HUK-Coburg setzt Mitarbeiter wegen Krankheit vor die Tür

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) lädt am Mittwoch, den 16. Mai zu einem Pressetermin vor dem Landesarbeitsgericht Hamburg (LAG) ein. Anlass ist eine an dem Tag stattfindende Berufungsverhandlung gegen eine Beschäftigte der HUK-Coburg in Hamburg, die von der Versicherung krankheitsbedingt gekündigt wurde. Das Arbeitsgericht Hamburg hatte im November erstinstanzlich die Kündigung für unrechtmäßig erklärt. Zeitgleich zur Kündigung der betroffenen Kollegin, wurden sechs weitere Beschäftigte am Hamburger Standort der HUK-Coburg krankheitsbedingt zum Ende letzten Jahres gekündigt.

ver.di und der Hamburger Betriebsrat der HUK-Coburg kritisieren die Kündigungen scharf und werfen der Versicherung vor, mit diesem Vorgehen gegen erkrankte Beschäftigte ein Klima der Angst im Unternehmen schüren zu wollen. Dazu Hans-Jürgen Klempau von ver.di Hamburg: „Die Kündigungen in Hamburg scheinen Methode zu haben. Hier wird offenbar ein Exempel statuiert, das der Belegschaft signalisieren soll: wer zu viel krank ist, fliegt!“ Klempau weiter: „Anstatt in den Manchesterkapitalismus zurück zu fallen, sollte sich die HUK-Coburg, als eine große deutsche Versicherung, lieber wieder ihrer Fürsorgepflicht als Arbeitgeber bewusst werden. Das bedeutet auch, kranke Beschäftigte zu unterstützen und nicht vor die Tür zu setzen. Auch ein präventiver Gesundheitsschutz gehört dazu, der unserer Meinung nach im Unternehmen fehlt.“

Am Hamburger Standort der HUK-Coburg in Hammerbrook arbeiten rund 200 Beschäftigte, unter anderem im Kundeservice und der Schadenserfassung. Bundesweit beschäftigt die Versicherung über 10 000 Personen.

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