Kohlenmonoxid-Warngeräte für die Polizei

Kohlenmonoxid (CO) stellt eine große Gefahr an der Einsatzstelle dar. Das geruchlose Gas entsteht durch eine unvollständige Verbrennung. In erhöhter Konzentration wirkt es tödlich. Doch Einsatzkräfte können sich mit mobilen CO-Warngeräten schützen.

Die GdP Hamburg forderte im Januar 2019 die Ausstattung der Einsatzkräfte der Polizei mit Kohlenmonoxid-Warngeräten. Eine daraufhin durchgeführte Befragung aller Dienststellen führte zu dem Ergebnis, dass die Wahrscheinlichkeit, im täglichen Dienst mit einer entsprechenden Gefahrensituation konfrontiert zu werden, deutlich gestiegen ist. Beispielhaft seien hier technische Defekte an Heizungsanlagen, Suizid mittels Kohlegrill oder Einsätze in einer Shisha-Bar genannt. Oft lässt der alltägliche Einsatzanlass keinen Rückschluss auf die reale Gefahr zu. 

Nach unseren Informationen wird sich nun die Vollzugsrunde mit der Beschaffung entsprechender Warngeräte befassen. Aus Sicht der GdP ist es notwendig, dass angeschaffte Geräte mit der Mehrzweckweste kompatibel sind, da jetzt bereits wenig Platz für weitere Einsatzmittel ist. Es gibt entsprechende Geräte.

„Die Einsatzkräfte müssen stets damit rechnen, dass eine Gefährdung durch CO auftreten kann und dies in ihrer Einsatzabarbeitung berücksichtigen. Bei einer hohen CO-Konzentration genügen wenige Atemzüge, um das Bewusstsein zu verlieren. Insbesondere im ersten Angriffs sind die Kolleginnen und Kollegen dieser wachsenden Gefahr bisher völlig schutzlos ausgeliefert. Die GdP fordert eine flächendeckende Ausrüstung der Einsatzkräfte mit entsprechenden kleinen Warngeräten, die auch mit der Mehrzweckweste kompatibel sind.“, fordert Horst Niens, Landesvorsitzender der GdP.
Wir werden den weiteren Prozess weiter eng begleiten.

Wir danken an dieser Stelle allen Kolleginnen und Kollegen, die sich infolge unseres Flugblattes mit der Thematik beschäftigt haben und sind erleichtert, dass auf den Vollzug gehört wurde. Nur wer täglich den Vollzug wahrnimmt, versteht ihn auch. Hier wurden die Sorgen und Nöte der Kolleginnen und Kollegen im ersten Angriff ernstgenommen. Das zeugt von Wertschätzung und gelebter Fürsorge. Wenn wir gemeinsam durch die Einführung entsprechender Warngeräte nur ein Leben retten können, hat sich die Anstrengung gelohnt. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind es allemal wert!

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