Neu: Ernst Cassirer Stiftung

Anfang Oktober hat die Forschungs- und Wissenschaftsstiftung Hamburg ihre Arbeit aufgenommen. Um der Stiftung auch in der Außenwahrnehmung ein erkennbares und mit Hamburg verbundenes Profil zu geben, haben die Regierungsfraktionen von GAL und CDU den Senat gebeten, die Stiftung nach Professor Ernst Cassirer zu benennen. Sie soll jetzt den Namen „Ernst Cassirer Stiftung – Hamburgische Stiftung zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung“ tragen.

Ernst Cassirer (1874-1945) war ab 1919 als Professor an der Universität Hamburg tätig, bis er 1933 Deutschland verließ, um Repressalien aufgrund seiner jüdischen Herkunft zu entgehen. Bekannt wurde Professor Cassirer insbesondere durch seine kulturphilosophischen Forschungen, er hat jedoch auch erkenntnis- und wissenschaftstheoretische Schriften verfasst. In den Jahren 1929 und 1930 war Professor Cassirer Rektor der Universität Hamburg. Durch seine Tätigkeit an der Universität Hamburg, die breite seines wissenschaftlichen Wirkens und sein persönliches Schicksal unter der Herrschaft des Nationalsozialismus spiegelt Ernst Cassirer die Geschichte und Bedeutung des Wissenschaftsstandortes Hamburg wieder.

Ernst Cassirer (1874-1945) war ab 1919 als Professor an der Universität Hamburg tätig. In den Jahren 1929 und 1930 war er Rektor der Universität Hamburg. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft musste Cassirer 1933 aus Deutschland fliehen, um der Verfolgung zu entgehen. Durch seine Tätigkeit an der Universität, die Breite seines wissenschaftlichen Wirkens und sein persönliches Schicksal unter der Herrschaft des Nationalsozialismus spiegelt Ernst Cassirer die Geschichte und Bedeutung des Wissenschaftsstandortes Hamburg wieder. Bekannt wurde Cassirer insbesondere durch seine kulturphilosophischen Forschungen, er hat jedoch auch erkenntnis- und wissenschaftstheoretische Schriften verfasst.

Eva Gümbel, die wissenschaftspolitische Sprecherin der GAL-Fraktion, dazu: „Mit der Benennung der Stiftung nach Ernst Cassirer wird nicht nur ein herausragender Geisteswissenschaftler geehrt, sondern auch ein Verfechter der demokratischen Grundwerte der Weimarer Verfassung. Sein Lebenswerk und seine Emigration sind uns ein mahnendes Beispiel.“

Wolfgang Beuß, der wissenschaftspolitische Sprecher und stellv. Vorsitzende der CDU-Fraktion, sagte dazu: „Die Benennung der Stiftung nach Professor Cassierer ist sowohl eine Mahnung zu Ethik und Anstand in unserer Gesellschaft als auch ein Ansporn für mehr Exzellenz und Spitzenleistung an den Hamburger Hochschulen.“

Ziel der Stiftung ist die Förderung exzellenter Forschung an den Hamburger Hochschulen in Kooperation mit außeruniversitären Partnern. Hierfür stehen in den nächsten Jahren jährlich 11 Millionen Euro und ab 2015 dann 15 Millionen Euro zur Verfügung.

Ein Gedanke zu „Neu: Ernst Cassirer Stiftung“

  1. Ernst Cassirer ist ein Name, der der Universität Hamburg gut anstehen würde. Kultur- und Naturwissenschaften hat er interdisziplinär im Projekt seiner Philosophie der symbolischen Formen vernetzt. Was heute als wissenschaftlich-philosophische Neuentdeckung gilt, hat Cassirer längst gedacht. Wenn die Stiftung den cassirerischen Weitblick in Verbindung mit seinem kämpferischen Humanismus fördert, macht der Stadtstaat Hamburg seinem Kosmopolitismus alle Ehre.

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