;gestellt und f&#252;r Sport und Musik gibt es &#8211; au&#223;er 10.- € &#8211; nichts f&#252;r Trikots, Sportschuhe oder Notenhefte! Wie der Senat heute mitgeteilt hat, sollen Kinder von Hartz-IV- aber auch Wohngeld-, Kinderzuschlag-, Grundsicherungs- und Sozialhilfebeziehenden k&#252;nftig keine Gutscheine erhalten. Sportvereine, Musikschulen, aber auch die Pfadfinder und andere Tr&#228;ger, die Bildungs- und Teilhabeangebote bereitstellen, sollen stattdessen ihre Kosten pauschal abrechnen k&#246;nnen. Unter Vorlage des Bewilligungsbescheides sollen die Bildungstr&#228;ger dann die Leistungen gew&#228;hren. Gleiches soll f&#252;r die Schulen und Kitas gelten, die nach Vorlage des Bewilligungsbescheides Mittagsverpflegung, Lernf&#246;rderung (Nachhilfe) und Fahrkarten abwickeln sollen.</p>
<p>Hierzu erkl&#228;rt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE Dora Heyenn: „Das ganze ist wirklich nur ein „Bildungsp&#228;ckchen“, denn in den 10.- € im Monat Beitragszuschuss ist weder Sportbekleidung, noch Notenhefte oder eine – wenigstens gebrauchte – Pfadfinderbekleidung drin. Nach wie vor sollen Sch&#252;ler erst bei einer Schulentfernung &#252;ber 5 Kilometer und Grundsch&#252;ler &#252;ber 2,5 Kilometer eine Sch&#252;lerfahrkarte bekommen. Das ist im Gro&#223;stadtverkehr bei Wind und Wetter ein Witz. Die Nachhilfe soll von den Schulen organisiert werden. Offen bleibt, wer das personell machen soll und wie dann Honorarkr&#228;fte ausgew&#228;hlt und bezahlt werden sollen.“</p>
<p>Der arbeits- und wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion Dr. Joachim Bischoff erg&#228;nzt: „Das ist eine unzul&#228;ssige Privatisierung von Bildung, die zu Dumpingbesch&#228;ftigung bei Honorarkr&#228;ften f&#252;hren soll und wird. Das Registrierungsverfahren f&#252;r Anbieter soll die gemeinn&#252;tzigen Anbieter privilegieren – gerade die also, die es mit Ein-Euro-Jobbern und Niedriglohnbesch&#228;ftigung noch so eben schaffen k&#246;nnen, mit 10.- € Monatsbeitrag pro Kind noch klarzukommen. Das ganze „Bildungsp&#228;ckchen“ ist ein gro&#223;es Mogelpaket zum Auftakt dieses Senats.“</p>
<p>Die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler sollen zuk&#252;nftig den Hartz-IV-Bescheid im Schulb&#252;ro vorlegen und dann das Mittagessen kostenlos erhalten. Das ist sp&#228;testens an der Kasse eindeutig diskriminierend. Das kostenlose Mittagessen ist zwar grunds&#228;tzlich eine gute Sache. Die Fraktion DIE LINKE hat allerdings in der letzten Wahlperiode vom Senat bereits die Auskunft erhalten, dass bis auf den Bereich der Gymnasien bislang keine Mittagessenangebote an den Schulen bestehen. Da ist noch viel zu tun – und kostenlos n&#252;tzt nichts, wenn es gar kein Angebot gibt. Die musische Bildung f&#228;llt zudem weitgehend flach, da nur die staatliche Jugendmusikschule mit ihren wenigen Pl&#228;tzen in Frage kommt.</p>
<p>Dora Heyenn abschlie&#223;end: „Senator Schele meint tats&#228;chlich, dass bei privaten Musikschulen dann eben nur 10.- € im Monat anteilig &#252;bernommen werden und die Hartz-IV-beziehenden Eltern sich den Rest aus den Rippen schneiden k&#246;nnen. Im Regelsatz ist daf&#252;r jedenfalls kein Cent &#252;brig.“</p>
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		<title>Vom unbeheizten Bunker ins Pflegeheim</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 21:54:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hartwig</dc:creator>
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Der Senat hat auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der Abgeordneten der LINKEN Wolfgang Joithe, Joachim Bischoff und Kersten Artus (Drucksache 19/8399) mitgeteilt, dass am 12.01.2011 anstelle des unbeheizten Bunkers unter dem Hachmannplatz nunmehr im Pflegeheim Holstenhof/Jenfeld eine zus&#228;tzliche &#220;bernachtungsst&#228;tte eingerichtet worden sei. In zwei Dreibett-, vier Vierbett-, f&#252;nf F&#252;nfbett-, drei Sechsbett- und einem Achtbettzimmer (!) [...]]]></description>
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<p>Der Senat hat auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der Abgeordneten der LINKEN Wolfgang Joithe, Joachim Bischoff und Kersten Artus (Drucksache 19/8399) mitgeteilt, dass am 12.01.2011 anstelle des unbeheizten Bunkers unter dem Hachmannplatz nunmehr im Pflegeheim Holstenhof/Jenfeld eine zus&#228;tzliche &#220;bernachtungsst&#228;tte eingerichtet worden sei. In zwei Dreibett-, vier Vierbett-, f&#252;nf F&#252;nfbett-, drei Sechsbett- und einem Achtbettzimmer (!) seien dort in der ersten Nacht vom 12. auf den 13. Januar bereits 63 Personen untergebracht worden, die mit einem Bus-Shuttle-Service dort hin- und wieder weggefahren worden seien.<span id="more-19053"></span></p>
<p>Hierzu erkl&#228;rt der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Links-Fraktion in der Hamburgischen B&#252;rgerschaft, Dr. Joachim Bischoff: &#8220;Nach dem ersten K&#228;ltetoten in diesem Jahr blieb dem Senat nur, den unbeheizten unterirdischen Bunker sofort dichtzumachen. Die LINKE hatte rechtzeitig angemahnt, dass sofort mobile Heizungen installiert werden m&#252;ssten, um nicht w&#228;rmesuchende frierende Menschen weiter abzuschrecken. Stattdessen karrt der konzeptlose Senat nun mit gro&#223;em Aufwand obdachlose Menschen mit Shuttle-Bussen aus der Innenstadt in ein Pflegeheim am Stadtrand und pfercht sie in gro&#223;e Mehrbettzimmer ohne jedes Minimum an Privatheit. Wir k&#246;nnen nur hoffen, dass es nicht wieder st&#228;rker friert, denn dieses ,Angebot&#8217; werden weiterhin viele Obdachlose nachvollziehbarer Weise verweigern.&#8221;</p>
