Gesundheitsoffensive: Bille in Bewegung

FUSSBALSCHUHE.jpeg„Bille in Bewegung“ heißt eine neue Initiative zur Gesundheitsförderung im Hamburger Osten. Am 18. September fällt der Startschuss für das zunächst auf drei Jahre befristete Kooperationsprojekt.

FUSSBALSCHUHE.jpegAm 18. September 2006 beginnt im Beisein der Zweiten Bürgermeisterin Birgit Schnieber-Jastram und des Bezirksamtsleiters Hamburg-Mitte Markus Schreiber eine umfassende Gesundheitsinitiative im Hamburger Osten: Das Projekt „Bille in Bewegung“.

„Ziel ist es, den Bewohnern der Stadtteile Billstedt, Horn, Hamm und Rothenburgsort in den nächsten drei Jahren eine breite Palette von Angeboten zur gesunden Ernährung und Bewegungsförderung anzubieten und so einer weiteren Zunahme des Übergewichts bei Kindern vorzubeugen“, erklärt Karin Riemann-Lorenz von der Verbraucherzentrale.

Während der Auftaktveranstaltung am 18. September 2006, 10:00 – 12:00 Uhr, Haus der Jugend Hammer Park, Caspar-Voght-Straße 35c

• präsentieren sich die Projektpartner mit Ihren Angeboten interessierten Multiplikatoren, Eltern und Schülern und der Presse,

• schnibbeln, kochen und probieren Kinder unter Anleitung eines Profi-Kochs leckere Gerichte.

Projektpartner des Projekts „Bille in Bewegung“ sind das Bezirksamt Hamburg-Mitte, Arbeit und Leben Hamburg e.V. (Federführung), Förderverein Haus der Jugend Horn e.V., Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (HAG), KiFaZ Dringsheide, Verbraucherzentrale Hamburg und Zentrale für Ernährungsberatung.

Zu den Angeboten der nächsten drei Jahre zählen unter anderem Kochkurse und Informationsangebote für Familien in den Stadtteilen, Angebote zur Verbesserung des Verpflegungsangebots in den Schulen sowie Maßnahmen zur Förderung der Bewegung. Daneben wird es Fortbildungsangebote für Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen geben.

Das Projekt gehört zu den Preisträgern des Bundeswettbewerbs „Besser essen. Mehr bewegen“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es wurde unter 450 Bewerbern ausgewählt, gemeinsam mit 23 anderen Projekten im Bundesgebiet.

Wasserkreuz: Sooo kann man auch berichten

photocaseBRÃ?CKE.jpegSo kennen Hamburger ihr Abendblatt: Heute endlich berichtet die Zeitung über den Montag von Staatsrat Gottschalck bekanntgegebenen Erhalt der Niedernfelder Brücken – und schafft es, auf rund 150 Zeilen kein Wort darüber zu verlieren, wer dies durchgesetzt hat. Kein Wort über 15 Monate intensiver Oppositionskritik, kein Wort über die Initiativen vor Ort, kein Wort über den ideenreichen Überlebenskampf der Barkassenbetriebe. Die neue Lösung fiel quasi vom Himmel. Noch zwei Wochen, dann wird sie wahrscheinlich dem Bürgermeister zugeschrieben. Hier der Bericht.

Ausstellung: The Real Toy Story

Beitrag zur China Time 2006: Das Museum der Arbeit (Wiesendamm 3) zeigt eine Installation mit 20.000 Spielzeugen und Fotografien von Ex-Stern-Fotograf Michael Wolf. Die Ausstellung ist vom 22.09. bis zum 26.11. täglich geöffnet (mo 13 – 21, di – sa 10 – 17, so 10 – 18). Für die Reportage „China: Fabrikhalle der Welt“ bekam Wolf letztes Jahr den World Press Photo Award. Alle Spielzeuge wurden in China hergestellt.

