Radio Hamburg: Hauptsache reden…

Lieber nicht genau wissen, worüber man so viel redet: Das scheint das Prinzip bei Radio Hamburg zu sein, wenn es um die Schulreform geht. Dort wird seit Monaten gegen jegliche Verbesserung der Hamburger Schulstruktur polemisiert. Aber auf eine Einladung, sich einfach selbst ein Bild zu machen, wird beharrlich geschwiegen.

Die Elterninitiative PROSchulreform Hamburg meinte es ganz freundlich und lud das Team von Radio Hamburg zu einem Besuch einer modernen Schule ein – zehn Hörerinnen und Hörer sollten sie gleich mitbringen. Weil keine Reaktion erfolgte, wurde die Einladung jetzt wiederholt.

Hier der Brief im O-Ton:

Hamburg, den 11.01.2010

Liebes Radio-Hamburg Team!

Wir wiederholen gerne noch einmal unsere Einladung! Wir wissen: Sie sind gegen die Schulreform – okay, wir haben es gehört. Wie wäre es, wenn Sie sich die befürchteten Auswirkungen mal selbst ansehen würden? Man kann sie heute schon in einigen Pilotschulen in Hamburg besichtigen. Individualisierter Unterricht, soziale Integration, jahrgangsübergreifendes Lernen, Inklusion behinderter Kinder, Lehrerteams, kompetenzorientierte Leistungsrückmeldungen – alles das wogegen Sie senden und noch viel mehr.

Wir laden Sie und 10 Ihrer Hörerinnen und Hörer ein: Besuchen Sie eine moderne Schule in Hamburg! In Kooperation mit einigen Schulleiterinnen und -leiternhaben wir Ihnen ein exklusives Besuchsprogramm zusammengestellt:

* Empfang durch das Managementteam der Schule,
* Kurze (und verständliche) Einführung in die Konzeption,
* Werkstattunterricht in Echtzeit,
* Abschlussdiskussion mit der Bitte um einen Spendenaufruf und eine positive (selbstverständlich redaktionell unabhängige) Berichterstattung über die Ziele der Schulreform.

Und das Beste: Alles ist absolut kostenfrei und unverbindlich!

Mit freundlichem Gruß

NN

2 Gedanken zu „Radio Hamburg: Hauptsache reden…“

  1. Feine Sache! Jetzt wird klar, dass Radio Hamburg keineswegs objektive Berichterstattung macht, sondern bezahlte Werbung. Bin mal gespannt, ob die auch auf 32 Einladungen kommen.

    Im Übrigen ist die Einladung von Herrn Ment an Frau Goetsch ja nun überflüssig, denn es wird ja zu einem Gespräch im Rahmen des Moderationsverfahrens kommen.

    Das ist auch besser so, denn Gute-Laune-Sender können mit ernsten Themen nichts anfangen, wie wir gesehen haben.

  2. Mega coole Idee das Radio Team einzladen. Die negativ Werbung geht mir schon einige Zeit auf die Nerven, weil sie völlig unsachlich und einseitig vorgetragen wird.
    Bitte unbedingt dran bleiben und weiter einladen :o)

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