<p>In seiner Antwort hatte der Senat best&#228;tigt, dass &#8220;ein gewisses Ma&#223; an Privatheit (&#8230;) bei einer Unterbringung mit Gemeinschaftscharakter grunds&#228;tzlich nur in Einzelzimmern oder Paar-Zimmern m&#246;glich&#8221; sei. Gleichzeitig wurde aber einger&#228;umt, dass in den Einrichtungen des Winternotprogramms &#8220;Doppelzimmer nur dann zur Verf&#252;gung (stehen), wenn durch eine Unterbelegung von R&#228;umen keine Nachteile f&#252;r Dritte entstehen&#8221;.</p>
<p>Hierzu f&#252;hrt Joachim Bischoff abschlie&#223;end aus: &#8220;Es ist dem Senat bekannt, dass betroffene Obdachlose Unterk&#252;nfte mit gro&#223;en Mehrbettzimmern zu meiden versuchen, weil sie Angst vor Diebstahl, Gewalt und Schmutz haben. Es leuchtet zudem jedem ein, dass es blanker Hohn ist, Menschen mit einem aufw&#228;ndigen Shuttle-Bus-Service in ein Pflegeheim zu karren, in dem sie dann in F&#252;nf- bis Achtbettzimmer gezwungen werden. Das Geld f&#252;r Bus und Fahrer m&#252;sste vern&#252;nftigerweise dazu benutzt werden, kurzfristig Zimmer in Innenstadtn&#228;he anzumieten. Aber Senator Wersich hat weder ein Konzept, noch ist er in der Lage, sich fachkundig durch die Wohnungslosenhilfe beraten zu lassen. Dieser Senat ist wirklich nur noch ein hilfloses Provisorium.&#8221;</p>
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		<title>Schluss mit der Geheimpolitik im Sport!</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 20:23:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hartwig</dc:creator>
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Die SPD-Sportpolitikerin Juliane Timmermann hat den Umgang des Senats mit den Sportvereinen in Hamburg kritisiert. &#8220;Zwei Jahre lang wurde an einem Sportentwicklungsplan gearbeitet. Die vom Senat behauptete Beteiligung aller Partner im Sport war dabei eine Farce. Das sieht man zuletzt daran, dass der Senat trotz Forderung des Hamburger Sportbundes nicht bereit war, diesen bei der [...]]]></description>
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<p>Die SPD-Sportpolitikerin Juliane Timmermann hat den Umgang des Senats mit den Sportvereinen in Hamburg kritisiert. &#8220;Zwei Jahre lang wurde an einem Sportentwicklungsplan gearbeitet. Die vom Senat behauptete Beteiligung aller Partner im Sport war dabei eine Farce. Das sieht man zuletzt daran, dass der Senat trotz Forderung des Hamburger Sportbundes nicht bereit war, diesen bei der &#220;bergabe des Plans zu beteiligen&#8221;, sagte Timmermann.<span id="more-19025"></span></p>
<p>Zentrale Kritik an der Sportpolitik des Senats sei immer gewesen, dass es keine transparenten Strukturen gibt. &#8220;Dass diese Kritik berechtigt ist, hat der Senat mit seinem sportpolitischen Herumfuhrwerken der j&#252;ngsten Vergangenheit eindrucksvoll bewiesen.&#8221; Anstatt alle Akteure vom Anfang an am Prozess der Sportentwicklungsplanung zu beteiligen, habe sich der Senat f&#252;r einen Alleingang mit unbekanntem Ziel entschieden.</p>
<p>Timmermann fordert den Senat auf, m&#246;glichst schnell, offen und umfassend &#252;ber Entstehung und Ziele seiner bisherigen Sportentwicklungsplanung zu informieren. &#8220;Diese Planung hat 200.000 Euro gekostet. Die Hamburgerinnen und Hamburger innerhalb wie au&#223;erhalb der Sportvereine haben ein Recht auf Transparenz&#8221;, sagte Timmermann.</p>
<p><strong><em>Auch die LINKE kritisiert den Senat:</em></p>
<p>Sportentwicklungsplanung geheim – LINKE gegen Nutzungsgeb&#252;hren<br />
</strong><br />
Heute wird der Abschlussbericht zur Sportentwicklungsplanung vorgestellt, den Prof. Dr. Christian Wopp (Universit&#228;t Oldenburg) im Auftrag des Senats in den vergangenen anderthalb Jahren erarbeitet hat. Gleich zwei Eigent&#252;mlichkeiten fallen ins Auge:</p>
<p>Zum einen findet diese Tagung offensichtlich unter weitgehendem Ausschluss der (sport)politischen &#214;ffentlichkeit statt, weder der Hamburger Sportbund noch die B&#252;rgerschaftsfraktionen &#8211; zumindest die der LINKEN &#8211; sind bis heute &#252;ber diese Zusammenkunft auch nur in Kenntnis gesetzt worden.</p>
<p>Wohl nicht zuf&#228;llig findet diese klandestine Veranstaltung in den R&#228;umen der Handelskammer statt, nicht eben einem Zentrum des Breiten- oder Spitzensports, sehr wohl aber eine Institution, die in ihrer im November 2010 vorgelegten 66-seitigen Studie „Auf Leistung setzen – Der Sport als Wirtschaftsfaktor Hamburgs“ als „sportliches Ziel Hamburgs f&#252;r die Dekade 2011 bis 2020“ katego-risch formuliert: „Hamburg ist eine auf den Leistungssport orientierte Sportstadt&#8230;“ (S. 41).</p>
<p>Der sportpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Dr. Joachim Bischoff, erkl&#228;rt dazu: „Es ist schon eine Unverfrorenheit des Senats und seines Sportamtes, die Ergebnisse der lange erwarteten Sportentwicklungsplanung (SEP) quasi unter Ausschluss der &#214;ffentlichkeit zu pr&#228;sentieren. Hier geht es um nichts weniger als die Weichenstellung im Sport f&#252;r die n&#228;chsten Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Und da sollten doch insbesondere die Verb&#228;nde, &#252;berhaupt alle gesellschaftlich relevanten Kr&#228;fte mehr als nur ein W&#246;rtchen mitreden k&#246;nnen.</p>
