Neustadt: Hier würgt der Däne

„Die südliche Neustadt im Würgegriff dänischer Spekulanten“ titelt die SPD-Mitte und fordert „schnelle Aufklärung über die Lage“. Offenbar kaufen dänische Investoren in der südlichen Neustadt immer mehr Wohnimmobilien auf – überwiegend aus Spekulationsgründen.

Die südliche Neustadt ist wegen ihrer innerstädtischen Lage nahe am Hafen sehr begehrt. Deshalb hatten SPD und GAL bereits seit vielen Jahren eine Soziale Erhaltungsverordnung und eine Umwandlungsverordnung eingeführt, um die angestammten Mieterinnen und Mieter zu schützen.

Die SPD Bezirksabgeordnete Julia Odebrecht fordert jetzt angesichts der spekulativen Immobilienkäufe in einer Anfrage eine vollständige Aufklärung darüber, welche Häuser genau betroffen sind und wie die Stadt darauf reagieren will.

Julia Odebrecht (SPD): „Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie ein Stadtteil im Würgegriff von Spekulanten erstickt wird. Jetzt geht es erst einmal um eine schnelle Aufklärung. Dann werden wir alle Hebel in Bewegung setzen, um der spekulativen Immobilienübernahme einen Riegel vorzuschieben.“

Die dänischen Spekulanten hoffen offenbar auf einen sich weiter verknappenden Wohnungsmarkt in Hamburg, in dem die Preise künftig noch weiter steigen werden. Die Stadt könne zwar durch massiven Wohnungsbau dagegen steuern, so die SPD, doch seit 2001 ginge die Zahl der neu gebauten Wohnungen stetig zurück. Das Wohnen in Hamburg drohe daher immer teuer zu werden, wenn der Senat hier nicht dagegen steuert. Julia Odebrecht: „Das der Senat seit Jahren kaum noch Wohnungen baut, wirkt auf Spekulanten wie ein Fliegenfänger so wie aktuell in der Neustadt.“

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