Öko-Werbung für Stromfresser untersagt

Haushaltsgeräte dürfen nicht als sparsam im Verbrauch beworben werden, wenn sie nicht energieeffizient sind. Das ist das Ergebnis eines Abmahnverfahrens der Verbraucherzentrale Hamburg gegen die Edeka-Gruppe.

In einem Prospekt hatte die zu Edeka gehörende Kette Marktkauf wiederholt mit dem Zusatz „ÖKO – sparsam im Verbrauch“ geworben, obwohl es sich auch um Geräte mit einem am heutigen Standard gemessen hohen Stromverbrauch handelte. Auf die Abmahnung der Verbraucherzentrale hat Edeka sich jetzt in einer verbindlichen Erklärung zur Unterlassung verpflichtet.

Anlass der Abmahnung: Ein in dem Prospekt beworbener Gefrierschrank der Energieklasse A verbraucht bei einem mittelgroßen Nutzinhalt von 162 Litern 247 Kilowattstunden Strom im Jahr und ist damit deutlich schlechter als die heute beste und am Markt mit vielen Geräten vertretene Energieeffizienzklasse A ++. „Ein Gefriergerät mit dem Energie-Label A heutzutage noch mit dem Zusatz ‚ÖKO – sparsam im Verbrauch’ zu bewerben, ist grüner Etikettenschwindel und irreführend“, sagt Immo Terborg von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Die Verbraucherzentrale ruft Verbraucher dazu auf, ihr ähnliche Fälle von verdächtiger Werbung zu übersenden: Kirchenallee 22, 20099 Hamburg, oder E-Mail klimaschutz@vzhh.de.

„Wir haben den Eindruck, dass sich immer mehr Unternehmen ein Image als Umwelt- und Klimaschützer geben wollen. Oft steckt dahinter nichts als Greenwashing“, sagt Terborg.

Hinweis: Im Infozentrum der Verbraucherzentrale (Mo bis Fr 10 bis 18 Uhr) ist eine kostenlose Broschüre „Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2009/2010“ erhältlich.

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