<p>Bezeichnend ist der Umstand, dass der CDU-Minderheitssenat f&#252;r die Pr&#228;sentation der Ergebnisse der SEP ausgerechnet die Handelskammer gew&#228;hlt hat. Dies ist dann allerdings schon eine Art Richtungsentscheidung, steht diese Institution doch wie kaum eine andere f&#252;r die einseitige F&#246;rderung von Event-, Leistungs- und Spitzensport auf Kosten der vor sich hin modernden Sportst&#228;tten, die eine Millionen schwere Finanzspritze seit Jahren n&#246;tig h&#228;tten – zu Gunsten der Hunderttausende Sporttreibenden in dieser Stadt.“</p>
<p>Im &#220;brigen bleibt abzuwarten, inwieweit Prof. Wopp an seinem Vorschlag festh&#228;lt, eine Sportst&#228;ttennutzungssteuer einzuf&#252;hren. Die Erhebung von Geb&#252;hren f&#252;r die Nutzung st&#228;dtischer Sportanlagen wird von der LINKEN aus prinzipiellen Gr&#252;nden abgelehnt. Das wird unsere Fraktion in der heutigen B&#252;rgerschaftssitzung unterstreichen, in der sie einen wirklich richtungweisenden Antrag – ganz &#246;ffentlich – einbringen, der klar fordert: Keine Einf&#252;hrung von Sportanlagennutzungsgeb&#252;hren!</p>
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		<title>Nonnenmachers Nachfolger hei&#223;t Lerbinger</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 20:47:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hartwig</dc:creator>
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Der Aufsichtsrat der HSH Nordbank hat heute den Nachfolger von Jens Nonnenmacher benannt: Paul Lerbinger, zuvor stellvertretender Deutschlandchef der Citibank und vor 2002 (unter HSH-Aufsichtsrats-Chef Kopper) bei der Deutschen Bank. Lerbinger soll jetzt zun&#228;chst Vorstandsmitglied werden und Nonnenmacher zum 01.04. abl&#246;sen. 
Der Vorstandsvorsitzende war unter Druck geraten, nachdem diverse Vorf&#228;lle wie Bespitzelungsvorw&#252;rfe, eigenm&#228;chtige Auftragsvergaben und [...]]]></description>
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<p>Der Aufsichtsrat der HSH Nordbank hat heute den Nachfolger von Jens Nonnenmacher benannt: Paul Lerbinger, zuvor stellvertretender Deutschlandchef der Citibank und vor 2002 (unter HSH-Aufsichtsrats-Chef Kopper) bei der Deutschen Bank. Lerbinger soll jetzt zun&#228;chst Vorstandsmitglied werden und Nonnenmacher zum 01.04. abl&#246;sen.<span id="more-18801"></span></p>
<p>Der Vorstandsvorsitzende war unter Druck geraten, nachdem diverse Vorf&#228;lle wie Bespitzelungsvorw&#252;rfe, eigenm&#228;chtige Auftragsvergaben und der Verdacht der Untreue bekannt wurden. Die Haupteigent&#252;mer Hamburg und Schleswig-Holstein empfahlen daraufhin dem Aufsichtsrat, Nonnenmacher wegen Vertrauensverlust von seinem Vorstandsposten abzuberufen.</p>
<p>Noch unklar ist, zu welchen Bedingungen Nonnenmacher seinen Sessel r&#228;umen wird. Die Rede ist von einem Angebot von zwei Millionen Euro (eine Million Gehalt, eine Million Bonuszahlung) und einer Forderung von vier bis f&#252;nf Millionen Euro. Unter anderem d&#252;rfte die tats&#228;chliche H&#246;he einer Zahlung davon abh&#228;ngen, ob die eingeschalteten Gerichte Nonnenmachers Verhalten gegen&#252;ber der Bank und den Anteilseignern als strafbar einstufen oder nicht.</p>
<p>Dazu erkl&#228;rt Dr. Joachim Bischoff, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen B&#252;rgerschaft: &#8220;Ich w&#252;nsche Herrn Lerbinger viel Erfolg und gutes Gelingen! Er wird riesige Probleme l&#246;sen m&#252;ssen. Die Bank muss aus der Verlustzone herausgef&#252;hrt werden, mit der EU muss eine L&#246;sung zum grunds&#228;tzlichen Fortbestand der Bank gefunden werden, das Vertrauen, auch von potentiellen Kapitalanlegern, muss in die Bank zur&#252;ckgeholt werden! Inwieweit ein bisher ausschlie&#223;lich international t&#228;tiger Investmentbanker in der Lage sein wird, sich in den regionalen Bezug des geforderten neuen Gesch&#228;ftsmodells hinein zu versetzen und damit die Bank in die Gewinnzone zu f&#252;hren, bleibt abzuwarten.&#8221;</p>
<p>Der SPD-Obmann im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss HSH Nordbank, Thomas V&#246;lsch, hat die Vereinbarung zum Ausscheiden von HSH-Chef Dirk Jens Nonnenmacher als &#8220;weitere Ohrfeige f&#252;r den Senat und B&#252;rgermeister Ahlhaus&#8221; bezeichnet.</p>
<p>&#8220;Ganz offen ignoriert HSH-Aufsichtsratschef Kopper den Willen der Anteilseigner, Nonnenmacher schnell und ohne Abfindung zu entlassen&#8221;, sagte V&#246;lsch am Mittwoch. Die Formulierung &#8220;einvernehmliche Trennung&#8221; lasse &#8211; was die Abfindung f&#252;r Nonnenmacher betrifft &#8211; nichts Gutes erwarten. &#8220;Ich bin gespannt, ob sich der Senat auch diesen neuen Affront bieten l&#228;sst&#8221;, sagte der SPD-Abgeordnete.</p>
<p>Dem neuen Vorstandsvorsitzenden der HSH Nordbank, Paul Lerbinger, w&#252;nschte V&#246;lsch &#8220;Gl&#252;ck und Erfolg bei einer gro&#223;en Herausforderung&#8221;. Es gelte jetzt, den Sanierungskurs der Bank fortzusetzen und gleichzeitig einen Sanierungskurs einzuleiten, was den Ruf und das Erscheinungsbild der Bank betrifft.</p>
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		<title>CDU ruiniert Versorgungsfonds</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Dec 2010 16:55:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hartwig</dc:creator>
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Der haushaltspolitische Sprecher CDU-B&#252;rgerschaftsfraktion Thies Goldberg kritisiert die SPD, weil sie gegen einen Zuschuss an den Hamburgischen Versorgungsfonds in H&#246;he von 120 Mio. Euro gestimmt hat, und wirft ihr Selbstbedienungsmentalit&#228;t im Umgang mit den Stadtfinanzen vor. Protst kommt sofort &#8211; aber von der LINKE. 