Büchergeld: Jetzt wird’s rabiat

BUECHER.jpegNoch immer wehren sich Hamburger Eltern dagegen, nach 85 Jahren Lernmittelfreiheit in Hamburg Schulbücher selbst bezahlen zu müssen. Inzwischen wird die Behörde rabiat: Einem Vater wurde jetzt das Auto gepfändet, berichtet die MOPO in der morgigen Ausgabe. Wer etwas gegen das Büchergeld tun will, kann sich an der Unterschriftensammlung dagegen beteiligen und hier das Formblatt als PDF herunterladen.

Integrationspreis darf nicht täuschen

Zum dritten Mal wurde jetzt der Integrationspreis der Hamburger Schwerbehindertenvertretungen vergeben. Der DGB begrüßt den Preis, weist aber zugleich darauf hin: 4,5 % der registrierte Hamburger Arbeitslosen sind schwerbehindert – 2,9 % mehr als im vergangenen Jahr.

Zum dritten Mal nach 2001 und 2003 hat die Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen in der Hamburger Wirtschaft gemeinsam mit dem Senatskoordinator für die Gleichstellung behinderter Menschen der Freien und Hansestadt Hamburg, Herbert Bienk, den Integrationspreis der Hamburger Schwerbehindertenvertretungen vergeben.

Das Motto des Preises lautete „qualifizieren – integrieren –teilhaben“. Der Integrationspreis der Hamburger Schwerbehindertenvertretungen 2006 ging zu gleichen Teilen an die

Hauptschwerbehindertenvertretung der Technikerkrankenkasse Hamburg (für die Entwicklung und Umsetzung ihrer Integrationsvereinbarung)

Lufthansa Technik AG (für das besondere Projekt „Ausbildung gehörloser Jugendlicher“)

Konditorei Andersen (für die Förderung und Integration junger schwerbehinderter Menschen)

Mit dem Integrationspreis werden Betriebe und Unternehmen gewürdigt, die durch ihr Engagement beispielhaft für den Erhalt von Arbeitsplätzen zur Eingliederung schwerbehinderter Menschen in das Arbeitsleben und damit zu ihrer Teilhabe in der Gesellschaft beitragen.

Der DGB Hamburg begrüßt die Verleihung des Integrationspreises der
Schwerbehindertenvertretungen – damit werde unter anderem das Problem der Arbeitslosigkeit vieler Menschen Behinderungen sowie mögliche Gegenstrategien öffentlich thematisiert und ins Bewusstsein gerufen.

In Hamburg waren im August 4,5 Prozent der registrierten Hamburger Arbeitslosen (4268 Personen) Schwerbehinderte – das sind 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. „Viele Menschen mit Behinderungen resignieren schon im Vorfeld und melden sich erst gar nicht bei der Arbeitsagentur“, so Erhard Pumm, Vorsitzender des DGB Hamburg, „die Dunkelziffer liegt also deutlich höher.“

Bezeichnend sei es auch, dass es von Jahr zu Jahr schwieriger werde, Unternehmen zu finden, die sich für Schwerbehinderte engagieren und für die Auszeichnung in Frage kommen.

Die Quote der schwer behinderten Arbeitnehmer beträgt rund 4 Prozent (im Öffentlichen Dienst liegt sie deutlich höher als in der Privatwirtschaft). Nach den Vorgaben des SGB IX müssen in Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten mindestens fünf Prozent aller Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten besetzt werden.

Erhard Pumm: „Von diesem Ziel sind wir leider immer noch weit entfernt. Viele Firmen zahlen lieber die Ausgleichsabgabe, als dass sie Arbeitsplätze für Schwerbehinderte schaffen. Man sieht sie als Belastung, anstatt zu erkennen, dass viele dieser Menschen ganz besondere Qualitäten mitbringen – Sensibilität, hohe Motivation, Menschenkenntnis etc. Hier muss endlich umgedacht werden.“

Ein Positivbeispiel für gelungene Kooperation der Behörden, Gewerkschaften und der Arbeitsagentur ist die Beratungs-Einrichtung „Handicap“ im Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof. Damit tragen die Gewerkschaften auch einen Teil zur Integration der Menschen mit Behinderungen in das Arbeitsleben bei.

