Mehr Engagement für Frieden gefordert

Der Vorsitzende des DGB Nord, Peter Deutschland, hat dazu aufgerufen, sich verstärkt friedenspolitisch zu engagieren.

Bei einer Veranstaltung im Rendsburger Rathaus anlässlich des heutigen Antikriegstages sagte der Gewerkschafter, es gebe nach seiner Auffassung eine Mitverantwortung in den reicheren Ländern für das, was fernab in Form von Kriegen, Hunger, wirtschaftlichen Katastrophen und sozialer Ungleichheit geschehe. Als Beispiele nannte er die Handelspolitik der EU, den Waffenhandel, bei dem Deutschland mittlerweile zu den „fünf größten Händlern des Todes“ gehöre und das Untätigsein der westlichen Regierungen beispielsweise im früheren Jugoslawien.

Den Gewerkschaften falle friedenspolitisch eine besondere Aufgabe zu, weil sie zu den wichtigsten Elementen der Zivilgesellschaft gehörten und ohne sie die Gefahr sozialer und wirtschaftlicher Konflikte wachse. An die Teilnehmer in Rendsburg richtete der Gewerkschafter den Appell, sich intensiver mit den Ursachen von Kriegen auseinanderzusetzen.

Deutschland: “Arbeiten sie lokal in Friedensinitiativen, bei den Gewerkschaften, bei Attac oder bei Greenpeace mit, damit diese Welt friedlicher und gerechter wird. Seien sie unbequem, seien sie der Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt.“ Ebenfalls am Antikriegstag wurde im Rendsburger Rathaus die Ausstellung „…gerade dich, Arbeiter, wollen wir…“ über den Nationalsozialismus und die freien Gewerkschaften im Mai 1933 eröffnet. Sie wird seit diesem Sommer bundesweit mit großem Erfolg gezeigt.

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