„Share Deals“: Welchen Schaden hat Hamburg?

Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger hat Finanzsenator Peter Tschentscher aufgefordert offenzulegen, ob und ich welcher Höhe der Stadt Steuereinnahmen durch sogenannte „Share Deals“ entgehen: „Mit solchen ganz legalen Steuertricks umgehen Investoren die Grunderwerbssteuer und schaden so den Kommunen. Es kann nicht sein, dass jeder normale Bürger beim Kauf seines Eigenheims die Steuer bezahlt, aber die großen Investoren nicht.

Mit den Einnahmen aus dieser Steuer könnten wichtige Investitionen zum Beispiel in Bildung, Infrastruktur, Soziales oder Wohnraum bezahlt werden. Stattdessen lassen Immobilienspekulanten die Champagnerkorken knallen.“

In Berlin hatte zuletzt ein Geschäft mit dem Sony-Center am Potsdamer Platz Schlagzeilen gemacht. Der dortige Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen hatte geschätzt, dass der Stadt durch „Share Deals“ im Jahr ein dreistelliger Millionenbetrag entgeht. „Diese Gesetzeslücke muss schleunigst gestopft werden. Die Länder müssen im Bund noch mehr Druck machen, damit die kommende Regierung rasch handelt.“

Hintergrund: Bei „Share Deals“ verkaufen Investoren nicht einfach die Immobilie selbst, sie übertragen sie in eine Firma und verkaufen dann Anteile (Shares) dieser Firma an die Käufer der Immobilie. So umgehen sie die Grunderwerbssteuer.

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