&#8220;Das schl&#228;gt dem Fass den Boden aus. F&#252;r die dramatischen Finanzn&#246;te [...]]]></description>
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<p>Der haushaltspolitische Sprecher CDU-B&#252;rgerschaftsfraktion Thies Goldberg kritisiert die SPD, weil sie gegen einen Zuschuss an den Hamburgischen Versorgungsfonds in H&#246;he von 120 Mio. Euro gestimmt hat, und wirft ihr Selbstbedienungsmentalit&#228;t im Umgang mit den Stadtfinanzen vor. Protst kommt sofort &#8211; aber von der LINKE.<span id="more-18715"></span></p>
<p>&#8220;Das schl&#228;gt dem Fass den Boden aus. F&#252;r die dramatischen Finanzn&#246;te des Hamburgischen Versorgungsfonds, der die Altersruhegelder der Besch&#228;ftigten aus ehemals &#246;ffentlichen Unternehmen sichern soll, ist ganz allein die CDU verantwortlich&#8221;, erkl&#228;rt der haushaltspolitische Sprecher der B&#252;rgerschaftsfraktion DIE LINKE, Dr. Joachim Bischoff.</p>
<p>Die CDU hat den Landesbetrieb Krankenh&#228;user gegen das Votum der Hamburger Bev&#246;lkerung privatisiert. Die Folgekosten m&#252;ssen nun die Besch&#228;ftigten und die SteuerzahlerInnen tragen. Die CDU hat den Pensionsfonds mit Aktien der HSH Nordbank ausgestattet, deren skandal&#246;se Gesch&#228;ftspraktiken nun dazu gef&#252;hrt haben, dass der HVF seinen Verpflichtungen gegen&#252;ber den ehemals st&#228;dtischen Besch&#228;ftigten nicht mehr nachkommen kann. Er ist pleite. Diese Art der privaten Absicherung der Altersruhegelder im Finanzcasino war von vorneherein zum Scheitern verurteilt.</p>
<p>Seit Ausbruch der Finanzkrise zeichnete sich ab, dass die dramatischen Verluste der HSH Nordbank dem HVF die finanziellen Grundlagen entziehen. Die CDU hat seitdem nichts getan, um den HVF auf eine andere Gesch&#228;ftsgrundlage zu stellen.</p>
<p>&#8220;Wenn irgendwer die &#246;ffentlichen Finanzen zur Bedienung der eigenen Klientel genutzt hat, dann waren es die CDU-Senate der letzten neun Jahre. Und am Ende dieser schwarzen Periode der Hamburger Geschichte steht eine sozial tief gespaltene Stadt mit massiv gesch&#228;digter &#246;ffentlicher und sozialer Infrastruktur und leeren Kassen, weil viel Geld der SteuerzahlerInnen in den letzten Jahren zum Fenster herausgeschmissen worden ist. Gut, dass dieser christdemokratische Umgang mit den &#246;ffentlichen Finanzen jetzt ein Ende hat&#8221;, schlie&#223;t Bischoff.</p>
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		<title>Wohnungsnot: Sch&#246;nf&#228;rben statt helfen</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 14:39:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hartwig</dc:creator>
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1.029 Wohnungslose lebten im M&#228;rz auf Hamburgs Stra&#223;en, zu der Dunkelziffer k&#246;nnen die zust&#228;ndigen Beh&#246;rde nichts sagen, insgesamt 3.014 Personen sind in den verschiedenen &#220;bernachtungseinrichtungen untergebracht. Der Senat plant im Haushaltsentwurf weniger Pl&#228;tze f&#252;r die &#246;ffentliche Unterbringung in den kommenden Jah¬ren ein, obwohl die Zahl der Wohnungslosen und Zuwanderer seit vielen Monaten deutlich zunimmt. 
