Kersten-Miles-Brücke: Klohaus statt Stahlzaun

Nach dem Zoff um den Obdachlosen-Zaun gibt es im Moderationsverfahren jetzt positive Ergebnisse: So soll durch mehrere Maßnahmen das soziale Miteinander in der Stadt verbessert werden.

Unter Vorsitz des Präsidenten der Synode der Nordelbischen Kirche, Hans-Peter Strenge, wurde am Runden Tisch vereinbart, dass Obdachlose wieder unter der Kersten-Miles-Brücke schlafen dürfen. Sozialarbeiter sollen vermehrt vor Ort präsent sein, Müllabfuhr und ein Klohäuschen, das auch für Touristen da ist, sollen das Gesamtangebot verbessern. Auch die Obdachlosen sollen ihren Beitrag zu einer positiven Gesamtsituation beitragen – Regeln sollen eingehalten werden.

SPD-Fraktionschef Andreas Dressel hat das heutige Ergebnis des von der SPD-Fraktion vorgeschlagenen Moderationsverfahrens zum Konflikt um die Kersten-Miles-Brücke begrüßt: „Dass nach den lauten Kontroversen nun ein breiter Konsens erzielt wurde, ist gut für das soziale Miteinander in unserer Stadt. Mit einer öffentlichen Toilette, verstärkter Straßensozialarbeit und weiteren flankierenden Verabredungen ist ein Weg zu einer echten Problemlösung aufgezeigt. Klar ist: Eine Rückkehr zu den Zuständen von 2010 will keiner, Angsträume dürfen wir nirgendwo in der Stadt dulden. Von diesem konstruktiven Ergebnis werden deshalb sogar Touristen etwas haben, die vor Ort mit ihren Reisebussen ankommen. Mein Dank geht an den Moderator Hans-Peter Strenge für die konsensstiftende Verhandlungsführung, an Markus Schreiber, dafür, dass er diesen Weg mitgegangen ist, und natürlich an alle anderen Dialogpartner.“

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