Krankenhäuser: Mitarbeiter am Limit

5000 unbesetzte Stellen in Krankenhäusern (Tendenz stark steigend!) meldete die Deutsche Krankenhausgesellschaft. Die „Liegezeiten“ der Patienten werden immer kürzer, dass Stammpersonal in Krankenhäusern immer weniger und der Versorgungsaufwand immer massiver. Die Bezirksversammlung Eimsbüttel hat die Sozialbehörde aufgefordert, entsprechende Daten zu erheben.

Ärzte und Pflegekräfte sind am Limit ihrer Belastbarkeit angelangt. Schichtdienst, schlechte Bezahlung und mangelhafte Arbeitsplatzbedingungen führen zu Personalnot in den Krankenhäusern. Gefährliche Pflege und hohe Krankenstände beim Personal gehören mittlerweile dem Alltag an.

Bereits im Februar diesen Jahres haben auf Antrag von SPD und GAL-Fraktion die Mitglieder des ASFG (Ausschuss für Arbeitsförderung, Soziales, Frauen und Gleichstellung) der Bezirksversammlung Eimsbüttel sich mit fach- und sachkundigen Vertretern aus dem Gesundheitswesen im Albertinen-Krankenhaus getroffen, um sich einen Überblick zu den aktuellen Zuständen zu verschaffen. Hierzu der Arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Eimsbüttel, Jan Ohmer:“ Fazit: Die Arbeitsplatzbedingungen werden immer brisanter. Mitarbeiter schreiben immer mehr Gefährdungsanzeigen, weil verantwortungsvolle Pflege und Behandlung nicht mehr gesichert werden kann.“

Aus diesem Grund, hat die Bezirksversammlung Eimsbüttel auf Ihrer Sitzung am vergangenen Donnerstag mit den Stimmen von SPD, GAL, DIE LINKE und FDP einen Antrag beschlossen, der die zuständige Behörde von Senator Wersich auffordert, alle relevanten Daten zu den Arbeitsplatzbedingungen in Krankenhäusern anhand von Gefährdungsanzeigen zentral zu erheben und regelmäßig zu veröffentlichen.

Jan Ohmer:“ Es muss jetzt schnell gehandelt werden. Die Daten gehören einheitlich erhoben und ausgewertet. Nur so kann adäquat reagiert werden und die Arbeitsplatzbedingungen verbessert werden. Ich bedaure, dass Senator Wersich hier bis jetzt geschlafen hat und untätig ist.“

Die ablehnende und desinteressierte Haltung der CDU – auch im Bezirk Eimsbüttel – bei diesem brisanten Thema hat für großes Unverständnis und kopfschütteln aller übrigen Bezirksabgeordneten und Bürger auf der Sitzung der Bezirksversammlung gesorgt.

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