PROSchulreform begrüßt Schulversuche

„Wir begrüßen die Genehmigung von vier Anträgen auf längeres gemeinsames Lernen sehr, hoffen aber zugleich, dass auch die drei abgelehnten Anträge eine zweite Chance erhalten“, so Stefanie von Berg, die Sprecherin der Elterninitiative PROSchulreform. „Wir wissen, dass die vier genehmigten Anträge sehr unterschiedlich sind und sich aus der jeweiligen Schulentwicklung und der Situation vor Ort ergeben.“

Es seien nicht einfach nur Anträge auf Primarschule, wie von den Gegnern gerne kolportiert werde. Das sei in der Behörde erkannt worden, sie sei umsichtig mit den Anträgen und den eingereichten Nachbesserungen umgegangen. So sei beispielsweise der Antrag der Schule Rellinger Straße unter anderem daraus hervorgegangen, dass das dort seit vielen Jahren eingeführte jahrgangsübergreifende Lernen auf sechs Jahre ausgeweitet werden sollte.

„Einschlägige Studien – wie auch die Erfahrungen der Schule – zeigen, dass drei Jahrgänge pro Lerngruppe den größten Kompetenzzuwachs in allen Bereichen ergeben. Das lässt sich in vier Jahren Grundschule schlicht nicht darstellen“, so von Berg. Die intensive wissenschaftliche Begleitung der vier Schulversuche werde unter anderem zeigen, wie sich der Kompetenzerwerb im Vergleich zu anderen Kindern, die eine vierjährige Grundschule besuchen, darstellt. Diese Begleitung wird über den Besuch der Grundschule hinaus erfolgen, also nachhaltige Lernerfolge festhalten. „Sollte diese Untersuchung zeigen, dass das längere gemeinsame Lernen – so unterschiedlich dies auch an den vier Schulen gestaltet sein mag – überlegen ist, dann wird dies eine Perspektive für ein langfristige, von unten hoch wachsende Veränderung der Schullandschaft sein.“

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