Erhard Pumm: „,Handicap‘ unterstützt Betriebsräte bei der Umsetzung ihrer gesetzlichen Aufgaben, um in Hamburg noch mehr Bewegung in den Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen zu bringen. So wird z.B. darüber informiert, welche Möglichkeiten der Lohnkostenzuschüsse etc. es bei der Einstellung von behinderten Menschen gibt.“ Auch dass die Arbeitsgemeinschaft der Schwerbehindertenvertretungen in der Hamburger Wirtschaft seit kurzem im Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof ihre „Zelte aufgeschlagen“ habe, begrüße der DGB Hamburg – „so kann man auf kurzem Wege miteinander kooperieren.“

Hintergrund Ausgleichsabgabe:

Private und öffentlich-rechtliche Arbeitgeber, die über mindestens 20 Arbeitsplätze verfügen, haben auf wenigstens 5% der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen (§ 71 Abs. 1 SGB IX). Ansonsten fällt die Ausgleichsabgabe an.

Die Höhe der Ausgleichsabgabe beträgt je Monat und unbesetztem Pflichtplatz:

105 Euro bei einer Beschäftigungsquote ab 3% bis unter 5%
180 Euro bei einer Beschäftigungsquote ab 2% bis unter 3%
260 Euro bei einer Beschäftigungsquote unter 2%

Erleichterungen für kleinere Betriebe und Dienststellen:

Arbeitgeber mit

weniger als 40 Arbeitsplätzen müssen einen schwerbehinderten Menschen beschäftigen; sie zahlen je Monat weiterhin 105 Euro, wenn sie diesen Pflichtplatz nicht besetzen;

weniger als 60 Arbeitsplätzen müssen 2 Pflichtplätze besetzen; sie zahlen 105
Euro, wenn sie nur 1 Pflichtplatz besetzen, und 180 Euro, wenn sie keinen
schwerbehinderten Menschen beschäftigen.

Nach dem SGB IX haben die Integrationsämter diese Ausgleichzahlungen zu erheben. Die ihnen daraus zur Verfügung stehenden Mittel einschließlich Zinseinnahmen, Darlehens- und Zuschussrückflüssen sowie der unverbrauchten Mittel der Vorjahre für ihre Leistungen zur Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben zu verwenden. Die Ausgleichsabgabe wird vorrangig für die Begleitende Hilfe im Arbeitsleben eingesetzt.

Schuldenfalle – Ursache und Auswege

photocaseMONEY.jpegDie Patriotische Gesellschaft von 1765 lädt zum zweiten Geldgespräch ein. Thema dieses Mal: „Die Schuldenfalle – tiefere Ursachen und mögliche Auswege“, erläutert von Prof. Bernd Senf. Die komplette Einladung zur Veranstaltung am Dienstag, den 26. September 2006 um 19 Uhr im Reimarus Saal der Patriotischen Gesellschaft von 1765, Trostbrücke 6: Bitte hier „Schuldenfalle – Ursache und Auswege“ weiterlesen

Thema: Wahlrechtsänderung

Am Dienstag, den 12.09.2006 lädt das Bündnis „Rettet den Volksentscheid“ zum 3. Infoabend in Sachen Wahlrecht.

Geplant ist eine Podiumsdiskussion mit den Hamburger Parteichefs zur CDU Wahlrechtsänderung – Eingeladen sind: Bernd Reinert (CDU), Dirk Fischer (CDU), Dr. Mathias Petersen (SPD), Anja Hajduk (GRÜNE), Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) und Berno Schuckart (Die Linke.)

Thema: Podiumsdiskussion mit Hamburgs Parteichefs zur CDU Wahlrechtsänderung
Datum: Di, 12/09/2006 von 18:00 bis 20:00
Ort: Patriotische Gesellschaft, Trostbrücke 4 – 6

Eintritt frei!

20 Jahre Stiftung für politisch Verfolgte

KAEMPFER.jpegDie ausgestreckte Hand statt des erhobenen Zeigefingers: Das ist das „Markenzeichen“ der „Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte“Die SPD-Fachsprecherin für Migration, Aydan Özoguz, hat der Stiftung zu deren 20jährigen Bestehen gratuliert und die Arbeit der Stiftung gewürdigt. „20 Jahre Stiftung für politisch Verfolgte“ weiterlesen