GEW begrüßt Einigung in der Bürgerschaft

„Es ist ein ermutigendes Signal für alle, die seit Jahren für längeres gemeinsames Lernen in Hamburg kämpfen, dass die Bürgerschaft gestern einstimmig für die Primarschulreform – die Verlängerung des gemeinsamen Lernens auf 6 Jahre – gestimmt hat,“ so der Vorsitzende der GEW Hamburg, Klaus Bullan.

CDU, GAL, SPD und Linke sind sich einig, dass die frühe Selektion nach Klasse 4 überwunden werden muss, weil sie Bildungsgerechtigkeit verhindert und soziale Auslese fördert: „Hamburg kann eine Vorreiterrolle hin zu einem gerechteren Schulsystem spielen, wenn auf diesem Konsens zwischen den Parteien aufgebaut wird. Die Richtung stimmt.“

Die Berücksichtigung des Elternwillens, die begleitende Kommission, die Senkung der Klassenfrequenzen und die Abschaffung des Büchergelds sind wichtige Verbesserungen des Schulgesetzes und sie alle dienen der größeren sozialen Gerechtigkeit in der Schule.

Kritisch sieht die GEW das Probejahr an den Gymnasien, weil dies dem Prinzip individueller Förderung entgegensteht und die Gefahr birgt, dass das 7. Schuljahr an Gymnasien zu rigoroser Auslese führt und zudem die Stadtteilschulen durch eine hohe Zahl von „Rückläufern“ aus den Gymnasien in ihrer pädagogischen Arbeit schwächt. „Nebenbei gesagt zeigt diese Regelung auch deutlich, dass von wirklicher Gleichwertigkeit beider Säulen nicht die Rede sein kann. Einen 10jährigen Schulfrieden, wie zwischen CDU, GAL und SPD vereinbart, wird es nur geben, wenn durch diese Reform wirklich für alle Schülerinnen und Schüler in Hamburg die Bildungschancen verbessert werden.“

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