Kühler Kopf – leere Taschen?

Endlich ist der Sommer da, und er verspricht heiß zu werden. Schon stehen in den Bau- und Fachmärkten die mobilen Kleinklimageräte bereit und verheißen einen kühlen Kopf auch bei hohen Temperaturen. „Diese Geräte sind wahre Stromfresser und können ein Loch in die Haushaltskasse reißen“, sagt Helmut Gumtau, Energieberater der Verbraucherzentrale Hamburg.

Er rechnet vor: „Für ein typisches Gerät mit einer Leistungsaufnahme von 750 Watt kostet jede Betriebsstunde rund 15 Cent bei meist bescheidenem Kühleffekt“. Bis zum Ende des Sommers kommen da rund 100 Euro zusammen. Diese Kosten lassen sich leicht vermeiden. Denn gute Sonnenschutzsysteme sind die bessere und kostengünstigere Alternative.

Den besten Hitzeschutz bieten außen angebrachte Jalousien, Markisen, Rollläden oder Fensterläden. Aber auch innen liegende spezielle Rollos oder Jalousien, die das einfallende Sonnenlicht reflektieren, sind zu empfehlen. Ansonsten gilt bei Hitze: tagsüber Fenster und Sonnenschutz geschlossen halten, nachts lüften. So kann die in den Wänden gespeicherte Wärme wieder abgeführt werden.

Wer auf ein Klimagerät trotzdem nicht verzichten will, sollte sich beraten lassen. Verbraucher sollten beim Kauf auf die Energieeffizienzklasse A achten und sich möglichst für ein vom Fachmann fest eingebautes Splitgerät entscheiden. Denn mobile Kleinklimageräte brauchen nicht nur viel Energie, sie können zudem nur geringe Kühlleistungen bewältigen, da neben dem im Fenster eingehängten Abluftschlauch warme Luft einströmt.

Zu allen Fragen rund um Kühlung und sommerlichen Wärmeschutz beraten die Energieberater der Verbraucherzentrale kompetent und unabhängig. Unter der Telefonnummer 040/248 32 250 können sich Verbraucher beraten lassen oder einen Termin in der Beratungsstelle vereinbaren.

Weiterführende Tipps gibt die Broschüre „Zu Hause – zu heiß?“ Diese ist kostenlos im Internet unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder in der Verbraucherzentrale erhältlich.

Die Telefonhotline wird von der Hamburger Umweltbehörde, die persönliche Beratung vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

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