Hamburgs beste Pflege-Azubis geehrt

Absolventinnen und Absolventen im Rathaus ausgezeichnet – Initiativen des Senats sollen für weitere Steigerung der Pflegeausbildung sorgen

Anlässlich des Internationalen Tags der Pflegenden am 12. Mai werden in Hamburg seit 2011 jährlich die Ausbildungsbesten mit einem Senatsempfang im Rathaus für ihre herausragenden Ausbildungsergebnisse in der Pflege geehrt. Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks zeichnet deshalb heute 35 Frauen und 6 Männer für ihre exzellenten Examensergebnisse aus. 32 von ihnen haben eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege absolviert, drei in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie sechs in der Altenpflege. In Hamburg gab es im Schuljahr 2018/19 über 4.000 Ausbildungsverhältnisse in der Pflege.

Die Nachfrage nach einer Ausbildung in den Pflegeberufen hält an, in Hamburg konnten die Ausbildungszahlen in den vergangenen fünf Jahren auch durch die Einführung einer Umlagefinanzierung um fast 20 Prozent angehoben werden. Die Ausbildung soll durch Initiativen des Senats aber noch weiter gesteigert werden.

„Die steigenden Ausbildungszahlen in Hamburg sind ein gutes Zeichen dafür, dass unsere Bemühungen zur Verbesserung der Situation in der Pflege beitragen. Mit der Ausbildungsumlage haben wir in Hamburg die Basis dafür geschaffen, dass Interessierten immer mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen. Der Bedarf an gut ausgebildeten Pflegekräften wird auch in Zukunft steigen. Den Ausbildungsbesten bieten sich somit vielfältige berufliche Perspektiven in einem sehr anspruchsvollen und gleichzeitig erfüllenden Berufsfeld“, so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „Mit der Einführung des neuen generalistischen Berufs der Pflegefachfrau bzw. des Pflegefachmanns für Alten- und Krankenpflege ab 2020 wollen wir die Erfolgsgeschichte in der Hansestadt weiter fortschreiben.“

Ab dem kommenden Jahr werden die drei Ausbildungen in der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege reformiert und zu einem einheitlichen Berufsbild zusammengeführt. Das ermöglicht den Fachkräften mehr Flexibilität in der Berufsausübung und bereitet sie noch besser auf die neuen Herausforderungen der pflegerischen Versorgung vor. Wer sich heute für eine Ausbildung in der Pflege entscheidet, kann Karriere in sehr unterschiedlichen und fachlich interessanten Einsatzfeldern machen und von einer Durchlässigkeit bis zum Bachelor- und Masterabschluss an einer Hochschule profitieren.

Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks: „Eine Ausbildung in der Pflege ist für angehende Auszubildende nach wie vor attraktiv, das zeigen uns auch die Zahlen: In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl der Auszubildenden in Hamburg mehr als verdoppelt. Mit der kommenden Reform wird die Pflegeausbildung noch attraktiver. Wir stehen aber auch vor der großen Herausforderung, dass viele gut ausgebildete Fachkräfte aus dem Beruf wieder aussteigen, weil für sie die Arbeitsbedingungen nicht stimmen. Damit gute Pflege möglich ist, müssen auch die Rahmenbedingungen attraktiv sein. Das bundesweite Pflegepersonal-Stärkungsgesetz und die frisch geschmiedete Hamburger Allianz für die Pflege sind wichtige Bausteine, um die Attraktivität des Berufes nachhaltig zu erhöhen.“

Zum Anfang des Jahres ist das bundesweite Pflegepersonal-Stärkungsgesetz in Kraft getreten. Durch die Einführung von definierten Personaluntergrenzen und einer besseren Finanzierung sollen spürbare Verbesserungen im Alltag der Pflegekräfte erreicht werden.

Da die Verantwortung für die Arbeitsbedingungen auch in den Händen der Arbeitgeber liegt, haben sich kürzlich die Behörde für Gesundheit- und Verbraucherschutz, die Agentur für Arbeit und zehn bedeutende Arbeitgeber für die Pflege in Hamburg zur „Allianz für die Pflege“ zusammengeschlossen. Die Erstunterzeichner dieses Bündnisses setzen sich aktiv und verpflichtend mit konkreten Maßnahmen für hohe Standards im Pflegeberuf ein: Sie wollen für gute Arbeitsbedingungen und angemessene Bezahlung sorgen, verpflichten sich, die Arbeitszeiten möglichst planbar und verlässlich zu gestalten, wollen die Berufsorientierung sowie die Aus-und Fortbildung verbessern und Fachkräfte aus anderen Bereichen sowie aus dem Ausland gewinnen. Darüber hinaus werben Pflegekräfte, aber auch Auszubildende in der Pflege, die sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen haben, als Botschafter in ihren Stadtteilen für ihr Berufsbild. Das gemeinsame Ziel ist es, künftig noch mehr Menschen in der Pflege auszubilden und die Ausbildungskapazitäten entsprechend dem Trend der vergangenen Jahre weiter zu erhöhen.

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