Die [...]]]></description>
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<p>1.029 Wohnungslose lebten im M&#228;rz auf Hamburgs Stra&#223;en, zu der Dunkelziffer k&#246;nnen die zust&#228;ndigen Beh&#246;rde nichts sagen, insgesamt 3.014 Personen sind in den verschiedenen &#220;bernachtungseinrichtungen untergebracht. Der Senat plant im Haushaltsentwurf weniger Pl&#228;tze f&#252;r die &#246;ffentliche Unterbringung in den kommenden Jah¬ren ein, obwohl die Zahl der Wohnungslosen und Zuwanderer seit vielen Monaten deutlich zunimmt.<span id="more-18635"></span></p>
<p>Die meisten aktuellen Zahlen gehen aus der Antwort des Senats auf eine Schriftliche Kleine Anfrage des stadtentwicklungspolitischen Sprechers der B&#252;rgerschaftsfraktion, Dr. Joachim Bischoff, zum Thema Wohnungslosigkeit in Hamburg hervor (Drs. 19/7915). Zudem weist der Bezirk Mitte im Durchschnitt monatlich 53 Personen ab, die dringend untergebracht werden m&#252;ssten. </p>
<p>Von den 3.014 Personen sind 2.564 Personen in Wohnunterk&#252;nften (per 30.9.), 201 in &#220;bernachtungsst&#228;tten (30.9.), weitere 32 in teilstation&#228;ren (31.7.) und 181 in station&#228;ren Einrichtungen (31.7.) sowie 36 in sonstigen Einrichtungen (31.7.2010) untergebracht (Antwort 1).</p>
<p>Die Zahl der Wohnungslosen und der Zuwanderer ist in diesem Jahr rapide angestiegen. Waren es im vergangenen Jahr noch um 997 Zuwanderer, wird 2010 eine Zahl von 1.600 angenommen. Die Sozialbeh&#246;rde blendet die realen Zahlen aus: Mehrere Unterk&#252;nfte &#8211; vor allem f&#252;r wohnungslose Frauen &#8211; waren schon im Sommer &#252;berf&#252;llt, ohne dass die notwendigen Konsequenzen f&#252;r den Winter gezogen worden w&#228;ren. Die Fachstelle f&#252;r Wohnungsnotf&#228;lle des Bezirks Mitte gibt an, dass zwischen Januar und Oktober 2010 im monatlichen Durchschnitt &#8211; trotz Unterbringungspflicht Hamburgs &#8211; 43 Haushalte bzw. 53 Personen &#8220;nicht zeitnah untergebracht werden konnten&#8221;, sondern obdachlos wieder weggeschickt werden mussten. Diese Zahlen werden von einigen MitarbeiterInnen handschriftlich notiert werden, aber offiziell gibt es &#8220;keine Erfassung der nicht untergebrachten Personen erfolge&#8221;.</p>
<p>Dr. Joachim Bischoff erkl&#228;rt dazu: &#8220;W&#228;hrend die Senatskoalition einschlie&#223;lich des Wohnungsbaukoordinators noch eine Wohnungsnot bestreiten und vom punktuellen Wohnungsmangel spricht, stellt sich die Situation f&#252;r die Menschen am untersten Rand der Gesellschaft dramatischer denn je dar: Eine wachsende Zahl von ihnen findet keinen Platz in den Wohnunterk&#252;nften oder &#220;bernachtungsst&#228;tten. Angesichts drastischer Mietsteigerungen und r&#252;ckl&#228;ufiger Sozialwohnungen schon gar keine regul&#228;re Wohnung. Dass Menschen, die eine Unterbringung nachsuchen, monatlich zu Dutzenden &#8211; in ganz Hamburg m&#246;glicherweise zu Hunderten &#8211; regelm&#228;&#223;ig abgewiesen werden, ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit und eine Verletzung der Unterbringungspflicht der Stadt.&#8221;</p>
<p>Statt umgehend zu handeln, betreibt der Senat Schindluder mit den Zahlen. Sozialsenator Wersich behauptete in einer Presseerkl&#228;rung am 19. November, dass kein Abbau von &#220;bernachtungspl&#228;tzen f&#252;r Wohnungslose erfolgen w&#252;rde. Laut &#8220;Finanzbericht 2011/2012. Allgemeiner Vorbericht zum Haushaltsplan-Entwurf 2011/2012/Finanzplan 2010 &#8211; 2014 (Stand: Beschluss des Senats vom 22. September 2010)&#8221; ist einkalkuliert, die Platzzahl f&#252;r die &#246;ffentliche Unterbringung von 8.285 (Ende 2009) auf 6.977 (Ende 2010) herunterzufahren und auf diesem Stand f&#252;r 2011 und 2012 festzuschreiben (Tabelle, S. 80). Auch wenn diese Zahlen laut Sozialsenator eine &#8216;Prognose&#8217; darstellen und &#8216;sich nicht auf die Platzzahl direkt beziehen&#8217;, bleibt r&#228;tselhaft, dass mit einer Abnahme der Unterbringungspl&#228;tze gerechnet wird, obwohl die Zahl der Wohnungslosen und Zuwanderer seit vielen Monaten deutlich zunimmt.</p>
<p>&#8220;Ich stelle daher fest: Der Senat kaschiert die wahre Zahl der Menschen, die dringend wenigstens einen Unterbringungsplatz ben&#246;tigen. Doch dies ist symptomatisch f&#252;r eine gr&#252;n-schwarze Politik, die die akute Wohnungsnot in Hamburg kleinredet statt endlich zu handeln&#8221;, schlie&#223;t Bischoff.</p>
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		<title>&#8220;Versorgungsfonds ist faktisch pleite&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 13:43:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hartwig</dc:creator>
