Müllvermeidung im Sportbetrieb

Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen fordern den Senat mit einem Antrag auf, die Müllvermeidung im Sportbetrieb voranzutreiben. Bei großen Sportevents im öffentlichen Raum, in den Hamburger Stadien und Arenen oder im Spielbetrieb unterer Ligen und kleinerer Vereine sollen Mehrwegsysteme beim Getränke- und Speisenverkauf etabliert werden.

Dazu Juliane Timmermann, Fachsprecherin für Sport der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „In Hamburg treiben 525.000 Menschen Sport im Verein. Zehntausende Sportlerinnen und Sportler nehmen jährlich an faszinierenden Sportevents im öffentlichen Raum teil. Hundertausende Fans feuern Athletinnen und Athleten begeistert am Streckenrand an. In Deutschland treiben schätzungsweise 15 Millionen Menschen wöchentlich Sport im Freien. Diese Zahlen machen Mut und zeigen: Der Sport erreicht die Menschen. Er kann damit ein wichtiger Impulsgeber für unsere Gesellschaft im 21. Jahrhundert sein. Wir möchten, dass der Sport seine Potenziale nutzt und mit gutem Beispiel vorangeht. Wir wollen ressourcenschonende Sportveranstaltungen und nachhaltigen Sport ermöglichen und fördern. Bewegung an der frischen Luft sollte auch mit Blick auf das Thema Müllvermeidung im Einklang mit der Natur stattfinden. Dabei ist es uns wichtig, gemeinsam mit den Sportorganisationen Wege aufzuzeigen, wie nach und nach die Nutzung von Mehrwegsystemen gesteigert werden kann. Ich begrüße daher ausdrücklich, dass sich der Hamburger Sportbund und Hamburger Sportvereine bereits auf einen nachhaltigen Weg machen und positive Vorbilder sein wollen.“

Dazu Christiane Blömeke, sportpolitische Sprecherin der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass Plastik- und Einweggeschirr auch bei Sportveranstaltungen konsequent durch Mehrwegsysteme ersetzt wird. Gerade bei Veranstaltungen mit großem Zuschaueraufkommen lässt sich viel Müll vermeiden. Die Umweltbehörde hat sich auf den Weg gemacht, alle Events im öffentlichen Raum durch die Einhaltung verbindlicher Vorgaben müllarm und klimaverträglich zu gestalten. Die Vorgaben sollen auch für den Sportbetrieb in den großen Stadien und Arenen gelten. Aber auch im Kleinen kann viel für die Müllvermeidung getan werden. Wir fordern den Senat auf, gemeinsam mit allen Sportvereinen eine Strategie zur Müllvermeidung auch im Betrieb der kleineren Sportstätten zu erarbeiten. Es soll zur Selbstverständlichkeit werden, dass Sportereignisse im Großen und im Kleinen umwelt- und klimaschonend organisiert werden.“

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