Sechs Millionen für Senats-PR

Der CDU-GAL-Senat hat in seiner verkürzten Amtszeit fast sechs Millionen Euro für PR-Maßnahmen an Werbeagenturen bezahlt. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage des SPD-Familienpolitikers Thomas Böwer hervor.

Demnach hat der Senat für diverse Werbeaufträge in eigener Sache exakt 5.704.839,07 Euro ausgegeben. Böwer reagiert empört. „Der Senat erklärt, er habe kein Geld für Kitas und Familien. Gleichzeitig hat er offenbar wahnsinnig viel Geld für Eigen-PR zum Fenster rausgeworfen.“

In der Antwort des Senats auf die Böwer-Anfrage sind die Ausgaben penibel aufgelistet. So kostete das Konzept für den „Zug der Ideen“ 181.000 Euro, die „Kommunikationsberatung“. Für die „Umsetzung der Kommunikationsstrategie für Hamburg Umwelthauptstadt Europas“ zahlte der Senat einer Agentur eine Million Euro. Die nicht näher erläuterte „Konzeption und Realisierung eines Internetauftritts“ ließ sich die Stadtentwicklungsbehörde 38.419,15 Euro kosten.

Die Bewerbung von sechs „Autofreien Sonntagen“ wurde sechs mal vergeben – und kostete insgesamt rund 810.000 Euro. Für „Information und Publizität im Rahmen des Europäischen Sozialfonds in Hamburg“ zahlte der Senat knapp 1,1 Millionen Euro, für die „Neugestaltung des Logos Sportstadt Hamburg“ 45.220 Euro. Günstiger war die Erstellung eines Logos für die Innenbehörde – es kostete lediglich 595 Euro.

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