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Im November 2006 wurde der Landesbetrieb Krankenh&#228;user Hamburg Immobilien &#8211; A&#246;R (LBK-Immobilien) in &#8220;Hamburgischer Versorgungsfonds&#8221; &#8211; A&#246;R (HVF) umbenannt. Seine Hauptaufgabe besteht in der Sicherung der Altersversorgung der Besch&#228;ftigten in fr&#252;heren &#246;ffentlichen Unternehmen, die dann (teil-) privatisiert wurden. Als Verm&#246;gen erhielt der HVF neben der Beteiligung an Asklepios unter anderem Anteile von der FHH direkt [...]]]></description>
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<p>Im November 2006 wurde der Landesbetrieb Krankenh&#228;user Hamburg Immobilien &#8211; A&#246;R (LBK-Immobilien) in &#8220;Hamburgischer Versorgungsfonds&#8221; &#8211; A&#246;R (HVF) umbenannt. Seine Hauptaufgabe besteht in der Sicherung der Altersversorgung der Besch&#228;ftigten in fr&#252;heren &#246;ffentlichen Unternehmen, die dann (teil-) privatisiert wurden. Als Verm&#246;gen erhielt der HVF neben der Beteiligung an Asklepios unter anderem Anteile von der FHH direkt gehaltenen Aktien an der HSH Nordbank AG. Die LINKE meint: Er ist faktisch pleite. <span id="more-18595"></span></p>
<p>&#8220;Der Hamburgische Versorgungsfonds ist faktisch pleite und kann die Altersversorgung der Besch&#228;ftigten nicht mehr gew&#228;hrleisten. Aus diesem Grund hat der Senat angek&#252;ndigt dem HVF in diesem Jahr einen Zuschuss von 120 Mio. Euro &#8211; ein Betrag der etwa dem entspricht, was man durch K&#252;rzung bzw. Streichung des Weihnachtsgeldes bei den Beamten der Stadt einsparen will &#8211; zu gew&#228;hren, damit er Renten und Pensionen auszahlen kann. Auch f&#252;r die Jahre 2011-2014 wird mit einem weiteren Fehlbedarf von 120 Mio. Euro, damit faktisch einer Dauerfinanzierung aus dem Haushalt gerechnet&#8221;, erkl&#228;rt der haushaltspolitische Sprecher der Linksfraktion in der Hamburgischen B&#252;rgerschaft Dr. Joachim Bischoff.</p>
<p>Aufgrund der HSH Nordbank-Krise musste der Beteiligungsbuchwert dieser Anteile 2008 um 772,0 Mio. Euro abgewertet werden. Dies f&#252;hrte beim HVF 2008 zu einem Jahresfehlbetrag von 770,3 Mio. Euro und einem negativen Eigenkapital von 256,9 Mio. Euro. Diese negative Entwicklung hat sich 2009 fortgesetzt. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag hat sich wegen eines erneuten Verlusts im Ergebnis der gew&#246;hnlichen Gesch&#228;ftst&#228;tigkeit in H&#246;he von 60 Mio. Euro auf 316,7 Mio. Euro erh&#246;ht. Zur Fehlkalkulation mit der HSH Nordbank kommt &#8211; nach dem Eingest&#228;ndnis des Senats &#8211; hinzu, dass die Ertr&#228;ge aus dem Verkauf nicht betriebsnotwendiger Grundst&#252;cken des ehemaligen LBK deutlich geringer ausfallen als erwartet. Und: Ertr&#228;ge aus der Asklepios-Beteiligung sind nicht zu erwarten. Im Gegenteil: Jetzt ist bekannt geworden, dass die Stadt auf 75 Mio. Euro des urspr&#252;nglichen Kaufpreises wegen eines miserabel ausgehandelten Verkaufsvertrags verzichten muss.</p>
<p>&#8220;Nach einer langen Zeit des Sch&#246;nredens muss der Senat nun selbst einr&#228;umen, dass sein Modell einer &#252;ber die Finanzm&#228;rkte abgesicherten Altersversorgung f&#252;r Teile der ehemals im &#246;ffentlichen Dienst Besch&#228;ftigten gescheitert ist: &#8220;Die genannten belastenden Faktoren wirken f&#252;r den HVF auch &#252;ber das Jahr 2014 hinaus. Es ist daher erforderlich, das &#8216;Gesch&#228;ftsmodell&#8217; des HVF insgesamt zu &#252;berdenken.&#8221; (Drs. 19/7957)</p>
<p>Es raubt einem den Atem, wenn man sieht, in welchem Tempo Schwarz-Gr&#252;n das Verm&#246;gen der Stadt vernichtet hat. Opfer sind u.a. die ehemals im &#246;ffentlichen Dienst Besch&#228;ftigten, deren Altersversorgung im Finanzcasino verspielt wurde. Daf&#252;r m&#252;ssen jetzt die Beamtinnen bluten, denen das Jahresgehalt kurzerhand um 5 &#8211; 8% gek&#252;rzt wird.</p>
<p>Hamburg ist faktisch pleite und dem schwarz-gr&#252;nen Senat f&#228;llt nichts anderes ein als Einkommensk&#252;rzungen, Stellenbau, Verschlechterung des Dienstleistungsangebots und drastische Geb&#252;hrenerh&#246;hungen. Dieser wirtschafts- und finanzpolitischen Katastrophenkurs zertr&#252;mmert mehr und mehr die wirtschaftlichen Grundlagen der Stadt und setzt die Zukunft ihrer B&#252;rgerInnen aufs Spiel&#8221;, schlie&#223;t Bischoff.</p>
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		<title>Elektromobilit&#228;t: Strom aus der Steckdose</title>
		<link>http://www.hh-heute.de/elektromobilitaet-strom-aus-der-steckdose/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Nov 2010 20:21:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hartwig</dc:creator>
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Modellregion Elektromobilit&#228;t Hamburg &#8211; ein weiterer sch&#246;ner Titel. Nur: Der Strom kommt aus der Steckdose. Und selbst, wenn daf&#252;r &#214;kostrom aus vorhandener Erzeugung genutzt w&#252;rde, w&#228;re das nur eine Verlagerung des Auspuffdrecks an den Ort, an dem ein konventionelles Kraftwerk den verbrauchten Strom im Netz erg&#228;nzt. 
