Lurup: SPD fordert Blitzkasten

167 Verkehrsunfälle gab es 2009 auf der Luruper Hauptstraße – meistens war überhöhte Geschwindigkeit im Spiel. „Warum reicht dies nicht für eine stationäre Geschwindigkeitsmessanlage?“ fragt die Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok (SPD). „Der Senat soll Raser stoppen – und nicht erst auf noch mehr Verkehrsunfälle warten!“

Im Jahre 2009 wurden von der Polizei auf der Luruper Hauptstraße 4 Schwerverletzte, 34 Leichtverletzte, 15 Unfälle mit schwerem Sachschaden und 114 mit leichtem Sachschaden registriert: Das reicht jedoch für den Senat noch nicht, um eine stationäre Messanlage zu installieren, wie diese von den Bürgern vor Ort gewünscht wird.

Vor Ort wird schon seit langem mit Unbehagen beobachtet, dass diese Hauptausfallstraße als „Rennstrecke“ nach und aus Schenefeld missbraucht wird. Den Anwohnern reicht es nicht, dass die Polizei mehrfach im Jahr Geschwindigkeitskontrollen durchführt – sie fordern eine Messanlage in Lurup.

Nachdem bei der jüngsten Bürgersprechstunde von Anne Krischok, der SPD-Wahlkreisabgeordneten für Lurup und Osdorf, dies von den anwesenden Besuchern mehrfach angesprochen wurde, erkundigte sie sich nun beim Senat nach den Verkehrskontrollen und der Lageeinschätzung der Polizei. Im vergangenen Jahr wurden lediglich an fünf Tagen zu jeweils 2-3 Stunden Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen – und dabei über 400 Verwarnungen ausgesprochen.

Anne Krischok erschüttern die Antworten: „Nur weil bisher noch nicht genügend schwere Verkehrsunfälle geschehen sind, soll diese vierspuriger Einfallstraße weiterhin als potentielle Raserstrecke genutzt werden können. Warum?“.

Die SPD-Verkehrspolitikerin fragt sich, warum zur Abschreckung von Rasern hier nicht eine Messanlage installiert werden kann. „Die Kosten für die Installierung und den Betrieb würden doch sicher durch die laufenden Bußgelder refinanziert. Alle Luruper wissen, dass diese Strecke nicht immer mit 50, sondern mit 60 oder 70 Km/h durchfahren wird. Fünf Geschwindigkeitsmessungen im vergangenen Jahr für jeweils 3 Stunden: Das ist einfach zu wenig“.

Ein Gedanke zu „Lurup: SPD fordert Blitzkasten“

  1. Hallo,

    es fängt doch schon bei der Ampelschaltung an: Auf der Strecke von Barmbek, Drosselstraße über Hamburger Straße, Mundsburg, Bürgerweide, Anckelmannstraße und Heidenkampsweg bis Elbbrücken habe ich elf Ampeln. Fahre ich Tempo 50, so stehe ich an acht Ampeln, bei Tempo 70 an zweien.

    Ich kann mich also entscheiden für regelkonforme 50 km/h, verbunden mit fortwährendem Anfahren und Bremsen, entsprechendem Lärm und Verbrauch, oder angenehm gleitendes Fahren bei regelwidriger, überhöhter Geschwindigkeit mit entsprechendem Unfall- und Bußgeldrisiko. Ich halte dies für böse Absicht, Verwaltungszynismus.

    Wahrscheinlich ist es in Lurup genau dasselbe. Natürlich lassen sich nächtliche Raser von einer vernünftigen Ampelschaltung nicht zur Raison bringen, aber sobald der Verkehr etwas zunimmt, würde sich die Mehrzahl der Fahrer sicher wie bisher an den Rhythmus der Schaltung anpassen und damit dafür sorgen, daß der Rest auch angepaßt fährt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.