Streik bei Bismarck

Der Ahnherr wusste schon, warum er ein Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie kreierte, und ihm wäre so etwas nicht passiert: Morgen legen die Beschäftigten der Fürst Bismarck Quelle, Nestlé Waters AG, Aumühle ab 13.00 Uhr für zwei Stunden ihre Arbeit nieder.

Mit dem Warnstreik wollen die Arbeitnehmer nach den Worten des Verhandlungsführers der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Lutz Tillack, dem Arbeitgeber Nestle Waters zeigen, „dass nicht alles mit ihnen zu machen ist“.

Die Tariferhöhung von 2,4 Prozent mit einer Laufzeit von zwölf Monaten, die vom Arbeitgeber in der zweiten Verhandlung angeboten wurde, sei unzureichend. Sie decke nicht einmal die aktuelle Preissteigerungsrate. Der Versuch, per Aushang einseitig die angebotene Erhöhung ab 1. April im Betrieb umzusetzen, beeindrucke die Beschäftigten wenig, betont Tillack.

„Sie sind entschlossen, für eine Erhöhung zu streiken, die die Preissteigerungsrate ausgleicht und eine echte Einkommenserhöhung sicherstellt.“ Für den Standort Aumühle gilt seit der Tarifauseinandersetzung 2005 ein Haus-Entgelt- Tarifvertrag. 2007 wurde eine Erhöhung von zwei Prozent erreicht – „ein sehr moderater Abschluss“, betont Tillack. Die Beschäftigten haben flexibilisierte Arbeitszeiten und einen Haus-Manteltarifvertrag mit einer Standortgarantie.

Die Haltung des Konzerns, dessen Zentrale in Mainz ist, wird von der Gewerkschaft als sehr unnachgiebig eingeschätzt, es sei mit empfindlichen Reaktionen zu rechnen.

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