Zu dem heute aufw&#228;ndig inszenierten Auftakt zur Modellregion Elektromobilit&#228;t [...]]]></description>
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<p>Modellregion Elektromobilit&#228;t Hamburg &#8211; ein weiterer sch&#246;ner Titel. Nur: Der Strom kommt aus der Steckdose. Und selbst, wenn daf&#252;r &#214;kostrom aus vorhandener Erzeugung genutzt w&#252;rde, w&#228;re das nur eine Verlagerung des Auspuffdrecks an den Ort, an dem ein konventionelles Kraftwerk den verbrauchten Strom im Netz erg&#228;nzt.<span id="more-18566"></span></p>
<p>Zu dem heute aufw&#228;ndig inszenierten Auftakt zur Modellregion Elektromobilit&#228;t Hamburg erkl&#228;rt Dr. Joachim Bischoff, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hambur-gischen B&#252;rgerschaft: &#8220;Grunds&#228;tzlich sind solche Feldversuche zu begr&#252;&#223;en, aber hier ist doch Skepsis angebracht. Eine Konversion im Individualverkehr kann den Ausbau des &#214;PNV nicht ersetzen. Auch hinsichtlich Umwelt- und Klimaschutz ist der Nutzen der Elektromobilit&#228;t fragw&#252;rdig. Entscheidend ist dabei die Energieerzeugung. Der Einsatz von Strom aus Erneuerbaren Energien aus bereits vorhandenen Erzeugungskapazit&#228;ten bringt nichts. Solange kein zus&#228;tzlich regenerativ erzeugter Strom verwendet wird, werden Emissionen lediglich verlagert.</p>
<p>Wie so oft beschr&#228;nkt sich Schwarz-Gr&#252;n im Wesentlichen auf PR-Aktionen mit fragw&#252;rdigem Nutzen und Partnern. Wer mit Vattenfall Klimaschutz betreiben will, muss sich nicht wundern wenn dabei wenig herauskommt. Auch der Automobilindustrie geht es bei der Elektromobilit&#228;t vor allem darum, alles m&#246;glichst so zu lassen wie es ist.&#8221;</p>
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		<title>Stadtbahn: Senat will B&#252;rger fragen</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 13:52:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Hartwig</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Stadtbahn]]></category>

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		<description><![CDATA[

Der Hamburger Senat will es bei der geplanten Stadtbahn nicht auf eine m&#246;gliche Volksabstimmung ankommen lassen, sondern die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger lieber gleich befragen. Es seien neue Instrumente n&#246;tig, um Zustimmung f&#252;r solche Gro&#223;projekte zu erreichen, sagte Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk (GAL) heute in Hamburg. &#8220;B&#252;rgerforum&#8221; hei&#223;t das vermeintliche Zauberwort. 
Angesichts anderer umstrittener Gro&#223;projekte sagte Hajduk: [...]]]></description>
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<p>Der Hamburger Senat will es bei der geplanten Stadtbahn nicht auf eine m&#246;gliche Volksabstimmung ankommen lassen, sondern die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger lieber gleich befragen. Es seien neue Instrumente n&#246;tig, um Zustimmung f&#252;r solche Gro&#223;projekte zu erreichen, sagte Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk (GAL) heute in Hamburg. &#8220;B&#252;rgerforum&#8221; hei&#223;t das vermeintliche Zauberwort.<span id="more-18538"></span></p>
<p>Angesichts anderer umstrittener Gro&#223;projekte sagte Hajduk: &#8220;Es ist notwendig, dass wir eine breite Akzeptanz finden.&#8221; Sie Senatorin verspreche sich &#8220;Lernfortschritte auf allen Seiten&#8221; von der Beteiligung.</p>
<p>Auch Hochbahn-Chef G&#252;nter Elste fand die Beteiligung &#8220;zukunftsweisend&#8221; und sagte im R&#252;ckblick auf Verkehrsbauten der Vergangenheit: &#8220;Wir haben die B&#252;rger noch nie so fr&#252;h beteiligt.&#8221; </p>
<p>Die Parteien sind sich &#8211; wen wundert&#8217;s &#8211; uneinig in der Beurteilung der Ank&#252;ndigungen. Hier die Stellungnahmen:</p>
<p><strong><em>Um 13.59 Uhr die LINKE:</em><br />
Stadtbahn: LINKE fordert echte B&#252;rgerbeteiligung</strong></p>
<p>Die heutige Pr&#228;sentation zum Planungsstand der Stadtbahn hat wenig Neues ergeben. Die Fraktion DIE LINKE h&#228;lt die Stadtbahn weiterhin grunds&#228;tzlich f&#252;r eine sinnvolle Investition, die allerdings nur mit Finanzmitteln vom Bund umsetzbar ist. Die Fraktion k&#252;ndigte eine &#220;berpr&#252;fung der Senatsangaben zu Finanzierbarkeit und Wirtschaftlichkeit an und begr&#252;&#223;te die angek&#252;ndigte B&#252;rgerbeteiligung. Diese m&#252;sse jedoch, anders als in der Vergangenheit, ernsthaft betrieben werden, au&#223;erdem d&#252;rfen andere &#214;PNV-Projekte nicht vernachl&#228;ssigt werden.</p>
<p>Dr. Joachim Bischoff, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen B&#252;rgerschaft, erkl&#228;rt: &#8220;Durch st&#228;ndige Wiederholungen bei jedem kleineren Fortschritt wird der Senat die Akzeptanz f&#252;r die Stadtbahn nicht steigern k&#246;nnen. Die Stadtbahn ist in meinen Augen eine notwendige Investition, um den Ausbau des &#214;PNV voranzubringen. Die Akzeptanz f&#252;r den &#214;PNV wird aber auch durch ein &#252;berzeugendes und preiswertes Angebot erh&#246;ht &#8211; leider ist der schwarz-gr&#252;ne Senat auf diesem Ohr taub.</p>
<p>Ob die Finanzierbarkeit und Wirtschaftlichkeit wie vom Senat vorgerechnet gegeben ist, werden wir nach Vorlage der Drucksache genau pr&#252;fen. Sollte die Einwerbung der Finanzmittel vom Bund nicht gelingen ist DIE LINKE gegen die Realisierung. Angesichts der angespannten finanziellen Lage wird Hamburg dies nicht alleine stemmen k&#246;nnen&#8221;, erkl&#228;rt Joachim Bischoff.</p>
