Ist Wandsbeks Bezirksamtsleiterin überfordert?

Die Diskussion um die Einrichtung eines Bordells in der Angerburger Straße hat ein neues Kapitel: durch die Beantwortung einiger kleiner Anfragen ist deutlich geworden, dass die Einrichtung des Bordells durchaus hätte verhindert werden können, wenn das Bezirksamt rechtzeitig gehandelt hätte. Die SPD fragt jetzt besorgt: „Ist die Bezirksamtsleiterin überfordert?“

Die Entscheidung fiel in die Urlaubszeit der Bezirksamtsleiterin; deswegen, so die Information in einer beantworteten Anfrage, habe sie nicht früher als im Oktober von der geplanten Ansiedlung gewusst. Dazu muss man aber wissen, dass die erste Anfrage schon im Juli an das Bezirksamt gerichtet wurde: Das war offenbar ein schöner langer Urlaub.

Die SPD meint, schlechter Stil sei es, die gefallene Entscheidung, sei es nun mit oder ohne Wissen der Bezirksamtsleiterin gewesen, der Stellvertreterin in die Schuhe zu schieben und so die Verantwortung nicht zu übernehmen.

Die SPD hat sich seit Bekanntwerden der Pläne intensiv um die besorgten Bürgerinnen und Bürger gekümmert während die Bezirksamtsleiterin noch nicht einmal die von der Initiative gesammelten Unterschriften persönlich entgegen genommen hat, sondern auch hier den Kontakt gemieden hat.

Thomas Ritzenhoff, der Fraktionsvorsitzende der SPD-Bezirksfraktion: „Ich würde mich angesichts solcher Geschehnisse fragen, ob ich der Verantwortung dieses Amtes noch gewachsen bin oder ob ich die Konsequenzen ziehen sollte.“

Damit wäre dann die Entscheidung des Ersten Bürgermeisters, eine ihm genehme Bezirksamtsleiterin zu installieren gescheitert.

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