Konfliktfrei chillen und grillen

Die Wetterprognose in der Pressemitteilung haut nicht hin, aber sonst ist’s sicher lobenswert: Die Bezirksversammlung Nord hat beschlossen, probeweise Regeln für die Parks einzuführen, die eine friedliche Loexistenz zwischen Chillern und Grillern ermöglichen sollen.

Das Frühjahr naht und mit den ersten warmen Tagen werden wieder viele Tausende Erholungssuchende den Stadtpark und andere Grünanlagen bevölkern. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass es dabei immer wieder zu Konflikten zwischen verschiedenen Nutzungsinteressen gekommen ist. Besonders das Grillen stößt nicht bei Allen auf Gegenliebe, weil die Gerüche als Belästigung empfunden werden. Zu niedrige Grills und unsachgemäß entsorgte Grillkohle sorgen zudem für Schäden im Rasen und Bränden in
Abfallbehältern.

In der Bezirksversammlung Hamburg-Nord haben CDU, GAL, SPD und Linke in einem großen fraktionsübergreifenden Konsens beschlossen, für die kommenden zwei Jahre in einigen Parkanlagen probehalber Regeln für das Grillvergnügen einzuführen: es werden bestimmte „Grillzonen“ ausgewiesen, auf die mit einer Öffentlichkeitskampagne aufmerksam gemacht werden soll. Dies betrifft u.a. den Stadtpark, Hayns Park, und das Ufer der Außenalster, soweit es zu Hamburg-Nord gehört. Die Benutzung von Grills mit weniger als 50 cm Höhe wird generell untersagt, da diese immer wieder Brandlöcher im Rasen verursachen.

„Wir möchten den Konflikt zwischen ‚Chillen und Grillen‘ entschärfen und erreichen, dass die Parks ihre Funktion als Erholungsorte und Naturoasen weiter erfüllen können“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Ulrike Sparr, zu diesem Beschluss. „Die Beschwerden und der Ärger über Müll und die Brände existieren seit mehr als zehn Jahren mit stetig steigender Tendenz. Die Ausweisung von Grillzonen soll nun dazu beitragen, dass die verschiedenen Nutzergruppen mehr Rücksicht auf einander nehmen und Flora und Fauna besser geschützt werden.“

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