<p>Die Mittel vom Bund, damit der Hamburger Anteil nicht mehr als 394 Millionen Euro der Gesamtkosten von &#252;ber eine Milliarde f&#252;r den Ausbau des Streckennetzes vom Planbereich 1 bis 4 betr&#228;gt, sind f&#252;r die Umsetzbarkeit ma&#223;geblich. Nicht vergessen sollte die BSU, dass es neben der Stadtbahn auch der Ausbau der S- Bahn nach Ahrensburg dr&#228;ngt. Die B&#252;rgerschaft hat mehrfach beschlossen, dass es keine Vernachl&#228;ssigung der anderen Ausbau- und Erg&#228;nzungsprojekte des &#214;PNV geben darf.</p>
<p>&#8220;Die angek&#252;ndigte breite B&#252;rgerbeteiligung ist positiv, denn die B&#252;rger m&#252;ssen mit ihren Sorgen und Einw&#228;nden ernst genommen werden. Allerdings hat sich schon in anderen Projekten gezeigt, wie beispielsweise in Wilhelmsburg, dass das Ergebnis bereits feststand und die Zeitvorgaben keinen Raum f&#252;r wirkliche Beteiligung lie&#223;en. Die Stadtbahn hat nicht nur Anh&#228;nger und Freunde. Gerade im Bereich der konkreten Trassenf&#252;hrung gibt es aus den Bezirken reichlich Diskussions- und &#196;nderungsbedarf. Wenn die B&#252;rgerInnen den Eindruck haben, sie sollen nur die Suppe ausl&#246;ffeln, die andere gekocht haben, wird das Projekt scheitern&#8221;, so Bischoff abschlie&#223;end.</p>
<p><strong><em>Ihr folgt um 14.20 Uhr die SPD:</em><br />
Eine Rechnung mit Fragezeichen</strong></p>
<p>SPD reagiert zur&#252;ckhaltend auf Informationen zum Bau der Stadtbahn &#8211; Koeppen: Auch W&#252;nschenswertes muss finanzierbar sein</p>
<p>Zur&#252;ckhaltend hat SPD-Verkehrsexpertin Martina Koeppen auf die heute vorgestellten Details zur Planung der Stadtbahn reagiert. Es sei gut, dass Stadtentwicklungssenatorin Hajduk (GAL) auf Kritiker des Projekts zugehen wolle. Insbesondere bei der Finanzierung des Projekts bleibe die SPD aber skeptisch, sagte Koeppen. Die SPD werde sich die Senatsdrucksache sehr genau ansehen.</p>
<p>So sei das positive Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsberechnung &#8211; anders als suggeriert &#8211; in keiner Weise eine Garantie daf&#252;r, dass der Bund den Bau der Stadtbahn finanziell unterst&#252;tzt. &#8220;Vor diesem Hintergrund muss hinter die derzeitige Kostenberechung f&#252;r die Stadtbahn zumindest ein gro&#223;es Fragezeichen gesetzt werden&#8221;, sagte Koeppen. Sie verwies ferner darauf, dass bei der vorgelegten Kostenberechnung der Anteil Hamburgs deutlich oberhalb der bisher genannten 57 Millionen Euro liege.</p>
<p>Koeppen wiederholte, die SPD halte die Stadtbahn f&#252;r ein w&#252;nschenswertes Projekt, das aber auch finanzierbar sein m&#252;sse &#8211; insbesondere zu Zeiten, in denen mit Hinweis auf den Sparzwang der &#246;ffentlichen Haushalte Einschnitte und K&#252;rzungen zu Ungunsten der Menschen in Hamburg erfolgten. &#8220;Die Erfahrungen, die Hamburg mit den gro&#223;en Verkehrs- und Infrastrukturprojekten des Senats gemacht hat, begr&#252;nden die Zur&#252;ckhaltung der SPD&#8221;, sagte Koeppen. Sie verwies etwa auf die Baukostenentwicklung bei der U4 in die HafenCity und die Kostenexplosion bei der Elbphilharmonie. </p>
<p><strong><em>Und um 14.37 Uhr die GAL:</em><br />
Gregersen: „Bev&#246;lkerung weiter &#252;ber Vorteile informieren“</strong></p>
<p>Die Beh&#246;rde f&#252;r Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) hat heute &#252;ber den Planungsstand der Stadtbahn informiert. Der Senat will dazu eine Mitteilung an die B&#252;rgerschaft beschlie&#223;en. In einem „B&#252;rgerforum Stadtbahn“ sollen die Planungen &#246;ffentlich diskutiert werden. Die GAL-B&#252;rgerschafsfraktion begr&#252;&#223;t dies.</p>
<p>Der erste Trassenabschnitt der Stadtbahn – von Bramfeld &#252;ber Steilshoop und der City-Nord nach Eppendorf – liegt nun in seiner ersten Planung aus. F&#252;r den zweiten Abschnitt soll jetzt die Genehmigungsplanung beginnen, beim dritten und vierten die vertiefende Netzuntersuchung zur Festlegung des Streckenverlaufs. Die Pl&#228;ne sind in den Bezirks&#228;mtern Nord und Wandsbek sowie im Internet einsehbar. Zudem sollen die Planungen in einem „B&#252;rgerforum Stadtbahn“ mit den Hamburgerinnen und Hamburgern diskutiert werden.</p>
<p>Martina Gregersen, verkehrspolitische Sprecherin der GAL-B&#252;rgerschaftsfraktion, sagt dazu: „Neben den Planungen zum ersten Streckenabschnitt liegt nun auch die Kosten-Nutzen-Analyse vor und ist beeindruckend gut. Ich bin davon &#252;berzeugt, dass Hamburg die Bundeszusch&#252;sse f&#252;r die Trasse erhalten wird. Ich begr&#252;&#223;e den Vorschlag der BSU, die Bev&#246;lkerung mit einem B&#252;rgerforum st&#228;rker einzubeziehen. Mir ist besonders wichtig, dass die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger informiert werden, wie umweltfreundlich und leistungsstark, schnell und bequem, aber vor allem wie wirtschaftlich sinnvoll die Stadtbahn ist. W&#228;hrend ein XXL-Bus durch die Stadt schaukelt und dabei 75 Liter Diesel pro 100 Kilometer verbraucht, bef&#246;rdert eine Stadtbahn in schneller aber dennoch ruhiger Fahrweise fast doppelt so viele Fahrg&#228;ste. Das spart Zeit und auf Dauer auch Geld ein.“</p>
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